Opel Adam sorgt für Auslastung in Eisenach

Sonderschichten statt Kurzarbeit

Der Opel Adam begibt sich auf den Laufsteg.
Der Opel Adam kommt bei den Kunden gut an. © Opel

Durch die Produktion des Adam ist das Opel-Werk in Eisenach gut ausgelastet. Auch der Mokka könnte der Produktionsstätte in Thüringen gut tun.

Nach der Hängepartie mit Kurzarbeit in vergangenen Jahren rollt die Produktion bei Opel in Eisenach jetzt. "Die Auslastung ist gut. Es werden voraussichtlich auch im dritten Quartal einige Sonderschichten gefahren", sagte der scheidende Betriebsratschef der Opel Eisenach GmbH, Harald Lieske, der Nachrichtenagentur dpa. Für die Auslastung des Werkes im Zwei-Schicht-Betrieb sorgt vor allem das neue Lifestyle-Auto Adam, das seit Jahresbeginn in Serienproduktion nur in dem Thüringer Opel-Werk gebaut wird. Erstmals seit langer Zeit ist Opel Eisenach damit keine reine Corsa-Fabrik mehr. Mit rund 1600 Beschäftigten ist Opel ein großer Arbeitgeber in der Region.

Opel Corsa könnte von Mokka profitieren

Zusätzlich profitieren könne das Werk, wenn die Entscheidung des Mutterkonzerns General Motors (GM) für eine Produktionsverlagerung des kompakten Geländewagens Mokka von Korea nach Europa fällt, sagte Lieske. "Im Augenblick ist das noch Spekulation. Aber es wird in der Belegschaft viel diskutiert". Die Produktion des Mokka könnte nach Saragossa oder Eisenach gehen, wird spekuliert. Egal wie die Entscheidung ausfalle, "wir werden in Eisenach davon profitierten", sagte Lieske.

Grund sei eine faire Arbeitsteilung zwischen dem Thüringer und dem spanischen Werk. In beiden wird der Kleinwagen Corsa produziert. Letztlich würde bei der Aufnahme eines weiteren Modells Corsa-Produktionsvolumen zwischen beiden Standorten umverteilt, sagte Lieske. "Derzeit bauen wir in Eisenach 36 Autos pro Stunde." Weil der neue Stadtflitzer Adam gut laufe, mache er etwa zwei Drittel der Produktion aus.

Montagesätze des Opel Corsa für Weißrussland

Betriebsräte und Management von Opel suchen angesichts der Absatzprobleme nach Wegen, die Werke in Europa besser auszulasten. Mehr Produktion für Eisenach gebe es auch durch die GM-Entscheidung, den Kleinwagen Corsa von 2014 an auch in Weißrussland zu bauen, sagte Lieske. "Wir liefern Montagesätze, eigentlich fertige Autos, die in Weißrussland dann wieder zusammengebaut werden."

Lieske, der mehr als zwei Jahrzehnte Betriebsratschef der Opel Eisenach GmbH war, geht Ende Juni in den Ruhestand. Zu seiner Verabschiedung haben sich Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) und Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann angekündigt. (dpa)