Neues Mercedes-Papamobil für Papst Benedikt XVI.

80-jährige Tradition

Papst Benedikt XVI. und Daimler-Chef Dieter Zetsche (r.) vor dem neuen Papamobil.
Papst Benedikt XVI. und Daimler-Chef Dieter Zetsche (.r.) bei der Übergabe des neuen Papamobils. © Daimler

Neun Monate hat Mercedes-Benz für die Fertigung des neuen Papamobils benötigt. Einen Tag nach der Übergabe wird der Heilige Vater die neue M-Klasse bereits benutzen.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat am Freitag Papst Benedikt XVI. den neuen Dienstwagen überreicht. Mit der eigens für den Heiligen Vater entwickelten Mercedes-Benz M-Klasse mit Sonderaufbau setzte das Unternehmen aus Stuttgart eine jahrzehntelange Tradition fort. "Es ist eine Ehre für Mercedes-Benz, Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. auch in Zukunft mit unserem neuen Papamobil auf seinen Reisen zu begleiten", so Zetsche bei der Übergabe in Rom. "Damit setzen wir unsere langjährige Partnerschaft mit dem Vatikan fort. Seit über 80 Jahren vertraut der Papst bereits auf die Qualität, Sicherheit und den Komfort unserer Mercedes-Benz Fahrzeuge."

Neunmonatige Produktion der Mercedes M-Klasse

Bereits am Samstag kommt das neue in diamantweiss lackierte Papamobil bei Feierlichkeiten, die traditionell am katholischen Feiertag Mariä Empfängnis an der Spanischen Treppe stattfinden, zum Einsatz, teilte das Unternehmen mit.

Nach neun Monaten der Entwicklung und Produktion ist auch der neue Dienstwagen des Papstes mit den neuesten technologischen Highlights der aktuellen M-Klasse ausgestattet. Im Vergleich zum Vorgängerfahrzeug wurde die Kuppel deutlich verlängert, was ein verbessertes Raumangebot und einen komfortableren Einstieg ermöglicht. Zudem wurde dadurch die Sicht auf den Papst deutlich verbessert. Dagegen wurde die Gesamthöhe um einige Zentimeter verringert, um die M-Klasse besser im Flugzeug transportieren zu können.

Erster Mercedes-Dienstwagen 1930

1930 lieferte Mercedes-Benz den ersten Dienstwagen aus. Papst Pius XI. erhielt eine Nürburg 460 Pullman-Limousine. Der Konzilspapst Johannes wurde in einem 300d Landaulet Cabrio mit Automatikgetriebe herumgefahren, sein Nachfolger zunächst mit einem Mercedes-Benz 600 Pullman-Landaulet, später dann mit einem 300 SEL.

In den achtziger diente eine umgebaute G-Klasse als Fahrzeug. In den Jahren der frühen Regentschaft von Johannes Paul II. kam auch der Name "Papamobil" auf. Nach der Einsatzzeit werden die Dienstwagen des Papstes in der Sammlung des Vatikans und im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart ausgestellt. (AG)