Fragen an den Autopapst im Januar 2013

Autopapst Andreas Kessler © Autogazette

Probleme mit dem Auto? Sie brauchen Reparatur-Tipps? Fragen Sie Autopapst Andreas Kessler, er hilft Ihnen weiter. Heute dem Fahrer eines Seat Leon.

Frage von Benjamin:

Guten Tag, ich fahre einen Seat Leon M1, Benziner 1.6 Liter, 102 PS, Bj 2005. Nach längeren Touren fällt bei mir immer mal ein Zylinder aus, Auto ruckelt, keine Leistung, erhöhte Schadstoffausgabe usw. Dies trat bisher bei folgenden Fahrten auf: 500 km, 30 Grad C (3. Zylinder), 160km, -10 Grad C (4. Zylinder), 140km, -6 Grad C (4. Zylinder). Nach circa einer Minute läuft der Motor wieder normal. Fehlerspeicher zeigt an, dass der jeweilige Zylinder sporadisch nicht zündet. Es wurde mal an den Kontakten gewackelt, aber außer Fehlerspeicher löschen, konnte mir noch keine Werkstatt helfen. Haben Sie vielleicht Erfahrung mit diesem Problem?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Benjamin, mein Golf hat den gleichen Motor und ab und zu auch mal dieses Problem. Ursache waren schließlich die Zündkerzen! Die waren nach 50.000 km so weit abgebrannt, dass unter bestimmten Bedingungen keine vernünftige Zündung mehr zustande kam. Mit neuen Kerzen (jetzt seit 5000 km im Motor....) gab es keine Probleme mehr. Also: Ran an den Kerzenschlüssel (und viel Spaß dabei: Ist schön eng....).

Frage von Gertrud Räuber:

Hallo Herr Keßler, meine Tochter hat einen gebrauchten VW Golf Plus TDI seit Sommer 2012. Das Problem ist, dass sie seit dem Herbst Wasser immer wieder im Kofferraum hat, obwohl die Dichtung der Rücklichter sowie der Heckklappe erneuert wurden. Im Herbst wurde ein neuer Motor eingebaut und davor musste ein Hagelschaden (Tennisball große Beulen) behoben werden, wobei ich mir aber nicht vorstellen kann, dass eines dieser Sachen damit zu tun hat. In der VW-Werkstatt haben sie außer dem Austauschen dieser o.g. Dichtungen nichts gefunden. Haben dieses auf Verdacht gemacht. Haben Sie uns einen Tipp aus Erfahrung. Würde mich freuen, eine Antwort zu bekommen. Mit freundlichem Gruß Gertrud Räuber

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frau Räuber, Wassereinbruch ist immer lustig zu diagnostizieren.... Man denkt ja immer, das Wasser muss an der Stelle ins Auto eindringen, an der es sich später zeigt. Das ist leider nur sehr selten so, weil Wasser im Auto immer an den tiefsten Punkt fließt. In meiner Praxis mit alten Autos halte ich mich nie lange mit der Suche auf, sondern bohre in der Pfütze ein Loch ins Blech, durch das die Brühe dann ins Freie laufen kann. Immerhin gibt es eine gelegentlich auftretende Ursache für Wassereinbrüche beim Golf Plus: Die Überdruckklappen hinter der Heckstoßstange! Wenn die defekt sind, schaufeln die Hinterräder während der Fahrt ordentlich Wasser in den Kofferraum. Zur Kontrolle muss aber ggf. der hintere Stoßfänger demontiert werden (manchmal reicht ein Blick von unten -Auto auf der Bühne- aber schon aus!). Es grüßt Andreas K.

