Opel plant Bau von Oberklassemodell

Ankündigung von Chef Stracke

Opel plant Bau von Oberklassemodell
Der Opel Insignia soll einen größeren Bruder erhalten © Opel

Der Autobauer Opel will wieder Oberklasse-Modelle bauen. einsteigen. Wie Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke sagte, könne ein neues Premiummodell in vier bis fünf Jahren auf den Markt kommen.

Der Rüsselsheimer Automobilhersteller Opel will wieder in das Geschäft mit Oberklasse-Modellen einsteigen. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke sagte der «Welt am Sonntag», bereits in vier bis fünf Jahren könne ein neues Flaggschiff auf den Markt kommen.

«Ich möchte die Marke Opel insgesamt höherwertig positionieren, wir wollen noch mehr in Richtung der gehobenen Liga», sagte Stracke, der vor wenigen Wochen die Führung von Opel übernommen hat. Ein Flaggschiff oberhalb des «Insignia» würde die Produktpalette deutlich aufwerten. Geplant sei dabei ein Geländewagen-Kombi (SUV) mit attraktivem Design und großer Funktionalität, der «Premiumansprüchen genügen» soll.

Ein Opel Insignia allein reicht nicht

«So erfolgreich unser Flaggschiff Insignia auch ist, die Marke Opel kann sich langfristig damit nicht allein begnügen», zitiert das Blatt den Manager. Einen direkten Angriff auf die Premiumkonkurrenz BMW, Mercedes oder Audi will Stracke den Angaben zufolge aber nicht wagen. Bis 2014 will Opel insgesamt 30 neue Produkte auf den Markt bringen - vor allem im Bereich der Elektroautos.

Trotz massiver Sanierungsanstrengungen fährt Opel weiter hohe Verluste ein. Der bisherige Opel-Chef und jetzige Präsident des GM-Europageschäfts, Nick Reilly, will das Europageschäft mit der Hauptmarke Opel/Vauxhall in diesem Jahr jedoch operativ zurück an die Gewinnschwelle führen. Im vergangenen Jahr hatte Opel noch 1,76 Milliarden Dollar Verlust gemacht.

Neuen Schub soll die GM-Tochter auch durch wachsende Verkäufe außerhalb Europas bekommen. Bislang war eine Expansion dort für die Rüsselsheimer schwierig, weil der Mutterkonzern in Detroit Opel und die Schwestermarke Vauxhall auf das Europageschäft konzentrieren wollte. «Ich denke, wir könnten in drei Jahren auf ein Niveau von etwa 150 000 Fahrzeugen kommen, die wir dann pro Jahr außerhalb Europas verkaufen», sagte Stracke. (dpa)

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