Neue Image-Kampagne: Opel hält Berlin mobil

Hilfe für S-Bahn-Pendler in der Hauptstadt

Neue Image-Kampagne: Opel hält Berlin mobil
Opel startet eine neue Kampagne in Berlin. © Opel

Mit seiner Imagekampagne „Umparken im Kopf“ hat Opel für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Nun starten die Rüsselsheimer ihre nächste Aktion. Diesmal sorgen sie für Ersatzverkehr in Berlin.

Wer auffallen will, der muss ungewöhnliche Ideen haben. Das sagt sich auch Opel. Nachdem der Autobauer mit seiner ungewöhnlichen Imagekampagne "Umparken im Kopf" deutschlandweit für viel Aufmerksamkeit gesorgt hatte, gehen die Rüsselsheimer nun die nächste Aktion an. Und dafür hat sich die GM-Tochter Berlin ausgesucht.

Hier werden die Berliner nicht nur wegen des scheinbar nie fertig werdenden Hauptstadtflughafens BER auf eine endlose Geduldsprobe gestellt, sondern auch immer wieder wegen der Probleme mit der S-Bahn. Nun auch wieder zwischen dem 14. Juli und dem 25. August. Diesmal ist die Strecke zwischen dem Ostbahnhof und dem Zoologischen Garten betroffen. Wegen Gleiserneuerungen verkehren die S-Bahnen in diesem Zeitraum auf einer der wichtigsten Strecke der Hauptstadt nicht. Erst wird zwischen dem 14. Juli bis zum 4. August der Abschnitt zwischen Friedrichstraße und Zoologischer Garten erneuert, anschließend werden die Schienen zwischen Ostbahnhof und Friedrichstraße ausgetauscht. Opel wird diese Zeit nutzen, um die Reisenden dennoch ohne größere Mühe von A nach B zu bringen, denn der Autobauer bietet einen temporären Ersatzverkehr an.

Opel-Rent für einen Euro am Tag

Dabei stehen den Reisenden und Pendlern drei Alternativen zum Schienenersatzverkehr der Berliner Verkehrsbetriebe BVG zur Verfügung. Zum einen können die Besitzer einer BVG-Monats- oder Jahreskarte zu einem der 14 Berliner Opel-Händler gehen und ein Opel-Modell für einen Euro am ersten Tag anmieten. 100 gefahrene Kilometer sind zudem frei. Alle weiteren Tage werden mit den Standardtarifen berechnet. "Die Aktion 'Opel hilft Berlin' ist ein Teil der 'Umparken im Kopf'-Strategie", sagte Opel-Vertriebschef Jürgen Keller der Autogazette. "Wir sind anders als andere das sehen und setzen unerwartete Akzente."

Opel-Shuttle zwischen Friedrichstraße und Zoo

Opel setzt einen Fahrservice zwischen Zoo und Friedrichstrße ein.
Opel setzt einen Fahrservice zwischen Zoo und Friedrichstrße ein. AG/Flehmer

Zum anderen stehen vom 14. bis zum 19. Juli von 7.00 bis 10.00 und von 16.00 bis 19.00 Uhr den Pendlern mehrere Opel Vivaros als kostenloser Shuttleservice zwischen Friedrichstraße und dem Zoologischen Garten zur Verfügung - und laden zum Umsteigen ein. Die Reisenden werden an den Haltestellen zum Fahrservice eingeladen. "Es muss eine gewisse Nahbarkeit zu den Menschen vorhanden sein", sagt Keller. Mit seiner Aktion will der Autobauer insbesondere den Menschen seine Modelle näher bringen, die bisher noch nie in einem Opel gesessen haben.

Carsharing mit dem Opel Adam

Ebenfalls vom 14. bis zum 19. Juli sowie vom 4. bis 9. August fällt die dritte Möglichkeit, den Pendlerverkehr alternativ zu umfahren. Gemeinsam mit dem Carsharing-Anbieter Spotcar, der offiziell erst am 21. August seine Tätigkeit in der Hauptstadt aufnimmt, können zu den Hauptverkehrszeiten die Kleinstwagen des Unternehmens gemietet werden.

Über die Seite www.umparkenimkopf.de kommen Interessenten auf den Link zum Carsharing-Portal. Dort kann sich jeder während der Aktionswochen kostenlos anmelden und dann in den Genuss kommen, einen Adam bei der Aktion "Opel-Carsharing. Powered by spotcar" innerhalb des Geschäftsgebietes zu fahren zu fahren. Die Ortung der jeweils freien Fahrzeuge erfolgt über eine kostenlose Spotcar-App.

Opel plant weitere Aktionen

Mit "Opel hilft Berlin" will die Marke mit dem Blitz das Image weiter aufpolieren. Innerhalb der letzten zwei Jahre, in denen Opel in das Fußball-Sponsoring zurückkehrte und unter anderem Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp als Markenbotschafter über die Leinwände ziehen lässt, sind die Image-Werte angestiegen. "Wir werden den Weg der Aktionen dieser Art konsequent weitergehen", sagt Keller.

Daneben erzielte Opel besonders mit den beiden jungen Modellen Adam und Mokka, von denen innerhalb eines Jahres 90.000 beziehungsweise 245.000 Bestellungen in Europa vorlagen, eine Trendwende. Nicht nur in Europa konnte so der Marktanteil auf derzeit 5,9 Prozent erhöht werden, in Deutschland wurde der Marktanteil im letzten Jahr von 7,0 auf 7,3 Prozent gesteigert – erstmals seit sieben Jahren.

"Über Opel wird wieder positiv gesprochen", sagt Keller und hofft auf eben solche positiven Resonanzen in den kommenden Wochen in Berlin – auch wenn der Berliner auf seine Art und Weise als "sehr charmant" gilt. Doch Keller zeigt sich optimistisch. "Ein Angebot solcher Art beinhaltet auch immer ein gewisses Risiko." (AG)

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