Offen Richtung Sommer

Offen Richtung Sommer
Das 1er Cabrio von BMW © Foto: BMW

Cabrios und Roadster haben sich im vergangenen gegen den rückläufigen Trend gestemmt. In diesem Sommer erhält das Stoffverdeck wieder einen neuen Stellenwert.

Von Thomas Geiger

Offene Autos liegen im Trend. «Obwohl der Gesamtmarkt im letzten Jahr deutlich zurückgegangen ist, haben Cabrios und Roadster auch 2007 noch einmal leicht zugelegt», sagt Henner Lehne vom Prognosespezialisten CSM in Frankfurt. «Und das Wachstum geht weiter», schätzt der Marktbeobachter. Schließlich stünden wichtige Neuheiten an, die den Marktanteil offener Autos in Deutschland von heute 4,0 bis zum Jahr 2011 auf bis zu 5,2 Prozent steigen lassen dürften.

Wichtigste Neuheiten in Kompaktklasse

Die wichtigsten offenen Neuheiten starten in der Kompaktklasse. Nachdem in den vergangenen Jahren die Cabrio-Coupés mit versenkbarem Hardtop dominierten, kehren jetzt bei Audi und BMW die Stoffdächer zurück: Sowohl der offene A3 als auch das 1er Cabrio tragen Mütze statt Helm, wenn sie in diesem Frühjahr bei Audi zu Preisen ab 27.950 und bei BMW für mindestens 28.559 Euro auf den Markt kommen. «Uns ging es dabei vor allem um die Alltagstauglichkeit», sagt Audi-Projektleiter Marcus Pausch mit Blick auf den Kofferraum des Zweitürers, der mit offenem wie geschlossenem Dach 260 Liter fasst.

Der offene 1er bietet nach Angaben von Projektleiter Armin Hildisch bei geschlossenem Dach sogar 305 Liter Laderaum. Wird das Dach auf Knopfdruck hinter der Rückbank abgelegt, schrumpft das Volumen auf ebenfalls 260 Liter. Audi bietet den A3 mit zwei Dieseln und zwei Benzinern an, die ein Spektrum von 77 kW/105 PS bis 147 kW/200 PS abdecken. Bei BMW gibt es einen Diesel und vier Benziner, deren Bandbreite von 105 kW/143 PS bis 225 kW/306 PS reicht.

Franzosen folgen

Bisher ist es nur ein Gerücht, dass der neue Fiat 500 auch offen angeboten werde Foto: Fiat

Spätestens im Herbst will Peugeot auf dem Pariser Automobilsalon den neuen 308 als Cabrio-Coupé präsentieren. Im Jahr darauf könnte die nächste Generation des Renault Mégane die Hüllen fallen lassen. Vorher gibt es noch ein Facelift für das Cabrio-Coupé des Ford Focus, der zum Genfer Autosalon im März das neue Gesicht von Drei- und Fünftürer übernimmt und auch innen überarbeitet wird.

In den Segmenten dies- und jenseits der Kompaktklasse müssen sich Frischluftfreunde noch gedulden: Als nächster offener Kleinwagen gibt das Mini Cabrio seinen Einstand frühestens zum Jahreswechsel. Und die Open-Air-Version des Fiat 500 ist bis dato nur ein Gerücht, das man in der Deutschlandzentrale in Frankfurt nicht bestätigen möchte.

Maybach Landaulet geht in Serie

Hinten offen: Der Maybach Landaulet Foto: Maybach

In der Oberklasse sind die Pläne zwar konkreter, aber vor dem Herbst wird es den offenen Audi A5 als Nachfolger des A4 Cabrio nicht geben, heißt es in Ingolstadt. Und mit der nächsten Generation des Mercedes CLK ist erst im kommenden Jahr zu rechnen.

Einzig die 309 kW/420 PS starke M-Version des 3er Cabrio von BMW geht in dieser Klasse als echte Neuheit durch. Ebenfalls einen neuen Platz an der Sonne gibt es bei Maybach, wo nach Angaben von Konzernchef Dieter Zetsche jetzt die Serienfertigung des Landaulet beginnt.

Mercedes kommt im Frühjahr

Der Mercedes SLK Foto: Daimler

Wer nur zu zweit offen fahren möchte, kann schon im Frühjahr mit neuen Modellen rechnen. So starten bei Mercedes im April die überarbeiteten Fassungen von SL und SLK. Beide Roadster bekommen ein aufgefrischtes Design, Motoren mit mehr Leistung und weniger Verbrauch sowie neue Ausstattungsmerkmale. Der SLK startet bei 36.503 Euro. Für den SL gibt es noch keinen Preis.

Auch Audi legt einige PS nach und bietet den TT in einer Sportversion an. Als TTS Roadster (ab 47.750 Euro) bekommt er einen zwei Liter großen Turbo-Direkteinspritzer mit 200 kW/272 PS. (dpa/gms)

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