Joachim Witschaß fragt:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Audi A4, Baujahr 2000, 1.6 Stufenheck. Seit 8 Jahren leuchtet meine Airbag-Lampe. Viermal habe ich die TÜV-Plakette bekommen, 2013 nicht mehr. Ist das so denkbar, oder wäre auch diesmal die TÜV Pl. denkbar? Ich möchte kein neues Steuergerät einbauen lassen, gibt es andere Möglichkeiten ( Reparatur oder Altgerät). Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Witschaß, haben Sie in den vergangenen 8 Jahren jemals nach dem Grund für das Aufleuchten der Lampe gesucht / suchen lassen? In der Regel ist nämlich nicht das Steuergerät der Grund dafür, sondern ein loser Stecker unter dem Sitz oder ein verschlissener Schleifring im Lenkrad. Ohne eine genaue Diagnose (das Airbag-System ist über die Diagnose-Schnittstelle auslesbar!) bringt das alles nichts, versuchsweises Teiletauschen wird schnell zum „Teile-Weitwurf“. Also: Auslesen lassen, defekte Stelle lokalisieren und zielgerichtet reparieren. Steuergeräte werden bei www.hitzpaetz.de oder www.ecu.de geprüft und ggf. repariert. Solange der Selbsttest des Airbag-Systems nicht zufriedenstellend verläuft (und die Kontrolle im Armaturenbrett nicht ausgeht), wird Ihnen niemand eine frische Prüfplakette kleben. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst.

Frage von Manfred Gläser:

Hallo Autopapst, ich fahre einen VW Golf 5, Baujahr2007, 61.000 Kilometer gefahren. Vor einigen Monaten aber leuchtete die Warnlampe Fehler im Abgasbereich auf. Das Auto war daraufhin schon drei Mal in der Werkstatt. Der Werkstattmeister hat jedes Mal eine gründliche Diagnose durchgeführt, aber keinen Fehler gefunden. Nach dem Werkstattbesuch war die Fehleranzeige zwar weg, trat aber nach einiger Zeit wieder auf. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir sagen können, wie ich das Problem lösen kann. Für eine Antwort bedanke ich mich und verbleibe mir freundlichen Grüßen Manfred Gläser

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Gläser, die Ursache für das Aufleuchten der Warnlampe kann leider nur die Werkstatt (bzw. derjenige, der den Fehlerspeicher ausliest....) finden! Wenn die gelbe Lampe aufleuchtet, hat das System eine Abweichung vom Normalzustand registriert. Welche das genau ist, kann ich von hier aus nicht sagen. Die Lampe kann aus (grob geschätzt) 626 verschiedenen Ursachen aufleuchten. Die Werkstatt setzt den Fehlerspeicher zurück, dann ist die Lampe wieder aus. Sobald der Fehler (der ja offenbar weder diagnostiziert noch behoben worden ist) wieder "bemerkt" wird, geht die Lampe wieder an. Ideal wäre es, wenn sich ein Experte mit dem Diagnosegerät auf den Beifahrersitz setzt und während der Fahrt den Fehlerspeicher im Auge behält. Dann muss er nur noch den Fehlercode entschlüsseln. Es grüßt der Autopapst

Frage von Irene Füssel:

Hallo Herr Kessler, mein Sohn fährt einen VW Golf, drei Jahre alt, Benziner. Es wurde bereits zum dritten Mal der Turbolader gewechselt. Mein Mann behauptet, dass die Spritqualität Einfluss auf den Turbolader hätte. Mein Sohn tankt vorwiegend Super bei Shell im benachbarten Tschechien, da wir grenznah wohnen und der Sprit da noch günstiger zu haben ist. Da mich das als Mutter sehr beschäftigt, bitte ich um eine zeitnahe Antwort. Vielen Dank und freundliche Grüße.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Füssel, bei Turboladerschäden kann man in den weitaus meisten Fällen (mir fällt im Augenblick keine Ausnahme ein) den Kraftstoff als Ursache ausschließen. Neben allgemeinem Verschleiß sind Turboladerausfälle sehr häufig durch Mangelschmierung verursacht. Die entsteht z. B. durch eine verkokte Ölleitung, durch die die Lager des Laders mit Schmieröl versorgt werden. Da der Turbolader extrem heiß wird, kann die in unmittelbarer Nähe des Lader verlaufende Ölleitung von innen verkoken und lässt dann kein Öl mehr durch. Eine weitere Defektursache ist eine häufige Fehlbehandlung des Turbos durch den Fahrer: Wenn der nämlich mit Voll-Last über die Autobahn bügelt und den rotglühenden Motor anschließend ohne Abkühlungsphase abstellt, passiert genau das gleiche mit dem Öl in den Tubolader-Lagern: Es verkokt und sorgt anschließend für einen Lagerschaden. Aber so fährt Ihr Sohn ja sicher nicht, bei der Mutter, oder? Es grüßt der Autopapst

