Aus Mini wird Maxi

Mini Countryman

Der Mini Countryman © Foto: BMW Mini

Mini schickt mit dem Countryman eine vierte Baureihe ins Rennen. Beim Crossover bietet der Kleinwagenhersteller erstmals in seinen Modellen Allradantrieb, vier Türen und eine Heckklappe an.

Mit altem Namen zur neuen Baureihe. Mini schließt mit der vierten Fahrzeugvariante die Lücke zwischen seinem klassischen Fahrzeugkonzept und einem modernen Sports Activity Vehicle. Mit dem Platzkonzept des Countryman, der auf dem Autosalon in Genf seine Weltpremiere feiert, sollen vor allem neue Zielgruppen erschlossen werden, die bisher aus Platzmangel jegliche Kaufabsichten von vornherein ausschlossen. Auch das Countryman-Modell, das 1960 vorgestellt wurde, war eine Art Kombiversion - vergleichbar mit dem aktuellen Mini Clubman.

Vier Türen plus Heckklappe

Das typische Design bleibt erhalten, wurde aber aufgefrischt Foto: BMW Mini

So hat der Countryman als erstes Modell der Marke vier Türen und eine weit öffnende Heckklappe. Aufgrund der vergrößerten Raumdimensionen und einer leicht erhöhten Sitzposition - auch dank einer höheren Bodenfreiheit - soll der Platzkomfort optimiert worden sein, ohne dass das typische Gokart-Feeling dabei verloren ginge.

Im Innenraum wurden wie auch außen die typische Designsprache neu definiert, ohne das die auffällige Instrumente wie das Speed-Center dabei ihre eigenen Charakter verlören. Serienmäßig bietet der Countryman vier Sitzplätze, eine dreisitzige Rückbank ist als aufpreisfreie Option erhältlich. Das Gepäckraumvolumen wird mit 350 Litern angegeben, die auf bis zu 1170 Litern anwachsen können.

Keine John Cooper Works-Variante

Drei Benziner und zwei Diesel stehen zur Auswahl Foto: BMW Mini

Zur Markteinführung des Countryman stehen drei Benzin- und zwei Dieselmotoren der neuen Motorengeneration der BMW Group zur Auswahl. Alle Antriebseinheiten entsprechen den Abgasnormen EU 5. Das Leistungsspektrum reicht von 66 kW/90 PS im Mini One D Countryman bis zu 135 kW/184 PS im Mini Cooper S Countryman. Eine John Cooper Works-Variante ist derzeit nicht vorgesehen.

Dafür weist der 1,6 l große Vierzylinder-Benzinmotor des Topmodells erstmals zusätzlich zum Twin-Scroll-Turbolader und der Benzin-Direkteinspritzung auch eine vollvariable Ventilsteuerung auf. Bremsenergie-Rückgewinnung, Auto Start-Stop Funktion, Schaltpunktanzeige und eine bedarfsgerechte Steuerung von Nebenaggregaten sollen den Verbrauch mindern. Für die Benzinmotor-Varianten wird alternativ zum serienmäßigen Sechsgang-Handschaltgetriebe eine Sechsgang-Automatik mit Steptronic-Funktion angeboten. Erstmals ist zudem optional für die Modelle Cooper S Countryman und Cooper D Countryman ein permanenter Allradantrieb im Angebot.

Einführung im September

Die Preise für den Countryman, der als Crossover-Studie seine Premiere auf dem Pariser Autosalon 2008 gefeiert hatte, stehen noch nicht fest. Die Einführung des Crossover-Modells ist für September 2010 vorgesehen. (AG)