Opel-Chef Sedran peilt Nummer 2 in Europa an

Hohe Ziele

Opel-Chef Sedran peilt Nummer 2 in Europa an
Opel-Chef Thomas Sedran setzt hohe Ziele. © Opel

Opel leidet derzeit an der Absatzkrise in Europa. Doch Opel-Chef Thomas Sedran setzt auf den vollen Erfolg der neuen Produkte.

Interims-Chef Thomas Sedran sieht Opel trotz der zuletzt herben Absatzverluste auf gutem Weg zurück zum Erfolg. Der Autobauer werde mit neuen Modellen Konkurrent Ford überholen und wieder zur Nummer 2 auf Europas Automarkt aufsteigen, sagte Sedran am Mittwoch beim Tag der Automobilwirtschaft in Nürtingen: «Wir haben eine Wachstumsoffensive gestartet. Wir stoßen mit neuen Produkten in wachsende Fahrzeugsegmente und auch in neue Märkte vor.» Die Adam Opel AG habe einen klaren Wachstumsplan, betonte Sedran: «Wir wollen die zweitstärkste Pkw-Marke in Europa werden – und zwar profitabel. Ohne uns Marktanteile zu kaufen.»

GM steht fest zu Opel

Zuletzt war über eine Fusion mit dem französischen Konkurrenten Peugeot-Citroën spekuliert worden. Sedran stellte auf der Veranstaltung des Instituts für Automobilwirtschaft abermals klar, dass sich die US-Mutter General Motors (GM) nicht von Opel trennen werde: «Opel ist voll und ganz in die globale GM-Organisation eingebunden und nimmt bei der Produktentwicklung wichtige Aufgaben innerhalb des GM-Entwicklungsverbundes wahr.»

Die Absatzkrise in Europa hat den Opel-Verkauf zuletzt einbrechen lassen. Im September setzte die Marke mit dem Blitz in der EU 15,6 Prozent weniger Neuwagen ab als im Vorjahresmonat, der Marktanteil schrumpfte von 7,9 auf 7,5 Prozent. Damit liegen die Rüsselsheimer hinter Ford (Marktanteil 8,2 Prozent) und Branchenführer Volkswagen (Marke VW 11,9 Prozent).

Opel investiert gegen die Krise

Die Konkurrenz will Sedran mit Milliardeninvestitionen in Modelle, Motoren und das Image angreifen. Das unterscheide Opel «von manch einem Konkurrenten, der in der Krise einfach mal an Produktinvestitionen spart».

Zudem plant Opel, seine Fahrzeuge günstiger zu produzieren. Er sehe den Autobauer auf einem sehr guten Weg in eine Zukunft, sagte Sedran: «Mit harter Arbeit und konsequenter Umsetzung unseres Plans ... werden wir wieder nachhaltig erfolgreich sein.» Einen Zeitplan nannte Sedran nicht. Im ersten Halbjahr 2012 häufte Opel/Vauxhall einen Verlust von 617 Millionen Dollar (473 Mio Euro) an. (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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