Bei General Motors schmilzt der Gewinn

Quartals-Zahlen aus Detroit

General Motors hat das erste Quartal mit einem Gewinn über eine Milliarde Dollar abgeschlossen. Der Gewinneinbruch lag nur zu einem kleinen Teil an den schwächelnden Töchtern Opel und Vauxhall.

General Motors (GM) hat in den ersten drei Monaten des Jahres einen Gewinn über eine Milliarde erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind das über zwei Drittel weniger. Von Januar bis März 2011 standen 3,2 Milliarden Dollar unterm Strich. Damals hatte GM durch den Verkauf von Anteilen an Tochtergesellschaften übermäßig gut verdient.

Rekordnachfrage in China nach GM-Modellen

"Die wirtschaftliche Erholung in den USA, eine Rekordnachfrage nach GM-Automobilen in China und das globale Wachstum der Marke Chevrolet hat GM geholfen, solide Gewinne zu erzielen", sagte GM-Chef Dan Akerson.

Während in Nordamerika der Gewinn bei 1,7 Milliarden Dollar um 400 Millionen Dollar gesteigert werden konnte und in Südamerika der Gewinn von 100 Millionen Dollar gleich blieb, gab es in Europa einen Verlust über 256 Millionen Dollar, umgerechnet 195 Millionen Euro.

12,3 Prozent weniger Autos in Europa

"In Südamerika wirken sich die neuen Produkte bereits positiv aus, während es in Europa noch einiges zu tun gibt. Wir werden weiter an der Optimierung von Umsatzerlösen und Kosten arbeiten, bis wir mit GM ein wettbewerbsfähiges Profitabilitätsniveau erreichen", so Akerson weiter.

In Rüsselsheim haben die Verantwortlichen der GM-Tochter Opel bereits Beratungen über die Sanierung der Marke mit Blitz aufgenommen. In den ersten drei Monaten sanken die Verkäufe von Opel und Vauxhall in Europa von 309.735 auf 271.711 Einheiten, was einem Verlust über 12,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Von der anhaltenden Absatzschwäche auf dem europäischen Markt sind jedoch auch viele andere Hersteller betroffen. So sank der Absatz der Renault Group um 23,1, der von Fiat um 20,3 Prozent, PSA Peugeot Citroen verzeichnete im ersten Quartal ein Minus über 17,3 Prozent. Der europäische Gesamtmarkt ging im ersten Quartal um 7,7 Prozent zurück. (AG/TF)