Frage von Andreas Burmester:

Guten Tag Hr. Keßler, ich fahre einen Volvo PV 444, Baujahr 1954. Beim letzten TÜV wurde der Anpressdruck der Scheibenwischer bemängelt. Die Zugfedern der Scheibenwischerarme entsprachen nicht den Originalfedern, wobei diese mir auch nicht bekannt sind. Ich suche nun die betreffenden Federn, oder Wischerarme zu diesem Fahrzeugtyp, die incl. Zugfeder angeboten werden. Mein Teilehändler - Volvo Wagner + Günther in Hamburg-Aumühle - verfügt über Oldtimerersatzteile, aber nicht über die benötigten. Auch ist hier keine Alternative bekannt. Frage: Können Sie mir sagen, welche Federstärke / länge erforderlich ist. oder wo ich die Federn oder den kompletten Wischerarm mit Feder für dieses Fahrzeug erhalte ? Vielleicht gibt es ja auch noch einen technischen Trick, der mir noch nicht eingefallen ist? Da der nächste TÜV-Termin bevorsteht wäre ich Ihnen für eine schnelle Antwort dankbar und verbleibe als aufmerksamer Leser Ihrer Tipps. MfG A. Burmester

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Burmester, ein schönes Auto haben Sie da! Und das Problem, mit dem Sie sich seit der letzten HU herumschlagen, ist eigentlich auch keins.... Wer heute für ein 60 Jahre altes Auto Ersatzteile braucht, findet in der Regel beim Fahrzeughersteller (wenn er denn überhaupt noch existiert....) nichts Passendes. Selbst spezialisierte Teilehändler können bei besonders seltenen Baumustern häufig nicht helfen. In Ihrem Fall gibt es andere Möglichkeiten. Ich würde einen Wischerarm ausbauen und damit zu einem Anbieter von technischen Federn gehen, den es auch in Hamburg noch gibt (http://www.hek-federn.de/). Dort kann man Ihnen sicher helfen. Eine andere Möglichkeit ist die Suche bei Anbietern, die Universalwischerarme anbieten, wie sie z.B. hier zu finden sind: http://www.limora.com/index/lang-1/lkz-176/markenid-8/katnr-281/kat_sprache-1/hrubnr-2723/rubrik-11066/functiontpl-virtueller_katalog.tpl,x-a.htm?PHPSESSID=ac2d2cde6e506d8578d18ba4118a4cc9
Da die Autohersteller damals nur auf einige wenige Zulieferer angewiesen waren, ist die Wahrscheinlichkeit eines Treffers für Autos aus dieser Zeit sehr hoch. Genaue technische Daten zu den Federn, die serienmäßig von Volvo in die Wischerarme des PV444 eingebaut wurden, kann ich Ihnen leider nicht geben (das wird heute wahrscheinlich niemand mehr können!). Viel Erfolg bei der Erhöhung des Anpressdrucks wünscht der Autopapst

Frage von Jan Wojtkowiak:

Hallo Herr Keßler, bei meinem Opel Corsa B, Baujahr 1999, 1,0 Liter, 12v ist der Keilrippenriemen gerissen. Bin trotzdem weitergefahren trotz Motorkontrollleuchte. Der Motor nahm immer weniger Gas an und ging schließlich aus. Seitdem springt er nicht mehr an. Fast kein Kühlwasser mehr drin. Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jan, vergiss den Corsa! Zum einen ist der Dreizylinder in meinen Augen ohnehin eine Krücke (sorry für die harten Worte....), und zum anderen ist der Motor durch das Fahren ohne Antriebsriemen erst nicht gekühlt worden, dann brannte dadurch die Zylinderkopfdichtung durch und jetzt hat er wahrscheinlich sogar Fressspuren am Kurbeltrieb. Der Wagen braucht einen neuen Motor; selbst ein gebrauchtes Aggregat würde incl. Einbau mehr kosten, als ein gleichwertiger, gebrauchter Corsa am freien Markt kostet. Also: Den alten verschrotten, und einen anderen gebrauchten (es muss ja kein Corsa sein....) suchen! Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Jörg Döring:

