Mercedes S-Klasse: Taktgeber in der Oberklasse

Weltpremiere in Stuttgart

Die Mercedes S-Klasse wurde noch einmal in vielen Bereichen verbessert. © Daimler

Die Mercedes S-Klasse ist für die Schwaben kein Modell wie jedes andere – es ist das Flaggschiff des Konzerns. An diesem Mittwoch feierte die neue Generation ihre Weltpremiere.

Daimler befindet sich in der Krise. Deshalb hat Vorstandschef Ola Källenius dem Konzern einen rigiden Sparkurs auferlegt. Mit ihm soll der Autobauer wieder in ruhigeres Fahrwasser zurückkehren. Dass das nicht einfach werden wird, darüber sind sich die Schwaben bewusst.


Für die Rückkehr zum Erfolg braucht es aber nicht nur einen Sparkurs, sonderm vor allem eines: gute Modelle. Entsprechend ruhen die Hoffnungen von Daimler auf der neuen S-Klasse, dem Flaggschiff des Autobauers. Sie feierte an diesem Mittwoch in Stuttgart ihre Weltpremiere und soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Der Anspruch der S-Klasse ist dabei klar: sie soll ihre Vormachtstellung im Oberklasse-Segment gegen einen Audi A8 oder einem BMW 7er verteidigen. Damit das gelingt, hat Daimler seinem Flaggschiff jedwedes technisches Know how mit auf dem Weg gegeben, damit das auch auch gelingt.

Allradlenkung sorgt kleinen Wendekreis

Zu den Highlights der neuen S-Klasse gehört dabei ohne Frage die neue Allradlenkung. Gut, die Technik an sich ist nicht neu, doch wie die Ingenieure sie für die S-Klasse weiterentwickelt haben, ist beeindruckend: so lässt sich das Hinterrad je nach Bereifung um bis zu zehn Grad einlenken. Damit lässt sich die immerhin 5,15 Meter lange Luxuslimousine so agil durch enge Parkhäuser manövrieren, wie man es sonst nur von der deutlich kleineren Fahrzeugen wie beispielsweise der A-Klasse kennt, wie Lars Wehmeier aus dem Produktmanagement bei einer Preview der S-Klasse in Sindelfingen einige Tage vor der Weltpremiere erklärt.

Diese Allradlenkung spielt ihre Stärken erst recht dann aus, wenn sie mit langem Radstand und einer Länge von 5,25 Meter unterwegs ist. Hier schrumpft der Wendekreis dann auf unter elf Meter. Für ein Auto dieser Größe ist dies ein Ansage und damit setzt die S-Klasse eine Vielzahl von Ausrufezeichen. Da sich die Entwickler um Chefingenieur Jürgen Weissinger es der Fahrerin oder dem Fahrer einer S-Klasse so leicht wie möglich machen wollen, lässt sich die Luxuslimousine dank dem aktiven Parkassistenten zusammen mit der 360 Grad-Kamera selbst in noch so enge Parklücken rangieren. Dass die Assistenzsysteme dabei erkennen, ob sich etwas in der Parklücke bewegt oder beim Ausparken ein Auto quert, versteht sich fast von selbst.

Insassen stehen im Fokus aller Entwicklungen

Sitzprobe in der neuen S-Klasse von Mercedes. Das Touchscreen ist elegant im Innenraum integriert. Foto: Daimler

Der Fahrer der S-Klasse stand bei allen Ausgangsüberlegungen im Mittelpunkt – und das betrifft neben dem Komfort vor allem auch die Sicherheit. So weist die S-Klasse nicht nur 14 Airbags auf, sondern bietet dabei erstmals auch ein in den Sitz integrierten Frontairbag für die Passagiere auf der Rückbank an. Um die Folgen eines Crashes für die Insassen abzumildern, erkennt das Fahrzeug ein herannahendes Fahrzeug und hebt die Karosserie um einige Zentimeter an.

Vor allem aber zeichnet sich die S-Klasse – so war beim Vorgänger – durch sein exzellentes Fahrwerk aus. Bereits in der Standardversion verfügt sie über eine Luftfederung. Optional gibt zudem eine weitere verbessere Active Body Control, wie Produkmanager Wehmeier erzählt. So unterwegs, bügelt das Fahrwerk auch die schlechtestens Fahrbahnschäden aus, damit die Passagiere von den Unebenheiten der Straßen möglichst wenig mitbekommen.

Komfortabel auf Reisen

Die S-Klasse von Mercedes wird zunächst mit zwei Radständen angeboten. Foto: Daimler

Wer in der S-Klasse Platz nimmt weiß, dass er hier sicher und komfortabel auf Reisen gehen kann. So wurde das Geräuschniveau durch spezielle Schäume in der Karosserie noch einmal reduziert und die Aerodynamik verbessert. Die Sitze wirken noch ergonomischer als sie es in der Vorgängergeneration. Neuerdings sind in den Sitzen so gar Lautsprecher integriert, damit der Fahrer noch komfortabler telefonieren kann, ohne dabei die anderen Insassen über Gebühr zu stören.

Wer sich ein Auto wie diesen Mercedes kauft, dem geht darum, die Fahrt zu genießen – und das mit allen Sinnen. Neben unterschiedlichen Ambientelichtern im Innenraum verfügt das neue Flaggschiff auch über ein 4-D-Soundsystem von Burmester: bei der S-Klasse kann man damit seine Lieblingsmusik nicht nur hören, sondern auch die Vibes im Sitz spüren. Eingestellt werden kann das Soundsystem über das elegant in der Mittelkonsole integrierte Touchdisplay – ein Hingucker im Innenraum der S-Klasse.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie Ihren Namen ein