Schweizer Autobahn-Vignette soll drastisch teurer werden

Über 150 Euro angedacht

Die Schweizer Autobahnvignette wird teurer. © dpa

Fahrten in die Schweiz sollen zukünftig noch teurer werden. Die Regierung der Eidgenossen denkt über eine Kostensteigerung von bis zu 150 Euro nach. Die Einnahmen sollen in die Verkehsinfrastruktur fließen.

Für die Schweizer Autobahnvignette zeichnet sich eine deutliche Verteuerung ab. Die Steuer, die alle Touristen, die durch die Schweiz fahren - sowohl am Auto wie etwa auch am Wohnwagen- oder Anhänger anbringen müssen - könnte von derzeit 40 auf 200 Franken (von 30 auf über 150 Euro) steigen. Das berichten Schweizer Medien am Sonntag. Die Regierung hatte in der vergangenen Woche eine Erhöhung auf 100 Franken (fast 77 Euro) ins Gespräch gebracht, um die wachsenden Verkehrskosten auffangen zu können.

Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

Wie die «NZZ am Sonntag» berichtete, werden aber für den Ausbau der Verkehrsstrukturen in der Schweiz viel mehr finanzielle Mittel benötigt, als die Regierung bisher angegeben hat. Thomas Egger, Direktor der Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete, hält eine Verfünffachung des Preises für die Autobahnvignette auf 200 Franken für denkbar. Die 1985 eingeführte Vignette bringt etwa 300 Millionen Franken (230 Millionen Euro) im Jahr ein. Das Geld geht völlig in den Ausbau des Straßenverkehrs. Einer Erhöhung müsste das Parlament zustimmen. (dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.