Opel und ADAC starten Rennserie für E-Autos

Das Opel Corsa-e Rally Concept © Opel

Opel und der ADAC starten mit dem e-Rally Cup die weltweit erste Rennserie für Elektrofahrzeuge. Vorgestellt wird der Rallyewagen auf Basis des Corsa-e auf der IAA.

Mit der neuen Elektro-Rennserie setzen Opel und der ADAC ihre Partnerschaft fort, nachdem man jahrelang bereits den „ADAC Opel Rallye Cup“ ausgerichtet hatte. Diese Veranstaltung war ein Einstieg für junge Fahrer in den Rallyesport. Die besten Piloten konnten dabei im ADAC Opel Rallye Junior Team ihr Können in einem Adam R2 unter Beweis stellen.


Mit dem Start der neuen Rennserie löst der neue Opel Corsa-e den ADAM auf der Rallyepiste ab. Der neue E-Renner leistet 136 PS bei einem maximalen Drehmoment von 260 Newtonmeter. Die neue Rennserie soll im Sommer 2020 starten.

„Der Corsa-e ist das Elektroauto für alle – voll alltagstauglich und absolut erschwinglich. Attribute, die auch und gerade im Motorsport zählen“, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller. Auf Basis des neuen Corsa-e, der im Frühjahr zu einem Preis von knapp unter 30.000 Euro auf den Markt kommt, haben die Rüsselsheimer nun als erste Hersteller ein elektrisches Rallyefahrzeug.

ADAC hofft auf Signalwirkung

Mit dieser neuen Rennserie will man Elektroantriebe erstmals in den Breitensport bringen, wie ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk sagte. „Gerade in der Nachwuchsförderung eröffnen uns das innovative Konzept und die Zusammenarbeit mit der Groupe PSA neue Möglichkeiten. Ich bin mir sicher, dass der ADAC Opel e-Rally Cup weit über die Grenzen von Deutschland hinaus eine Signalwirkung für den Motorsport hat.“

Wie Opel am Donnerstag mitteilte, soll der ADAC Opel e-Rally Cup im Rahmen der Deutschen Rallye-Meisterschaft sowie ausgewählten weiteren Veranstaltungen ausgetragen werden. Es soll ab dem Sommer kommenden Jahres mindesten mindestens acht Wertungsläufe geben. Mit der neuen Rennserie sollen junge Talente an den Rennsport herangeführt werden.

„Opel ist traditionell mit dem Rallyesport eng verbunden“, sagte Lohscheller und verweist auf die Historie des Autobauers mit bis heute sieben Europameisterschaften und dem Weltmeistertitel 1982 mit Walter Röhrl und Christian Geistdörfer im Opel Ascona 400. „Nun geht es elektrisch weiter und die Fans werden staunen, welche Performance in unserem e-Cup-Fahrzeug steckt“, so der Opel-Chef. Im e-Rally Cup kommen zunächst 15 Fahrzeuge zum Einsatz. Für Kundenteams soll sich der Preis eines Rallye-Corsas unterhalb von 50.000 Euro netto bewegen.

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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