Rösler lehnt staatliche Hilfen für Opel ab

Nach Aus für Werk Bochum

Bundeswirtschaftsminster Rösler lehnt Staatshilfen für Opel ab.
Bundeswirtschaftsminister Rösler lehnt Staatshilfen ab. © dpa

Die Bundesregierung hat mit Bedauern auf das geplante Aus für die Autoproduktion im Bochumer Opel-Werk ab dem Jahr 2016 reagiert. Wirtschaftsminister Rösler lehnte Staatshilfen für den Hersteller indes ab.

Die Bundesregierung hat mit großem Bedauern auf das geplante Aus für die Autoproduktion im Opel-Werk Bochum reagiert. "Das ist ein schwerer Schlag für die betroffenen Menschen, für ihre Familien, aber auch für den Industriestandort Bochum", sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter am Montag in Berlin.

"Die Bundesregierung sieht Opel als ein wichtiges Traditionsunternehmen der deutschen Automobilindustrie und hat die Erwartung an den Mutterkonzern General Motors, dass er alles unternimmt, um sozialverträgliche Lösungen zu finden."

Regierung sieht Unternehmen in Verantwortung

Die Bundesregierung begrüße zugleich die Absicht, den Logistikstandort zu erhalten und weiter auszubauen. Dass die Schließung erst im Jahr 2016 vollzogen werden solle, gibt den Betroffenen nach den Worten Streiters "wenigstens Zeit, sich neu zu orientieren. Opel-Arbeiter sind bestens ausgebildet und haben in Zeiten des Fachkräftemangels sicher gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt." Auch die Bundesagentur für Arbeit werde helfen, wo sie dies könne.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat staatliche Hilfen für Opel abgelehnt. Rösler bezeichnete das geplante Aus für die Autoproduktion 2016 in Bochum am Montag als bedauerlich. "Trotzdem kann Politik hier nicht einspringen. Es ist nicht Aufgabe des Staates, hier dem Unternehmen durch staatliche Hilfen finanziell zumindest kurzzeitig aus der Patsche zu helfen", sagte Rösler in Berlin. Das müsse das Unternehmen durch eigene Entscheidungen selbst auf den Weg bringen. "Wir sehen umso mehr das Unternehmen in Verantwortung, bei Schließung auch für entsprechende Alternativen vor Ort zu suchen." (AG/dpa)