BMW 3er Touring: Wo Platz nicht die Hauptrolle spielt

Der neue BMW 3er Touring. © BMW

Erst die Limousine, jetzt der Kombi: Im Herbst kommt der BMW 3er als Touring auf den Markt. Der Bestseller der Münchner ist zwar größer geworden, aber immer noch kein Lademeister.

Wenn der 3er Touring schon nicht zu den Raumwundern gehört, reiht er sich bei den besonders cleveren Kombis ein. Die Preise starten bei 41.500 Euro. Wie schon der seit März erhältliche Viertürer ist auch der Kombi leicht gewachsen und misst nun 4,71 Meter von der Niere bis zur Heckklappe.


Parallel dazu legt das Platzangebot im Laderaum sowohl bei voller Bestuhlung (plus 5 Liter) als auch bei umgeklappten Fondsitzen (plus 10 Liter) zu. Wichtigster Vorzug des Touring bleibt aber nicht das weiterhin vergleichbar schmale Kofferraumvolumen (500 bis 1510 Liter), sondern die zahlreichen praktischen Details. So gibt es unter anderem serienmäßig eine elektrische Heckklappe, eine separat zu öffnende Heckscheibe und eine elektrische Lehnenentriegelung. Eine dreiteilig klappbare Rückbank, ausfahrbare Anti-Rutsch-Schienen und ein Staufach für Abdeckrollo und Trennnetz komplettieren, teils gegen Aufpreis, das Kombi-Programm.

Vielzahl von Fahrassistenzsystemen

Optisch gleicht der Touring der Limousine weitgehend, mit Ausnahme des Hecks. Im Innenraum findet sich das neue digitale Cockpit mit der neuesten Infotainment-Generation und Sprachsteuerung. Zur Serien-Ausstattung gehören Tempolimit-Anzeige, Spurverlassenswarner und Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung. Außerdem sind autonome Fahrfunktionen, Head-up-Display und ein Rückfahrassistent verfügbar, der beim Zurücksetzen automatisch den vorwärts gefahrenen Kurs nachfährt.

Für den Antrieb stehen zunächst drei Benziner und drei Diesel zur Wahl. Im Einstiegsmodell 320i arbeitet ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Ottomotor mit 184 PS, darüber rangiert eine 258 PS starke Variante, Top-Modell ist der M340i mit 3,0-Liter-Sechszylinder und 374 PS, immer mit Allradantrieb gekoppelt. Auf Dieselseite ergänzen zwei 2,0-Liter-Motoren mit 150 PS und 190 PS das Angebot. Der alternativ angebotene 3,0-Liter-Sechszylinder leistet 265 PS und ist immer mit Allradtechnik kombiniert. Im kommenden Jahr wird außerdem ein Plug-in-Hybridantrieb nachgereicht.

Gegenüber dem Vorgängermodell sind die Preise leicht gestiegen. Der blieb als 320i noch knapp unter der 40.000-Euro-Marke. Ein bisschen günstiger dürfte der Neue aber noch werden, wenn die Einstiegs-Benziner und -Diesel in den Handel kommen. (SP-X)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.