Fahrzeuggeräusche richtig einordnen

Kontrolle der Bremsen in der Werkstatt. © Pro Motor

Hier ein Klappern, dort ein Brummen: gewisse Fahrzeuggeräusche sind normal. Doch wenn das Auto im Stand bei laufendem Motor oder bei der Fahrt ungewohnte Geräusche von sich gibt, sollten Autofahrer hellhörig werden.

Hierbei könnte es sich um Anzeichen für einen möglichen Defekt handeln. Zunächst gilt es, auf Ursachensuche zu gehen: Tritt das Geräusch nur während der Fahrt auf, beim Beschleunigen oder Bremsen oder vielleicht nur dann, wenn das Lenkrad eingeschlagen wird?


Um die Geräuschquelle besser lokalisieren zu können, empfiehlt es sich, auf einen ruhigen Parkplatz zu fahren. So vermeidet man es, den fließenden Verkehr durch Unachtsamkeit zu gefährden, und kann sich besser auf das Geräusch konzentrieren. Ebenso ratsam ist es, einen Beifahrer mitzunehmen, der bei der Lokalisierung hilft. So lässt sich in der Regel schnell bestimmen, von welchem Fahrzeugteil das Geräusch ausgeht.

Nach Winter sind Störgeräusche nicht ungewöhnlich

Grundsätzlich gilt: Wenn das Auto beispielsweise über den Winter lange in der Garage stand, sind anfängliche Störgeräusche völlig normal. So kann sich beispielsweise auf den Bremsen Flugrost abgesetzt haben, der auf den ersten Kilometern für ein leichtes Quietschen sorgt. Selbst Geräusche aus dem Motorraum sind in dem Fall nicht gleich ein Grund zur Sorge: Es kann beispielsweise vorkommen, dass die Hydrostößel an den Ventilen noch nicht genügend mit Öl geschmiert sind und anfänglich ein klackerndes Geräusch von sich geben. Nach ein paar Kilometern sollten sämtliche Störgeräusche jedoch verschwinden.

Bleibt jedoch beispielsweise ein dröhnendes Brummen oder Klackern bestehen, wenn es in die Kurven geht, dann liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein defektes Radlager vor – und das sollte zügig ausgetauscht werden. Wenn es in eine Rechtskurve geht und das Auto fängt an zu surren, ist vermutlich das linke Lager kaputt. Umgekehrt gilt: Das rechte Lager ist in Mitleidenschaft gezogen, wenn das Auto in einer Linkskurve brummende oder klackernde Geräusche von sich gibt.

Wenn hingegen ein hohes Quietschen beim Bremsen und ein leichtes Schleifgeräusch die Fahrt untermalt, dann sollte dringend ein Bremsencheck in der Werkstatt durchgeführt werden. Zumeist deuten diese Geräusche auf verschlissene Bremsscheiben und -beläge hin. Zugleich sollte dabei ein Blick auf den Zustand der Reifen geworfen werden – auch diese können für Abrollgeräusche sorgen.

Vorsicht bei Geräuschen aus Motorraum

Geräusche, die aus dem Motorraum kommen, sind besonders ernst zu nehmen. Sie deuten häufig auf gravierende Defekte hin, und im schlimmsten Fall droht ein Motorschaden. Egal, ob das Auto seltsame Geräusche beim Beschleunigen macht, der Anlasser stockt oder gar der Motor quietscht – in solch einem Fall sollte man immer eine Werkstatt aufsuchen.

Auch in dem Fall, dass der Motor einen größeren Schaden davon getragen hat, muss man den Kopf nicht in den Sand stecken, denn selbst komplexe Motoren von Herstellern wie BMW lassen sich in geprüften Fachwerkstätten reparieren – und dank Werkstattvermittlern wie Caroobi auch zum Festpreis.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Fahrzeuggeräusche niemals ignoriert werden sollten. Sind sie nach wenigen Kilometern nicht mehr zu hören, besteht in der Regel kein Handlungsbedarf. In allen anderen Fällen sollte sich ein Fachmann das Fahrzeug anschauen.