Elektroautos müssen in den USA bald lauter werden

US-Kongress verabschiedet Gesetz

Der Chevrolet Volt ist Ende des Jahres in den USA auf den Markt gekommen
Der Chevrolet Volt ist Ende des Jahres in den USA auf den Markt gekommen © Chevrolet

Der US-Kongress hat ein Gesetz verabschiedet, nach dem Elektro- und Hybridautos zukünftig deutlich zu hören sein müssen. Damit sollen Unfälle mit Fußgängern vermieden werden.

Nahezu lautlose Autos sind in den USA künftig tabu. Der US-Kongress verabschiedete am Donnerstag (Ortszeit) mit großer Mehrheit ein Gesetz, wonach auch geräuscharme Elektro- und Hybridautos im Straßenverkehr deutlich zu hören sein müssen. Damit sollen Unfälle etwa von blinden Fußgängern verhindert werden, die Fahrzeuge nicht sehen, sondern nur hören können. Auch für Jogger, Radfahrer und kleine Kinder sollen die Straßen damit sicherer werden.

Lautstärke innerhalb 18 Monate festlegen

Die Verkehrsbehörden haben nun 18 Monate Zeit, eine minimale Lautstärke festzulegen, die für extrem leise Autos gelten soll. Das könne etwa durch Warnsignale erreicht werden. Das Gesetz sieht vor, dass die Geräusche automatisch ertönen, wenn ein Wagen mit niedriger Geschwindigkeit fährt. Die Fahrer sollen sie nicht eigens ein- und ausschalten dürfen.

Die neue Regelung wurde von den beiden großen Vereinigungen der US-Automobilindustrie unterstützt. Der nationale Blindenverband begrüßte sie als Wahrung des Rechts für Blinde, eigenständig und sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Das Gesetz muss noch von US-Präsident Barack Obama unterschrieben werden.

Auch wenn es in Deutschland noch kein derartiges Gesetzt gibt, arbeiten Hersteller wie Daimler daran, ihre Elektroautos akustisch wahrnehmbarer zu machen. (AG/dpa)