Hilfe, unser Mazda 323 springt mal an und mal nicht. 1. Vermutung: die Kontakte, diese wurden gereinigt; 2. Benzinpumpe, wurde überprüft, wenn er läuft, dann schnurrt er wie eine Katze; 3.Zündschloß gewechselt, keine Veränderung, mal springt er an und mal nicht; 4. anderes Steuerteil eingebaut, von der Autoverwertung; 5. Zündschloßverlängerung gewechselt, kein Ergebnis. Sicherlich ist der Mazda Baujahr 1990, hat ca. 130.000 km runter, ist von meinem Vater, der ihn fabrikneu gekauft hat. Meine Frau und ich sind Hartz IV-Empfänger, wohnen auf einem Dorf und können uns kein anderes Auto leisten. Brauchen dieses Auto für Arztbesuche (meine Frau ist krank und muss gefahren werden), na ja und zum Einkaufen brauchen wir es natürlich auch, eben Dorf. Bitte helfen Sie uns.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Döring, bei den beschriebenen Problemen fiel mir spontan mein alter Fiesta ein: Bei dem war es exakt genau so, Ursache war das Zündmodul (ca. 50 €). Und bei meinem 190E 2.6 war es (gleiche Symptome....) die Zündspule (ca. 60 €). Und die Zündkerzen sind auch nicht völlig unverdächtig.... Ich glaube jedenfalls an ein Zündungsproblem!

Frage von Lars Sielisch:

Hallo Herr Keßler, ich fahre einen fast schon klassischen BMW E39 Touring 525d, Baujahr 2003. Leider nervt mich die Lenkung etwas. Bei kälteren Temperaturen kommt ein Zwitschern aus der Lenkung, und das nur wenn man nach links fährt. Im Sommer ist davon zum Glück nichts zu hören. Kann man dieses Problem evtl. irgendwie beheben? Vielen Dank für Ihre Mühe Lars Sielisch!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Lars, mach mal einen Ölwechsel! Nicht am Motor, sondern an der Servolenkung. Dazu vorher genau recherchieren, welches Öl in die Lenkung gehört (ist es spezielles Hydraulik- oder Automatiköl?? und ob es einen Filter im Vorratsbehälter gibt. Der sollte dann auch gewechselt werden. Wahrscheinlich ist in Deinem Bimmer noch das erste Servoöl von 2003, was meilenweit von dem entfernt ist, was sich die Ingenieure unter diesem Begriff vorstellen. Alles klar? Es grüßt Der Autopapst

Frage von Kai-Uwe:

Hallo, mein Ford Mondeo MK 3, 2Liter Diesel, 115 PS, Bj. 2000, dreht im Stand nur bis 3000 U/min. Bei Fahrt fängt er bei 2200 U/min an zu bocken, als ob kein Sprit mehr ankommt und dreht nur unter erheblichem Bocken bis 3000 U/min. Woran kann das liegen? Er springt problemlos an und läuft bis dahin gut. Temperatur steigt bis max. Mitte der Anzeige, bleibt aber meistens im unteren Fünftel stehen. Danke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Kai-Uwe, in Deinem Fall kommt vielleicht wirklich mal nicht genug Kraftstoff bis an die Einspritzdüsen! Ich würde zunächst mal den Kraftstofffilter wechseln. Wenn der fast zu ist, könnte das die Ursache der von Dir beschriebenen Symptome sein.

