General Motors investiert kräftig in Opel

Zweites Flaggschiff für Rüsselsheim

General Motors investiert kräftig in Opel
GM-Chefin Mary Barra freut sich, Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hofft. © Opel

General Motors hat Tochter Opel klare Zusagen für hohe Investitionen gemacht. GM-Chefin Mary Barra kündigte ein zweites Flaggschiff für den Stammsitz Rüsselsheim an.

Am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim wird bis zum Ende des Jahrzehnts mit einem großen SUV ein zweites Flaggschiff neben dem Insignia vom Band laufen. Zugleich kündigte GM-Chefin Mary Barra bei ihrem zweiten Besuch hohe Investitionen in Höhe von einer dreiviertel Milliarde Euro an. „Opel ist von hoher strategischer Bedeutung für GM. Die Opel-Produktoffensive mit 27 neuen Modellen und 17 neuen Motoren ist sehr erfolgreich gestartet. Diese zusätzlichen Investitionen werden helfen, die Strahlkraft der Marke zu erneuern und unsere Position in Europa zu stärken. Und sie sind ein klares Bekenntnis von GM zu Opel, zu Deutschland und zu Europa“, sagte Barra.

Rückendeckung für Opel durch GM

Neben den bereits im März angekündigten 245 Millionen Euro für den Stammsitz packt die Opel-Mutter zusätzlich 500 Millionen Euro für weitere Investitionen in die Produktion einer neuen Motoren- und Getriebefamilie in den Werken Rüsselsheim, Kaiserslautern und im polnischen Tichy drauf.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann freute sich über das klare Signal: „General Motors und Opel stehen enger zusammen als jemals zuvor.“ Opel genieße die volle Rückendeckung von GM. „Die zusätzlichen Investitionen sind ein weiterer Beleg für die hervorragende Zusammenarbeit.“

Dritte Schicht für Opel-Werk Eisenach

Die neuen Maßnahmen wurden gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern gefällt. „Das Maßnahmenpaket basiert auf bestehenden tarifvertraglichen Zusagen. Der Tarifvertrag ist eine wichtige Voraussetzung für Opels Weiterfahrt auf der Überholspur. Er hilft mit, unseren Wachstumskurs mit sicheren und wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen fortzusetzen“, sagte Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug.

Neben den Zusagen für die Motoren- und Getriebeoffensive kündigte Neumann zudem an, dass ab Mitte des Jahres 2015 im Opel-Werk in Eisenach eine dritte Schicht eingeführt werde. „Die Nachfrage nach dem Adam und dem neuen Corsa ist hoch.“ So sollen bereits vor der Markteinführung der fünften Generation 45.000 Bestellungen für den Corsa vorliegen.

Zwei neue Führungskräfte für Opel

Zugleich erweitert Opel die Management-Struktur. Zum ersten Januar 2015 wird Charlie Klein neuer Vice President Vehicle Engineering Europe und verantwortet alle europäischen Aktivitäten innerhalb der weltweiten Fahrzeugentwicklung von General Motors. Der 54-Jährige ersetzt Mike Ableson, der in die USA zurückkehrt und bei GM als Vice President of Global Product Planning and Program Management die weltweite Leitung des Bereichs Produktplanung übernimmt, wie der Hersteller mitteilte.

Ebenfalls zum Jahreswechsel wird Carsten Wreth die neu geschaffene Position des Vice President, Customer Experience Europe, übernehmen. Der 49-Jährige kommt von Telefonica Global Services und berichtet an Peter Küspert, Vice President Sales & Aftersales der neu geschaffenen Opel Group. (AG/TF)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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