Bestpreise für Ost-Oldtimer

Bis zu 33.000 Euro für "Tschaika 13"

Gut erhaltene Trabant-Modelle gelten als Wertanlage © Foto: dpa

Nicht nur Alltagsgegenstände mit DDR-Vergangenheit, auch gut erhaltene Ost-Automobile sind bei Liebhabern begehrt. Für sehr gut erhaltene Tschaika, Tatra und Co blättern Sammler um die 30.000 Euro hin.

Ost ist in! Nicht nur Alltagsgegenstände mit DDR-Vergangenheit, auch gut erhaltene Ost-Oldtimer sind bei Liebhabern überaus begehrt. Sammlerstücke mit Ex-Ostblock-Vergangenheit erzielen heute auf dem Oldtimer-Markt beachtliche Preise. Aktuell wertvollstes Stück im für westlich sozialisierte Ohren mitunter kurios anmutenden Sammelsurium von Ost-Autos ist nach Angaben von Branchenexperten der ab 1959 von Gorkowski Awtomobilny Sawod (GAS) gebaute "Tschaika 13" (russisch für: 'Möwe').

IFA F9 Cabriolet wertvollstes DDR-Auto

Im Bestzustand wird die "Möwe", die früher ausschließlich Funktionären, nicht aber dem gemeinen Volke Flügel verliehen hatte, vom Branchendienst Classic Data auf einen Marktwert von 33.000 Euro geschätzt. Auf Platz zwei landet der tschechische Tatra "600 tatraplan" mit 28.500 Euro. Das berichtet das MDR-TV-Magazin "Umschau". Der wertvollste Oldtimer aus 'volkseigener' DDR-Produktion ist demzufolge das "IFA F9 Cabriolet" (Neupreis seinerzeit: 14.000 DDR-Mark), das heute mit 25.000 Euro bewertet wird.

Ebenfalls bei Sammlern hoch im Kurs: der "Moskwitsch 408" aus den späten 60er Jahren (Schätzwert ca. 5500 Euro) und der zweitürige" Saporoschez 965", im Volksmund aufgrund seines penetranten Kunststoffklebergeruchs auch "Stalins letzte Rache" oder "Taiga-Trommel"genannt. Für ihn zahlen Liebhaber inzwischen bis zu 4800 Euro. Aber es muss nicht immer teuer und exotisch sein: Auch ehemalige DDR-Alltagsautos wie das Trabant"- Massenmodell "601" finden heute noch Freunde, die bereit sind, dafür um die 5000 Euro auszugeben. Der Standard-Wartburg "353" ist im sehr guten Zustand bis zu 3900 Euro wert. Ost ist eben in - egal, ob mit Rost oder ohne. (mid)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.