Anzeichen einer Diätkur

US-Automarkt

ER wird es künftig schwer haben: der Hummer H3 © Foto: Hummer

Autos in den USA sollen nach dem Willen von Präsident Barack Obama bis 2016 deutlich weniger Benzin schlucken als bisher und sauberer werden. Kalifornien gilt als Beispiel.

US-Präsident Barack Obama will auch beim Klimaschutz und Energiesparen neue Standards setzen: Autos in den USA sollen bis 2016 deutlich weniger Benzin schlucken als bisher und sauberer werden. Dabei will sich Obama nach Angaben von Regierungsberatern an den Umweltauflagen Kaliforniens orientieren. Ziel sei es, den Schadstoffausstoß durch neue Autos und Kleinlastwagen bis 2016 um 30 Prozent zu senken und damit knapp zwei Milliarden Barrel Öl zu sparen. Der Ausstoß von CO2 soll um 900 Millionen Tonnen reduziert werden. So soll der
Flottenverbrauch der Fahrzeuge auf durchschnittlich 35,5 Meilen pro Gallone (mpg), umgerechnet 6,6 Liter pro 100 Kilometer, gesenkt werden. Die US-Umweltverbände reagierten positiv auf seine Pläne.

Klarheit für die Autobranche

Obama will nicht nur seine Ernsthaftigkeit im Kampf gegen den Klimawandel belegen, sondern auch der angeschlagenen US-Autobranche klare Vorgaben für ihre notwendigen Umstrukturierungen und Zukunftsstrategien geben. Mit den neuen Auflagen werden die Autos den Angaben zufolge etwa 600 Dollar (441 Euro) pro Fahrzeug teurer - allerdings hat schon das 2007 in Kraft getretene Energiegesetz die Autos in den USA um etwa 700 Dollar verteuert. Auch die US-Autobauer General Motors und Chrysler begrüßten in ersten Stellungnahmen die Initiative. GM-Chef Fritz Henderson nannte die Bemühungen um Energieeffizienz und Kampf gegen den Klimawandel «nationale Prioritäten». Umweltorganisationen wie der «National Resources Defense Council» bezeichneten Obamas Pläne als «bahnbrechend». (dpa)