Deutsche Umwelthilfe klagt erneut gegen Porsche

Kennzeichnungspflicht umgangen

Porsche droht Ungemach von der DUH © Porsche

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat beim Stuttgarter Landgericht Klage gegen Porsche eingereicht. Der Sportwagenhersteller hatte in einem Fall keine Angaben zum Verbrauch und CO2-Ausstoß gemacht.

Porsche ist erneut ins Visier der Umweltschützer geraten. Weil der Autobauer in einem Fall auf einem Internetportal nicht auf den Kohlendioxidausstoß seiner Sportwagen hingewiesen und ein Werbetext keine Angaben zum Verbrauch enthalten habe, sei beim Stuttgarter Landgericht Klage eingereicht worden. Das teilte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am Freitag in Berlin mit. DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch sagte: «Porsche nimmt die gesetzlichen Verpflichtungen zum Schutz des Klimas und des Verbrauchers offenkundig nicht ernst.»

Jahrelanger Streit

Dem Umweltschutzverband sei kein anderer Hersteller bekannt, der so unverblümt gegen die Energieverbrauchs-Kennzeichnungspflicht verstoße wie Porsche. Ein Sprecher des Sportwagenbauers sagte, es sei ein entsprechender Brief der Umwelthilfe eingegangen und man gehe dem Problem nach. «Wir versuchen es zu lösen.»

Es ist nicht das erste Mal, dass die DUH und Porsche wegen der Kennzeichnungspflicht aneinandergeraten. Der Streit schwelt schon seit Jahren. Weil entsprechende Hinweise fehlten, musste Porsche zuletzt im Herbst 20.000 Euro Strafe zahlen. Auslöser des damaligen Rechtsstreits waren zwei Beiträge im Porsche-Magazin «Christophorus».

Das Landgericht Stuttgart hatte entschieden, die Artikel in dem firmeneigenen Magazin seien keine Werbung. Porsche habe damit nicht gegen die entsprechende Verordnung zur Energieverbrauchskennzeichnung für Pkw verstoßen. Gegen das Urteil ging die DUH in Berufung und siegte am Stuttgarter Oberlandesgericht. (dpa)