Sven Olbrich fragt:

Guten Morgen, ich fahre einen VW Passat 35i, der seit ein paar Tagen Probleme beim Anspringen hat, im Leerlauf unruhig ist und ab und an im kalten Zustand / Leerlauf stottert. Kann das am Wetter liegen? (regnet seit Tagen hier) Mit freundlichem Gruß, S. Olbrich

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Jau, das kann am Wetter liegen! Wenn sich das Problem speziell an extrem feuchten Tagen zeigt, hilft wahrscheinlich die 3-K-Lösung: Kerzen, Kabel, Kappe erneuern und alles ist gut... Viel Erfolg wünscht der Autopapst

Frage von René:

Hallo, ich fahre einen 2008er Audi A4 Avant 2,7 TDI, Automatik. Bei etwa 120-140 km/h habe ich Vibrationen, die man am Lenkrad, Gaspedal und auch in den Sitzen spürt. Deutlicher wird es unter Last. Das passiert mit Winter- und Sommerreifen, erneutes Wuchten brachte hier keinen Erfolg. Woher können die Vibrationen kommen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber René, mit dieser Beschreibung würde ich mir mal die Antriebswellengelenke vornehmen! Manchmal hilft eine Reinigung und anschließende Neuschmierung, manchmal müssen die Antriebswellen im Ganzen erneuert werden. Hast Du schon mal mit den Rädern am Auto auswuchten lassen? Hilft manchmal auch..... Cheers vom Autopapst

Frage von Gregor Hebermehl:

Hallo Andreas, es ist mal wieder soweit ... ich brauche Deinen Rat. Es geht um meinen Mercedes CLK 200 Kompressor, Baujahr 10/2000. Bin mit dem Wagen jetzt nach Berlin gefahren und was passiert 66 Kilometer vor der Stadt, als ich die Kiste mal schon 200 rollen lasse? Irgend so ein quietschendes Rasselgeräusch kommt aus dem Motorraum. Ab ziemlich genau 80 km/h zu hören. Kommt von der Mitte des Motorraums - Kompressor? Kompressorlager? Keine Ahnung. Ich will mit der Karre auf keinen Fall noch die 600 Kilometer nach München zurück. Hast Du eine Ahnung, was dem Wagen fehlt? Viele Grüße Gregor

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Gregor, also: Bei Geräuschen sind Ferndiagnosen noch schwieriger als ohnehin schon; ich würde aber nicht auf den Kompressor tippen. Der ist ja ständig im Eingriff (ist ja kein Turbo....), daher müsste das Geräusch immer (oder wenigstens nicht nur bei 80) zu hören sein. Ich tippe eher auf eine Umlenk- oder Spannrolle des Antriebsriemens, vielleicht auch das Lager der Lichtmaschine. Dein Problem wird eher die Vorführung des Geräusches sein. Niemand kann zielgerichtet reparieren, wenn er das Geräusch nicht selbst hört. Viele Grüße wünscht der Autopapst

Frage von Malte:

Lieber Herr Kessler, mein Saab 900 Turbo, Baujahr 86, stottert schon seit Wochen. Wenn er warm ist, springt er auch sehr schlecht an, wenn er kurz vorher gelaufen ist. Und wenn er dann anspringt, kommt eine riesenbenzinstinkende Wolke aus dem Auspuff. Es riecht dann extrem nach Benzin. Der Wagen war schon bei nahezu allen Saab-Experten in Berlin und Umgebung, aber keiner konnte den Fehler finden (Benzinpumpe wurde überprüft, Zündverteiler usw). Wenn Sie helfen könnten, wäre ich extrem dankbar, denn sonst muss ich mich bald von meinem sehr geliebten Saab trennen. Lieben Gruß Malte

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Malte, das ist der Warmlaufregler der K-Jetronic! Der Warmlaufregler verringert den Gegendruck, der die Bewegung der Steuerkolben im Mengenteiler hindert. Durch die Druckverringerung im kalten Zustand wird der Querschnitt in den Kanälen des Mengenteilers größer und es fließt mehr Benzin. Im Ergebnis heißt das: Der Warmlaufregler muss erneuert werden! Das ist sehr teuer.... Es gibt Spezialisten, die das Ding repariert haben. Da steckt aber sehr viel Know-How und Try and Error drin. Guck mal hier: http://www.w123-forum.net/faq/index.php?action=artikel&cat=1&id=65&artlang=de&highlight=warmlaufregler. Im Sommer kannst Du den Warmlaufregler übrigens umgehen (einfach totlegen....). Es grüßt der Autopapst

