Opel bekennt sich zu seinen Werken

Opel-Werk in Rüsselsheim. © dpa

Opel sieht dank seines Sanierungsprogramms Pace seine Wettberwerbsfähigkeit gesteigert. „Pace funktioniert“, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller.
Ein Jahr nach Vorstellung des Plans zur Neuausrichtung des Unternehmens bekräftigt der Autobauer Opel sein Bekenntnis zu seinen zehn Werken in Europa. «Opel steht weiter klar zu dem Ziel, auf Werksschließungen zu verzichten», teilte der Hersteller am Donnerstag in Rüsselsheim mit. In Deutschland produziert Opel am Stammsitz Rüsselsheim sowie in Eisenach und Kaiserslautern. Im Ausland gibt es je zwei Werke in England und Polen sowie je einen Standort in Spanien, Ungarn und Österreich.

«Gemeinsam haben wir uns in den vergangenen zwölf Monaten neu aufgestellt», bilanzierte Michael Lohscheller. Das Management arbeite weiterhin mit voller Kraft daran, «Opel als deutsche Marke nachhaltig und erfolgreich» aufzustellen.


Kosten deutlich reduziert

Die Kosten seien deutlich reduziert worden, rechnete Lohscheller vor, allein im ersten Halbjahr um 28 Prozent. Dank der Zusammenarbeit mit der neuen Unternehmensmutter PSA könne Opel viele Fahrzeuge um bis zu 50 Prozent günstiger entwickeln. Die Peugeot/Citroën-Mutter PSA hat seit dem 1. August 2017 das Sagen bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall.

Lohscheller erinnerte daran, dass Opel nach fast 20 verlustreichen Jahren im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 502 Millionen Euro operativen Gewinn ausgewiesen hat. «Und wir arbeiten weiter konzentriert an unserem Erfolg.» Am 9. November 2017 – 100 Tage nach Übernahme durch die Franzosen – hatte Opel sein Sanierungsprogramm «Pace» (engl. Tempo) vorgestellt. Der Hersteller nahm sich damals vor, ohne betriebsbedingte Kündigungen und ohne Werkschließungen die Kurve in die Gewinnzone zu kriegen. Für die Beschäftigten gilt eine Jobgarantie bis Mitte 2023. (AG/dpa)

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