Mercedes ruft jeden dritten Citan zurück

Austausch der Fenster-Airbags

Der Mercedes Citan basiert auf dem Renault Kangoo.
Mercedes weitet das Motorenangebot beim Citan aus. © Mercedes

Die negativen Meldungen rund um den Mercedes Citan reißen nicht ab. Nach dem Sternendebakel beim Crashtest starten die Stuttgarter nun einen Rückruf des kleinen Transporters.

Nach Patzern im Crashtest ruft Daimler rund 3.500 Transporter Mercedes Citan europaweit in die Werkstätten. Bei diesen Fahrzeugen würden die Fenster-Airbags ausgetauscht, sagte ein Sprecher am Montag und bestätigte Medienberichte. Dies seien alle bislang an Kunden ausgelieferten Fahrzeuge des neuen Transporters, die über einen solchen Sicherungsmechanismus verfügen. Insgesamt sind europaweit inzwischen bereits rund 10.000 Citan am Start.

Konsequenzen für Mercedes Citan angekündigt

Der neue, auch für Familien gedachte Kastenwagen Citan hatte bei einem Crashtest Ende April nur drei von fünf möglichen Sternen erhalten. Unter anderem hatte sich ein Airbag nicht richtig entfaltet. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte daraufhin in einem Interview Konsequenzen angekündigt.

Für den Transporter ist seit Anfang April der bisherige Daimler-Truck-Chef Andreas Renschler zuständig. Bis Ende März verantwortete das Geschäftsfeld noch der damalige Produktionschef der Autosparte, Wolfgang Bernhard.

Der Citan ist das erste Derivat aus der Kooperation mit Renault. Der fast baugleiche Renault Kangoo hatte 2008 im EuroNCAP vier Sterne geholt. Damals waren die Regularien aber noch nicht so streng wie die aktuellen. (AG/dpa)