Katja Taube fragt:

Hallo Herr Keßler, letzte Woche erzählten Sie in einer Sendung, Korken unter den Scheibenwischern würden gegen das Festfrieren helfen. Bei unserem Auto habe ich das mit großen Sektkorken probiert, aber die Scheibenwischer lösen sich nicht wirklich von der Scheibe. Ich müsste die Korken unter die Wischerblaetter klemmen, aber dann würden die sich verformen. Soll/kann das so sein oder liegt's an unserem Auto? Oder doch an mir? Ich würde mich sehr über Antwort freuen, allerbeste Grüße und schöne Weihnachten, Katja

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Katja, wichtig ist zum einen, dass die Wischerarme genügend weit von der Scheibe abhebbar sind. Das geht oft gar nicht, weil aus Fußgängerschutz- oder Aerodynamicgründen die Wischer in Ruheposition unter der Motorhaubenkante liegen. Wenn das nicht der Fall ist, muss man die (Wein!-)Korken natürlich aufrecht unter die Arme klemmen! Das reicht bei allen Autos für genügend Distanz zur Scheibe, damit die Gummis nicht anfrieren.... Der Autopapst

Frage von Sabrina:

Hallo Autopapst, ich fahre einen Ford Ka, der 11 Jahre alt ist und damals auf Erdgas umgerüstet wurde. Ich hab ihn seit ca. sechs Jahren. Nachdem der TÜV-Mensch großzügig über die Anlage hinweggesehen hat, frage ich mich, ob und in welchen Abständen diese gewartet werden sollte... und ob das auch der „Schrauber des Vertrauens um die Ecke“ machen kann/darf. Zudem geht das Auto nach dem Starten im Gasbetrieb neuerdings aus, im Benzinbetrieb nicht. Ist das bedenklich??? Was ist zu tun? Liebe Grüße Sabrina

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sabrina, ist der Ka wirklich auf Erdgas (CNG) oder doch auf Autogas (LPG) umgerüstet worden? CNG ist nachträglich fast nicht bezahlbar; andererseits gab es einige CNG-Ka´s direkt von Ford (die wurden aber auch in Mainz von einer Spezialfirma auf Erdgas umgebaut....). Ich würde jedenfalls eine Gasprüfung machen lassen (da wird die Anlage auf Dichtigkeit geprüft). Das kann der Schrauber um die Ecke machen (wenn er sich in der Materie auskennt), ein Prüfdokument darüber ausstellen darf er aber nicht. Gasprüfungen machen z.B. Camping-Zubehörhändler, sämtl. Gutachterorganisationen (TÜV, DEKRA, GTÜ, KÜS, etc). Die Ausgeher im Kaltlauf sind wahrscheinlich normal; zunächst startet das Auto immer im Benzinmodus und schaltet erst nach einiger Zeit auf Gas um. Im Zweifel sind Thermofühler defekt, oder das Umschaltventil. Genaueres kann eigentlich nur ein Gasspezialist sagen, der das Auto vor sich hat. Solange das Auto fährt und noch TÜV hat, würde ich mir keine Sorgen machen....meint Der Autopapst

Frage von Nicy:

