Mercedes Marco Polo Activity: Raus in die Natur

Der neue Mercedes Marco Polo Activity. © Daimler

Mercedes hat sein Freizeit- und Camper-Trio nun wieder komplett zusammen. Mit dem Marco Polo Activity kommt nun die letzte Variante.

Nachdem mit dem Facelift der V-Klasse bereits im vergangenen Jahr die Marco-Polo-Varianten als voll ausgestatteter Campingbus sowie als abgespeckte Horizon-Ausführung ins Rennen geschickt wurden, folgt nun auch das Freizeitmobil Marco Polo Activity.


Im Gegensatz zu seinen beiden großen Brüdern basiert der Activity nämlich auf der Nutzfahrzeug-Variante Mercedes Vito, die nun erst einer Frischzellenkur unterzogen wurde. Er stellt mit einem Grundpreis von 43.000 Euro den Einstieg in die kompakte, freizeitorientierte Modellfamilie dar.

Kein MBUX für Einstiegsvariante

Das intelligente Multimediasystem MBUX ist für die einfachste Marco-Polo-Version aber auch nach der Modellpflege nicht vorgesehen. Und das ebenfalls in der Camper-Version verfügbare, zentrale Bediensystem MBAC sowieso nicht. Schließlich ist der Activity auf junge Familien sowie freizeitaktive Menschen ausgelegt, die wegen umfangreichen Sport- und Outdoor-Equipments viel Stauraum benötigen und größtmögliche Unabhängigkeit suchen.

Für Letzteres muss die Dreier-Sitz- und Liegebank in der zweiten Reihe reichen, die sich in ein großzügiges Bett über die ganze Wagenbreite umbauen lässt, sowie das Obergeschoß unter dem Aufstelldach, das für zwei weitere Personen Schlafmöglichkeiten bereithält. Bestellbar ist der Acitivity vom serienmäßigen Fünfsitzer bis zum Siebensitzer.

Auch ohne MBUX erfährt das Infotainment in dem aufgefrischten Mercedes-Transporter ein Update. So bietet der Marco Polo Activity bei allen Radio-Optionen digitalen Radioempfang (DAB+) für eine klare und störungsfreie Wiedergabe. Die teureren Ausführungen verfügen zudem über Bluetooth mit Freisprechfunktion bis hin zu einem 7-Zoll-Touchscreen mit Smartphone-Integration für Apple und Android.

Alle Neuheiten des Vito inklusive

Neue Lüftungsdüsen in Turbinenoptik, auf Wunsch auch in Chrom, und Klavierlack im Armaturenträger werten den Innenraum weiter auf. Äußerlich ist die Modellpflege am neu gestalteten Kühlergrill zu erkennen.

Technisch profitiert der Einstiegs-Marco-Polo von allen Neuheiten des Vitos. Wer es besonders eilig hat, zum Wochenend-Trip an den Baggersee oder in die Berge zu kommen, kann sich für die neue 300d-Top-Motorisierung entscheiden. Hier arbeitet ein 2,0-Liter-Turbodiesel mit 239 PS Leistung und 500 Nm Drehmoment, der beim Beschleunigen per „Overtorque“ kurzzeitig weitere 30 Nm zur Verfügung stellen kann. Der Power-Diesel sorgt für 210 km/h Spitze und sprintet in 7,9 Sekunden auf Tempo 100. Der NEFZ-Verbrauch wird mit 6,0 – 6,6 l/100 km angegeben.

Der optimierte 2,0-Liter-Selbstzünder mit der Bezeichnung OM 654 ist aber auch in den Leistungsstufen 136 PS, 163 PS und 190 PS erhältlich, immer mit Hinterrad- oder optionalem Allradantrieb, wahlweise auch mit der neuen Neungang-Automatik. Für alle 2,0-Liter-Triebwerke lässt sich auch die Luftfederung mit Niveauregulierung gegen Aufpreis bestellen. An der Basis bleibt es allerdings bei dem 1,7-Liter-Turbodiesel mit 102 PS in Kombination mit Vorderradantrieb und manuellem Sechsganggetriebe. Aber selbst in dieser Variante dürfte es in den seltensten Fällen beim Basispreis von 43.000 Euro bleiben. (SP-X)