Peugeot setzt auf CO2-arme Kleinwagen

Französische Spritspar-Modelle

Der Peugeot 207 emittiert nur 99 Gramm CO2. © Peugeot

Peugeot versucht in Deutschland seinen Marktanteil mit besonders sparsamen Modellen zu steigern. Die Franzosen bieten den Kleinwagen 207 mit einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm an.

Wer sparen will, der backt am besten kleine Brötchen. Das gilt auch für die Automobilindustrie, die inzwischen vor allem mit Hilfe kleiner Autos und kleiner Motoren auf beachtliche Verbrauchs- und somit CO2-Werte kommt. Einer, der im Geschäft mit den Kleinen ganz groß ist, heißt Peugeot. In Zahlen ausgedrückt: Etwa jedes vierte in Europa zugelassene Auto mit einem CO2-Wert unter 120 Gramm trägt den Löwen auf der Motorhaube.

Peugeot mit 17 Modellen unter 120 Gramm

Das liegt vor allem an den vielen Kleinwagenmodellen, die die Franzosen verkaufen. Insgesamt hat Peugeot derzeit 17 Modellvarianten mit einem Emissionswert unter 120 Gramm CO2 pro Kilometer im Angebot. Der Sparsamste im Bunde ist der Peugeot 207 mit dem Kürzel "99G", der nur 99 Gramm des Klimagases emittiert, gefolgt vom Peugeot 107 mit 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner und einem CO2-Wert von 103 Gramm je Kilometer.

CO2-Ausstoß von 99 Gramm, der Peugeot 207 Peugeot

Ähnlich "ökologisch korrekt" zeigt sich der Peugeot 206+ mit 1,4-Liter-Dieselmotor und 104 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer. Zu den Vorzeigesparern zählt außerdem der Bipper Tepee, der ab sofort auch mit einem 1,3-Liter-Selbstzünder und Start-Stopp-Automatik bestellt werden kann.

In dieser Kombination gibt das kleine "Nutztier" 113 Gramm CO2 in die Atmosphäre ab. Völlig ohne fossilen Brennstoff kommt dagegen der Elektro-Kleinwagen iOn aus, der seit Anfang des Monats im Rahmen eines Leasingprogramms geordert werden kann. Die monatliche Rate beträgt 491 Euro netto bei 48 Monaten Laufzeit und umfasst alle Wartungsarbeiten sowie weitere Services wie einen automatischen Notruf. Bislang sind bei Peugeot rund 600 Vorverträge unterschrieben worden, und zwar ausschließlich von Flottenbetreibern und Geschäftskunden.

Elektroauto Peugeot iOn für Carsharing

Hierzu zählt unter anderem die Deutsche Bahn, die den iOn als "E-Flinkster" im Rahmen eines Carsharing-Programms einsetzt. Bis zum Jahr 2015 will der französische Autobauer insgesamt 50.000 iOn produzieren. Der kleinste Teil davon wird in die Hand von privaten Kunden gehen, dafür ist der kleine Viersitzer derzeit einfach zu teuer - schließlich bekommt man für eine monatliche Leasingrate von 500 Euro auch eine vollausgestattete Businesslimousine.

Der Peugeot iOn Peugeot

Für den werbewirksamen Einsatz im Flottenbetrieb ist ein Elektroauto derzeit jedoch unbezahlbar. Doch die zum PSA-Konzern gehörende Marke will nicht nur mit den kleinen bzw. mit den Öko-Brötchen punkten. Schließlich lockt man die Kunden am besten mit einer leckeren Sahnetorte in die Bäckerei. Ein solch schmackhafter Imageträger ist der neue RCZ. Das Sportcoupé ist von Januar bis November dieses Jahres bereits 1 691 Mal verkauft worden und hat damit die Erwartungen des Herstellers deutlich übertroffen. Das freut die Franzosen.

Und auch die durch den leistungsstarken 2+2-Sitzer eingefahrenen Minuspunkte für das Peugeot-Klimaschutz-Konto durch einen CO2-Wert von mindestens 139 Gramm pro Kilometer können diese Freude nicht trüben, da diese durch ein paar zusätzliche Klein- und Kleinstwagenverkäufe locker wieder wett gemacht werden können: Alles in allem hofft Peugeot im kommenden Jahr in Deutschland auf rund 104.000 Pkw- und 11 000 Nutzfahrzeug-Verkäufe und damit auf einen Marktanteil von 3,4 Prozent zu kommen. (mid)