Hallo Herr Kessler, habe einen Audi gefunden und gekauft, möchte ihn morgen früh zulassen. Nun fällt mir mit Schrecken ein, dass ich meinen alten Mitsubishi Galant, der ja noch zugelassen ist, abmelden muss. Es wären also für ein bis vier Tage zwei Wagen auf mich zugelassen, der Audi wäre also solange Zweitwagen. Rote Kennzeichen hab ich nicht an der Hand und das Geld für Kurzzeitkennzeichen wollt ich eigentlich sparen. Was passiert nun für diese Überschneidungszeit - kennst Du Dich da aus? Über Deine Antwort würd ich mich sehr freuen, vielen Dank, LG Nicy aus Freiberg.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Nicy, relax! Du kannst das Auto ruhig auf den gleichen Vertrag wie den Galant zulassen. Für eine kurze Zeit (etwa 14 Tage....) drückt die Versicherung ein Auge zu. Dann musst Du aber die Veräußerungs-/ Verbleibsanzeige (also den Verbleib....) des "alten" Autos gemeldet / bekannt gegeben haben. Mache ich immer so, hat bislang bei meiner Versicherung immer gut geklappt. Lasse das Auto nicht als Zweitwagen zu, das wird er ohnehin, wenn Du den "alten" nicht zeitnah verkaufst / verschrottest / abmeldest. Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Justus Goldhahn:

Hallo Autopapst, ich fahre meinen VW Polo 2f, Bj. 1994, 45 PS mit 70.000 km auf der Uhr relativ wenig und im Sommer ging das Auto an feuchten Tagen an, aber verschluckte sich beim Gas geben. (Standgas kein Problem, beim Gas geben schwierig, bei voll-Gas ging er aus.). Jetzt ist Winter und wenn ich den Motor im Stand warm laufen lasse, dann gibt es das gleiche Problem. (Standgas ok, wenn das Standgas länger läuft (3-5 Minuten) dann das Problem, z. B. an der Ampel wenn ich Gas gebe, stottert er, wenn ich Vollgas geben bei niedriger Drehzahl, geht der Motor aus. Das wird so extrem, dass das Auto dann nur noch mit viel Glück und Geschick überhaupt von der Kreuzung gefahren werden kann. Wenn man dann ca. zwei bis drei Kilometer extrem hochtourig fährt (ca. 3000- 4000 U/min), wird das Problem weniger und hört schließlich auf. Die Frage lautet: Was ist kaputt? Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen Justus Goldhahn

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Justus, mein Freund! Kaufe Dir eine neue Zündanlage (Verteilerkappe, Verteilerfinger, Zündkabel und Zündkerzen) und lasse alles einbauen. Du wirst Dich wundern (und dann nicht wieder 18 Jahre warten, bis da mal was Neues rein kommt!). Cheers vom Autopapst

Frage von André Pech:

Guten Tag Herr Kessler, bei meinem BMW E36 325i Cabrio, BJ 12/93 funktionieren die elektronischen Fensterheber nicht mehr vollständig; beim Hochfahren fahren sie zu hoch und „überfahren“ manchmal den oberen Kontaktpunkt und springen fast oben raus. Beim Tür öffnen fährt die Scheibe nicht mehr ein Stück runter und bleibt somit in der Türdichtung vom Verdeck oder Hardtop hängen. Wenn ich aber im Schloss den Keil drücke und somit „Tür offen“ nochmal simuliere, dann rutscht sie endlich etwas runter. Interessant ist, dass, wenn ich die Tür öffne, das Innenlicht nicht angeht (Beifahrerseite), die Fahrerseite funktioniert sporadisch. Was kann der Fehler sein? Vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen? MfG A. Pech

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo André, geh´ mal auf die Seiten eines E36-Forums und da auf die Technik-Seiten. Die Justage der elektrischen Fensterheber ist z.B. in diesem Thread beschrieben: http://www.motor-talk.de/forum/elektrische-fensterheber-vorne-e36-cabriolet-einstellen-t2697888.html. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Sibylle Maletz:

