Opel zeigt elektrischen Cityflitzer Rak e

Trend auf der IAA

Opel-Chef Stracke hat dem Aufsichtsrat seinen Sanierungsplan vorgelegt. © dpa

Kabinenroller werden auf der 64. IAA zum Trend. Opel rechnet dem Rak e reelle Chancen auf eine Serienfertigung zu.

Von Thomas Flehmer

Der Trend ist unübersehbar. Nachdem Audi bereits vor zwei Tagen sein urban concept vorgestellt hat und die Technische Universität München den Mute in Frankfurt präsentieren wird, stellt auch Opel mit dem Rake ein elektrisches in Form eines Kabinenrollers vor. "Der Rak e ist unser nächster Schritt in die Elektromobilität", sagte Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke bei der Präsentation in Halle 8. Während früher diese Studien schnell in den Lagern verschwanden, wird bei Opel mit sehr reellen Serienchancen für das neue Modell gerechnet. Darstellbar, so ist am Opel-Stand zu hören, sei ein solches Fahrzeug für rund 12.000 Euro.

Ein Euro für 100 Kilometer Fahrt im Rake

Der Name leitet sich aus einem früheren Forschungsfahrzeug Rak ab, "einem Forschungsfahrzeug aus den 20er Jahren des letzten Jahrhundert", so Stracke. Das e für Elektro wurde dann rangehängt. Der Zweisitzer soll die mobilen Bedürfnisse des Alltags bewältigen. Der Einstieg ähnelt der Audi-Konzeptstudie. Das Glasdach öffnet sich nach oben und auch die Lenksäule fährt hoch um genügend Platz zum Einsteigen zu offerieren.

Angetrieben wird der Rake durch eine Lithium-ionen-Batterie mit 49 PS, mit der eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erreicht werden kann. Die Betriebskosten gibt Opel mit einem Euro für 100 Kilometer an, auch die Reichweite geht über 100 KIlometer. Der Ladevorgang soll sich über drei Stunden hinziehen. „Der Rake könnte neben dem Ampera, der dank Range Extender Reichweiten über 500 Kilometer meistert, als Zweitauto für den Stadtverkehr zur Verfügung stehen“, sagt Opel-Pressesprecher Patrick Munsch.

Beschränkte Alltagstauglichkeit

Die Alltagstauglichkeit bleibt allerdings begrenzt, da das lediglich 380 Kilogramm wiegende Elektromobil nicht weiter mit Gewicht belastet werden sollte. So fehlt ein Kofferraum, um den schnellen Einkauf zu erledigen. Die Kiste Wasser müsste dann auf dem etwas nach hinten versetzten Beifahrersitz gestellt werden.

Wie beim Renault Twizy, dem türlosen Spaßfahrzeug, wird Opel auch eine gedrosselte Version bis zu einer Höchstgeschwindigkeit über 45 km/h anbieten, die dann von Fahrern ab 16 Jahren gesteuert werden kann. "Damit holen wir die Kunden schon früher an das Auto heran", so Munsch.

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.