Uwe Hück zieht sich bei Porsche zurück

Uwe Hück bei seinem Abschied. Foto: dpa
Uwe Hück will sich künftig verstärkt im sozialen Bereich und der Politik engagieren. © dpa

Uwe Hück verlässt nach über drei Jahrzehnten Zugehörigkeit den Sportwagenhersteller Porsche. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende hat sich neue Ziele gesetzt.

Der gelernte Lackierer bleibt aber weiterhin Mitglied im Kuratorium der Ferry-Porsche-Stiftung und der Volkswagen Belegschaftsstiftung, will sich aber verstärkt sozialen Projekten widmen. „Demokratie lebt vom Wechsel, davon bin ich überzeugt, doch diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen“, so Uwe Hück. „Ich bin durch und durch Porscheaner. Aber nach knapp 35 Jahren bei dieser intergalaktischen Firma will ich mich jetzt ganz meiner anderen Leidenschaft widmen: Gutes mit meiner Lernstiftung tun! Ich habe in meinem Leben so viel erreicht; es ist Zeit, etwas davon der Gesellschaft zurückzugeben und mich ganz in den Dienst der Hilfe für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu stellen. Die Arbeit in meiner Stiftung erfüllt mich und ich möchte mich künftig voll auf meine sozialen Projekte konzentrieren.“


Kämpfer mit großem Herz

Zudem will sich der 56 Jahre alte zweimalige Europameister im Thai-Boxen verstärkt in der Politik engagieren, wie sein nunmehr ehemaliger Arbeitgeber mitteilte. „Uwe Hück ist eine Kämpfernatur – ob im Boxring oder am Verhandlungstisch –, er nimmt kein Blatt vor den Mund und er hat ein großes Herz. Er hat viel für die Porsche-Belegschaft und unser Unternehmen geleistet; sein Wort hat aber auch in der Gesellschaft und in der Politik Gewicht. Wir respektieren seine Entscheidung und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, so Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG.

Am 1. April begann Hück bei der Porsche AG. Zwei Jahre später wurde er bereits zum Vertrauensmann gewählt und gehörte seit 1990 dem Porsche-Betriebsrat an, deren Vorsitz er sieben Jahre später in Zuffenhausen übernahm. Seit 2002 ist er Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Porsche AG, seit 2003 Vorsitzender des Konzernbetriebsrats.

Hück 2017 mit Bundesverdienstkreuz geehrt

Hück, der selbst in einem Kinderheim aufwuchs, engagiert sich seit vielen Jahren für benachteiligte Kinder und Jugendliche und hat für dieses Engagement 2013 eine eigene Stiftung gegründet. 2017 wurde er für seine Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Hücks Aufgaben als Betriebsrat übernimmt bis auf Weiteres sein bisheriger Stellvertreter, Werner Weresch. Der 57-Jährige ist seit 1985 beim Zuffenhausener Sportwagenhersteller beschäftigt. Bereits seit mehreren Jahrzehnten in der Arbeitnehmervertretung aktiv und seit 1998 Mitglied des Aufsichtsrats der Porsche AG.

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.