ADAC: Autofahrer standen 521.000 Stunden im Stau

Gerade zur Ferienzeit ein oft gesehen Bild: Stau auf der A8 © dpa

Der Verkehr stockt mancherorts mehr als das er fließt. Das sieht man auch an der Stauauswertung des ADAC für das Jahr 2019.

So hat die Gesamtdauer der auf deutschen Autobahnen gemeldeten Staus im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Zugleich nahmen sowohl die Anzahl als auch die Gesamtlänge der gemeldeten Staus ab, wie der Allgemeine Deutsche Automobil-Club am Donnerstag in München mitteilte.


Grund für den Anstieg der Dauer dürften die um gut einen Prozent gestiegene Kfz-Fahrleistung sowie die um 20 Prozent gestiegene Zahl der Baustellen sein.

Plus von 14 Prozent bei den Staus

Insgesamt stockte der Verkehr 2019 bundesweit 521.000 Stunden lang, ein Plus von knapp 14 Prozent. Dabei gab es mit rund 708.500 gemeldeten Staus 5 Prozent weniger als im Vorjahr, und auch deren Gesamtlänge nahm mit rund 1,42 Millionen Kilometern um sieben Prozent ab.

Die meisten Staus gab es laut ADAC weiterhin in Nordrhein-Westfalen mit 36 Prozent aller Stillstände bundesweit. Es folgten Bayern und Baden-Württemberg – zusammen entfielen rund zwei Drittel aller Staumeldungen auf diese drei Länder. Die staureichsten Fernautobahnen waren 2019 die Autobahnen 3 (Köln – Frankfurt – Passau), A8 (Salzburg – München – Karlsruhe) und die A1 (Lübeck – Hamburg – Köln).

Mittwochs staut es sich am häufigsten

Am häufigsten staute es sich den Angaben zufolge übrigens mittwochs, ähnlich schlecht floss der Verkehr allerdings auch donnerstags und freitags. Die staureichsten Tage des Jahres 2019 waren Freitag, der 2. August, der Tag vor Christi Himmelfahrt sowie Gründonnerstag. An diesen Tagen vermengten sich Berufs- mit dem Reiseverkehr.

Um die Stausituation weiter zu verbessern, spricht sich der ADAC für den weiteren Ausbau des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs aus, um vor allem im Berufsverkehr Entlastung zu schaffen. Daneben sei auch die Modernisierung der Schienensysteme im Nah- und Fernverkehr ein Aufgabe, die dringend vorangetrieben werden müsse, um so die Kapazitäten und die Zuverlässigkeit zu steigern. Nur mit diesen Maßnahmen könne erreicht werden, mehr Autofahrer zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen, so der ADAC. (AG/dpa)