Opel im ersten Halbjahr mit «exzellentem Ergebnis»

Gewinn von 110 Millionen Euro

Opel-Chef Michael Lohscheller mit dem neuen Mokka, der auch als E-Version angeboten wird. © Opel

Der PSA-Konzern konnte das erste Halbjahr trotz der Corona-Pandemie mit einem Plus beenden. Der Rüsselsheimer Autobauer Opel vermeldete ebenso einen Gewinn.

„Auch Opel/Vauxhall bleibt profitabel: Wir haben es geschafft, einen operativen Gewinn von 110 Millionen Euro beizusteuern. Das entspricht einer operativen Marge von 2 Prozent“, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller auf LinkedIn.


PSA-Finanzvorstand Philippe de Rovira nannte am Dienstag in einer Telefonkonferenz nannte das Abschneiden von Opel unter den widrigen Umständen ein «exzellentes Ergebnis».

Umsatz von PSA deutlich gesunken

Der Umsatz des französischen Konzerns, der auch die Marken Peugeot, Citroën und DS führt, sank von Januar bis Ende Juni jedoch gemessen am Vorjahreszeitraum um 34,5 Prozent auf 25,1 Milliarden Euro. Der auf den Konzern entfallene Nettogewinn betrug 595 Millionen Euro nach 1,83 Milliarden Euro zuvor.

Zu der geplanten Fusion mit dem italienisch-amerikanischen Hersteller Fiat Chrysler (FCA) sagte de Rovira, man sei zuversichtlich, den Deal wie geplant Anfang kommenden Jahres abschließen zu können. Es gebe «normale Gespräche» mit der Brüsseler EU-Kommission, die bei dem Zusammenschluss Wettbewerbsbedenken geltend gemacht hatte.

Bisherige Deadline in Vorwoche ausgesetzt

Die bisherige Deadline für die vertiefte Prüfung der Megafusion wurde von der Brüsseler Aufsichtsbehörde in Vorwoche vorläufig ausgesetzt. Zuletzt hatte die Kommission sich Zeit bis zum 13. November genommen, um das Vorhaben genauer daraufhin zu untersuchen, ob es dem Wettbewerb in der EU schadet. Die Behörde hat nach dem Beschluss einer tiefgreifenden Prüfung 90 Arbeitstage Zeit für eine Entscheidung, die Frist war aber zwischenzeitlich auch schon einmal um 15 Arbeitstage verlängert worden.

Einen konkreten Grund für die Aussetzung der Deadline nannten die Aufseher nicht. Oft setzen die Kartellwächter die Fristen aus, um weitere Informationen von den beteiligten Firmen einzuholen. PSA mit den Marken Peugeot, Citroën, Opel und DS sowie FCA hatten ihre Fusion im Dezember beschlossen. Damit soll der viertgrößte Autohersteller der Welt entstehen. Derzeit rechnen die Unternehmen mit einem Abschluss des Deals im ersten Quartal 2021. (FM/dpa)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie Ihren Namen ein