Porsche verkauft zu Jahresbeginn weniger Autos

Der Porsche 911 kostet knapp über 120.000 Euro. © Porsche

Porsche ist mit deutlichen Absatzverlusten ins Jahr gestartet. Besonders stark gingen die Zahlen in Deutschland und dem übrigen Europa zurück.

Weltweit wurden nach Porsches Angaben im ersten Quartal 55.700 Fahrzeuge ausgeliefert. Das waren fast 7800 oder zwölf Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, in dem die Zuffenhausener allerdings auch sehr gut abgeschnitten hatte. Dafür verantwortlich seien die Modellwechsel von 911 und Macan, ein schwächelndes China-Geschäft sowie Probleme bei der Umstellung auf den neuen Abgas-Messstandard WLTP.


Vor allem der schwache Absatz in Deutschland und Europa war davon betroffen, weil die Umstellung auf WLTP im vergangenen Herbst Schwierigkeiten bereitet hatte, die sich laut Porsche immer noch auswirken. Gut 14.000 ausgelieferte Autos in Europa bedeuteten ein Minus von 32 Prozent.

USA-Geschäft legt zu

In China brachte der schwäbische Autobauer knapp 16.900 und damit zehn Prozent weniger Fahrzeuge an die Kunden. Einerseits habe sich die Konjunktur dort insgesamt abgeschwächt. Andererseits hätten viele Kunden ihren Autokauf verschoben, um eine angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer abzuwarten. Immerhin legten in den USA die Auslieferungen um acht Prozent auf gut 15.000 Fahrzeuge zu.

Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen bleibt dennoch optimistisch: „2019 beginnt anspruchsvoll für uns und die gesamte Automobilindustrie.“ Er rechnet damit, dass sich die Lage im Laufe des Jahres dreht und die Auslieferungen es am Ende sogar noch leicht über das Niveau von 2018 schaffen. Dabei helfen sollen vor allem die neuen Versionen des 911ers und des kleinen Geländewagens Macan. (dpa)

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