Opel fährt weiter Verluste ein

Plus beim Absatz

Opel fährt weiter Verluste ein
Für das Opel-Werk in Bochum gibt es zahlreiche Interessenten © dpa

Opel verharrt auch im ersten Quartal 2011 in der Verlustzone. Hoffnung keimt beim angeschlagenen Autobauer aber durch den gestiegenen Absatz auf. Opel-Mutter GM verdiente drei Mal soviel wie im Vorjahreszeitraum.

Der Autobauer Opel fährt weiter hohe Verluste ein. Im ersten Quartal 2011 verlor die US-Mutter General Motors (GM) mit ihrem Europageschäft um Opel und die kleinere britische Schwester Vauxhall vor Zinsen und Steuern (EBIT) 390 Millionen Dollar (263 Millionen Euro). Das teilte der Konzern am Donnerstag in Detroit mit. Im Schlussquartal 2010 hatte der Verlust bei 568 Millionen Dollar gelegen, in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 bei 477 Millionen Dollar.

GM verdient an Firmenverkäufen

Beim Absatz konnte der im Umbau befindliche Autohersteller mit Stammsitz in Rüsselsheim aber zulegen: Von Januar bis Ende März wurden nach GM-Angaben 320.000 Autos der Marken Opel und Vauxhall abgesetzt - nach 295.000 ein Jahr zuvor. Die Produktion legte im Quartalsvergleich von 305.000 auf 344.000 Fahrzeuge zu.

GM sieht sein Europageschäft auf dem Weg zurück zur Profitabilität. Der bisherige Opel-Chef und jetzige Präsident des GM- Europageschäfts, Nick Reilly, hatte mehrfach verkündet, er wolle Opel in diesem Jahr operativ zurück an die Gewinnschwelle führen. Nach den Kosten für die laufende Restrukturierung wird aber noch einmal ein Minus von 500 Millionen Euro erwartet. Für 2012 hatte Reilly kräftige Gewinne in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr hatte Opel einen Verlust von 1,76 Milliarden Dollar eingefahren.

Die Opel-Mutter GM verdiente im ersten Quartal 2011 so gut wie seit Jahren nicht: Starke Autoverkäufe und die Trennung von Anteilen an ehemaligen Tochterfirmen trieben den Gewinn unter dem Strich auf 3,2 Milliarden Dollar - mehr als dreimal so viel wie ein Jahr zuvor.

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