Opel Automobile bündelt Geschäfte

Brexit beschert Quartalsverluste

Opel in Rüsselsheim
Opel in Rüsselsheim © dpa

Als Teil der PSA Group bündeln Opel/Vauxhall alle Geschäfte in einer GmbH. Die zum Verkauf stehende Marke aus Rüsselsheim fuhr im ersten Quartal erneut Verluste ein.

Die Adam Opel AG ist Geschichte. Wie bereits Anfang des Monats angekündigt, werden die Geschäfte des Autoherstellers aus Rüsselsheim als künftiger Teil der PSA Group unter einem Dach unter dem Namen „Opel Automobile GmbH gebündelt. Dieser Name wurde jetzt beim Handelsregister angemeldet, wie Opel mitteilte.

Nach der Umwandlung der Adam Opel AG wird im nächsten Schritt die Opel Group GmbH auf die Adam Opel GmbH verschmolzen. In einem weiteren Schritt werden die Aktivitäten von Opel/Vauxhall ebenfalls unter dem Dach der neu gegründeten Gesellschaft integriert.

Durch die Zusammenführungen soll die Organisationsstruktur vereinfacht werden. Keine Veränderungen gibt es bei den Mitbestimmungsrechten der Arbeitnehmer. Sowohl sämtliche arbeitsrechtlichen Pflichten der derzeitigen Gesellschaften als auch deren Tarifverträge werden übernommen.

Opel fährt Verluste ein

Opel selbst hat im ersten Quartal des Jahres einen weiteren Verlust eingefahren. Der US-Mutterkonzern General Motors begründete den operativen Quartalsverlust von 201 Millionen Dollar (184 Mio Euro) vor Zinsen und Steuern am Freitag unter anderem mit dem Verfall des Pfunds nach der Entscheidung der Briten zum EU-Austritt. In Großbritannien ist Opel mit seiner Schwestermarke Vauxhall stark vertreten.

Opel-Chef Karl Thomas Neumann verwies angesichts des erneuten Verlusts auch auf hohe Investitionen zur Entwicklung und Einführung neuer Modelle. «Unser Produktportfolio ist deutlich jünger als das unserer relevanten Wettbewerber. Das ist eine große Chance, auch neue Kunden zu gewinnen», erklärte er in Rüsselsheim. Man sei zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Jahres.

Nach jüngsten Konzernzahlen haben Opel und Vauxhall mit 315.000 Autos in den ersten drei Monaten dieses Jahres rund 8000 Einheiten mehr verkauft als ein Jahr zuvor. Das war eine Steigerung um 2,6 Prozent.

GM hat sich mit dem französischen PSA-Konzern grundsätzlich auf einen Verkauf des Europageschäfts geeinigt. Die Franzosen sollen für das GM-Europageschäft inklusive Vauxhall und der Finanzsparte rund 2,2 Milliarden Euro zahlen. GM rechnet nach eigenen Angaben mit einer Belastung von 4,5 Milliarden Dollar (4,1 Mrd Euro) aus dem Deal. Opel/Vauxhall beschäftigt 38.000 Mitarbeiter in sieben europäischen Ländern, die Hälfte davon in Deutschland. (AG/dpa)