Sehr geehrter Herr Kessler, mein Problem ist ein Hyundai Atos, Bj.1998 mit Halbautomatik. Das Getriebe war kaputt, da Hyundai kein gebrauchtes einbaut, habe ich ein Gebrauchtes bei einer Bosch-Werkstatt einbauen lassen. Beim Abholen sagte mir der Werkstattmeister, dass ich die Kupplung bei Hyundai nachstellen lassen soll, weil die ein Gerät für die Elektronik haben, um den Bordcomputer neu zu programmieren. Deshalb bin ich mit dem Auto sofort zu Hyundai gefahren! Bei der Fahrt hat die Kupplung im ersten Gang nicht richtig gegriffen, es ruckte etwas, und die Elektronik hat gepiept, dass sollte bei Hyundai eingestellt werden. Bei Hyundai sagte man mir nun, dass der Schalthebelsensor ausgetauscht werden muss (450 Euro), da er keine Gänge anzeigt, was man dann getan hat. Aber, nun springt das Auto nicht einmal mehr an. Man hat das alte Teil wieder eingebaut, auch da springt das Auto erst gar nicht mehr an! So steht das Auto seit zwei Monaten in der Werkstatt und keiner weiß, was tun. Jetzt kann ich das Auto nicht einmal von der Werkstatt wieder nach Hause fahren. Hätten Sie einen Rat parat? Vielen Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen Sibylle Maletz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sibylle, das ist der GAU! Ein Auto, dessen Zeitwert in Richtung "Export-Möhre" tendiert, und dann ein Getriebeschaden. Das ganze bei einem "Exoten", für den es Ersatzteile und Fachwissen faktisch nur beim Vertragshändler gibt... Was technisch zu tun ist, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen, weil mir zu diesem Modell und zu diesem Problem die Erfahrung fehlt. Raten würde ich Ihnen, das Auto schnellstens zu verkaufen! Wenn Sie jetzt dem bereits "verbrannten" schlechten Geld noch mehr "gutes" hinterher werfen, verschlimmern Sie die Situation nur noch. Wenn der Hyundai-Vertragshändler keine bezahlbare Reparaturstrategie hat, bleibt Ihnen leider keine andere Wahl. Ich wünsche Ihnen Kraft bei der Entscheidung und Glück bei der Wahl des nächsten Autos (hoffentlich nicht wieder ein Exot, der "therapieresistent" ist....)

Frage von Market Brandstötter:

Hallo Autopapst, habe seit kurzem einen Chrysler Voyager, Baujahr 95. Hin und wieder leuchtet da was auf. Da ich keine Beschreibung habe, weiß ich nicht, was das ist. Die Leuchte sieht aus wie ein Kanister mit Öffnung rechts. Darunter sind Wellen und darunter ist ein X zu sehen. Was bitte ist das?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte der Vorratsbehälter für das Kühlwasser sein, der langsam leer läuft. Du solltest also Kühlmittel (50% Wasser, 50% Frostschutz) nachfüllen und dann schnellstens den Grund für den Kühlmittelverlust herausfinden. Wenn der Vorratsbehälter immer wieder und immer schneller leer läuft, ist Gefahr im Verzug! Ohne Kühlung hast Du nicht mehr lange Spaß an Deiner Neuerwerbung....

Frage von Mehmet:

Hallo lieber Autopapst, habe mir vor einer Woche einen Peugeot 206 1,1 Liter, 60 PS, Benziner, Baujahr 06/2002 gekauft. Der Wagen pfeift und quietscht im Leerlauf. Sobald ich ein kleines bisschen auf die Kupplung trete, hört es auf. Kommt ungefähr von der Fahrerseite aus im Motorraum.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Mehmet, das ist das Ausrücklager der Kupplung! Eigentlich ein billiges Standardteil, aber der Wechsel des Ausrücklagers bedingt (fast) immer den Ausbau des Getriebes. In diesem Fall empfiehlt sich der Austausch der Kupplung, weil die Arbeitszeit bei dieser Operation der teuerste Faktor ist. Unter dem Strich heißt das für Dich: Lasse alles so, wie es ist, bis das Ausrücklager ganz aufgibt. Das kann noch ein paar 10-Tausend Kilometer dauern... Dann ist aber die "große" Lösung erforderlich (Lager, Andruckplatte, Kupplungsscheibe neu, Ein-/Ausbau), die bei sofortiger Reparatur aber auch empfehlenswert ist. Du sparst also nichts, wenn Du schon vorher reparieren lässt.... Es grüßt Der Autopapst