BMW R 1250 GS: Voll mit Finessen

Die neue BMW R 1250 GS. © BMW

Der Zweizylinder-Boxermotor von BMW wird von Kunden weltweit geschätzt. Nun haben die Münchner das Aggregat überarbeitet und stellen es in der R 1250 GS und der R 1250 RT vor.

Zuletzt haben die Entwickler 2013 mit der Vorstellung des ersten teilweise flüssigkeitsgekühlten Boxermotors ein neues Leistungs- und Komfortlevel erreicht. Nun hält mit der neuen ShiftCam-Technik bei BMW Motorrad erstmals eine variable Ventilsteuerung Einzug in einen bayerischen Motorradmotor. Zum Einsatz kommt sie in der R 1250 GS und der R 1250 RT.


Das soll für verbessertes Laufverhalten des auf 1254 Kubikzentimeter Hubraum vergrößerten Aggregat sorgen, verbunden mit einer kräftigen Leistungserhöhung: Statt 125 PS  stehen bei unverändert 7750 U/min nun 136 PS zur Verfügung, das maximale Drehmoment steigt von 125 auf 143 Newtonmeter bei 6250 U/min.

BMW R 1250 GS mit besserer Laufkultur

Mit der variablen Steuerung sind Ventilsteuerzeiten und Ventilhub nicht mehr über das gesamte Drehzahlband fixiert. Herzstück dieser Technik ist eine einteilige Einlass-Schaltnockenwelle, die pro zu betätigendem Ventil über zwei Nocken verfügt: eine Teillast- und eine Volllastnocke mit jeweils unterschiedlich gestalteter Nockengeometrie.

Bei der Teillastnocke werden Verbrauch und Laufkultur optimiert, bei der Volllastnocke steht die Leistung obenan. Die axiale Verschiebung der Einlassnockenwelle erfolgt über eine Schaltkulisse auf der Nockenwelle und einen dort befindlichen elektromechanischen Aktuator. Auf diese Weise werden die Einlassventile von einer der beiden Nocken aktiviert. Bei der Volllastnocke steht der gesamte Ventilhub zur Verfügung, bei der Teillastnocke nur ein Teil davon.

Mit Hilfe der Shift-Cam-Technik öffnen sich zudem die Einlassventile asynchron, so dass das eingespritzte Benzin-Luftgemisch einen speziellen Drall erhält, was zu einer verbesserten Verbrennung führt. Günstigere Emissionswerte sind die im Hinblick auf die künftige Euro-5-Norm höchst erwünschte Wirkung, dazu kommt eine vierprozentige Verbrauchsreduzierung. Angesichts der Leistungsdaten stellt der Konsum von durchschnittlich 4,75 Liter Benzin auf 100 Kilometer Strecke einen bemerkenswert guten Wert dar. (SP-X)

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