PSA Peugeot Citroën streicht Arbeitsplätze

Werkschließung droht

PSA-Chef Philippe Varin kündigt Streichungen an
Philippe Varin tritt als PSA-Chef zurück. © dpa

Bei PSA Peugeot Citroen sollen Tausende von Stellen gestrichen werden. Der größte französische Autobauer erwartet für das erste Halbjahr ein negatives operatives Minus im dreistelligen Millionen Euro-Bereich.

Der größte französische Autobauer PSA Peugeot Citroën will angesichts der düsteren Marktsituation in Europa Tausende Stellen streichen. Betroffen von den Plänen seien vor allem die Standorte in Aulnay-sous-Bois bei Paris sowie in Rennes, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Produktion in Aulnay soll eingestellt werden

In Aulnay-sous-Bois solle die Produktion 2014 ganz eingestellt werden. Dort allein arbeiten 3000 Menschen. Für das erste Halbjahr kündigte der VW-Konkurrent erneut ein negatives Nettoergebnis an. Im Autogeschäft werde ein operatives Minus von rund 700 Millionen Euro erwartet.

«Ich bin mir voll und ganz darüber im Klaren, wie schwerwiegend die Ankündigungen sind und was für einen Schock und was für Emotionen sie innerhalb des Unternehmens und in seiner Umgebung auslösen werden», kommentierte Konzernchef Philippe Varin. Die Stärke und die Dauer der Krise in Europa machten die Reorganisation allerdings unausweichlich. Das Unternehmen werde alles dafür tun, dass der Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich erfolge.

Die am Donnerstag vorgestellten Pläne sehen vor, rund 1500 Mitarbeitern des Werks in Aulnay andere Stellen in der Gruppe anzubieten. Die anderen Hälfte der 3000 Beschäftigten soll in der Region Jobs bei anderen Unternehmen angeboten bekommen. Ein ähnliches Vorgehen ist im Werk in Rennes geplant, wo 1400 von 5600 Stellen wegfallen sollen. Weitere 3600 Mitarbeiter in ganz Frankreich werden nach PSA-Angaben Angebote für einen freiwilligen Verzicht auf ihren Arbeitsplatz bekommen. Das detaillierte Restrukturierungspaket soll am 25. Juli vorgestellt werden. Dann legt der Konzern auch seine Halbjahreszahlen vor. (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.