Novus: Ein E-Bike zum Preis eines Autos

Das Designer E-Bike von Novus. © Novus

Das E-Bike Novus sieht wirklich schick aus. Doch was sich die Designer dabei gedacht haben, für den Leichtbau-Stromer 41.000 Euro aufzurufen, bleibt deren Geheimnis.

Elektrische Antriebe erlauben beim Zweiraddesign viele Freiheiten. Von dieser Tatsache inspiriert, haben zwei junge deutsche Designer das Elektro-Kraftrad Novus entwickelt, das auf der Technikmesse CES in Las Vegas Premiere feierte.


Das luftige Zweirad könnte man auf den ersten Blick für Pedelec halten, in Hinblick auf die Fahrleistungen kann es jedoch mit Leichtkrafträdern mithalten. Preislich bewegt es sich sogar auf dem Niveau eines Sportwagens.

Novus mit 100 Kilometer Reichweite

Zwar wird die Leistung des in das Hinterrad integrierten Nabenmotors mit lediglich 8,4 PS angegeben, dennoch soll das dank vieler Carbonbauteile nur 40 Kilogramm leichte Designstück 100 km/h erreichen. Eindrucksvoll dürfte in jedem Fall der Antritt sein, denn die E-Maschine bringt ohne Umwege 200 Newtonmeter Drehmoment vom Hinterrad auf die Straße. Für maximal 100 Kilometer reicht der Strom der Lithium-Ionen-Batterie.

Optisch besticht das Novus-E-Bike mit aufgeräumter Schlichtheit. Die kleinen LED-Leuchten vorn und hinten wurden nahezu unsichtbar in die schnörkellose Rahmenkonstruktion integriert. Statt eines Cockpits gibt es eine Smartphone-Halterung. Dockt der Nutzer sein Handy dort an, dient dieses zugleich als digitaler Schlüssel sowie Anzeige- und Bedieninstrument.

Selbstbewusster Preis für ein Zweirad

Technisch ist das Novus ansonsten recht schlicht gehalten. Bemerkenswert sind lediglich noch die Scheibenbremsen sowie die einstellbaren Federelemente für Vorder- und Hinterrad. Umso mehr verblüfft der Preis: Rund 41.000 Euro kostet der Leichtbau-Stromer.

Zum Vergleich: Die ebenfalls auf der CES vorgestellte Harley-Davidson Livewire soll in den USA umgerechnet (exklusive Mehrwertsteuer) 26.000 Euro kosten. Novus will sein E-Bike auf 1000 Exemplare limitieren. Angesichts des Preises ein durchaus ambitioniertes Ziel. (SP-X)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.