Formel E: Mercedes zum Abschluss mit Doppelsieg

Mercedes-Pilot Stoffel Vandoorne auf dem Weg zum Sieg in Berlin. © Daimler

Die Mercedes-Piloten Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries haben zum Abschluss der Formel E-Saison einen Doppelsieg herausgefahren. Sebastian Buemi (Nissan) wurde Dritter.

Mit seinem auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof souverän herausgefahrenen Start-Ziel-Sieg konnte sich Vandoorne zugleich mit 87 Punkten die Vizemeisterschaft in der Fahrerwertung sichern. Den Titel hatte sich bereits zwei Rennen vor Abschluss der Saison Antonio Felix Da Costa (DS Techeetah) mit 158 Punkten gesichert. Auf Platz drei fuhr dessen Teamkollege Jean-Eric Vergne (86).


DS Techeetah stand damit auch vorzeitig als Champion in der Mannschaftswertung fest. Am Ende  platzierte man sich mit 244 Punkten vor Nissan (167) und Mercedes (147).

Vandoorne überglücklich

Stoffel Vandoorne hatte sich am Donnerstag beim Rennen in Berlin im Qualifiying die Pole Position gesichert und damit die Grundlage für seinen Triumph beim abschließenden Saisonrennen gelegt.

„Was für ein unglaubliches Rennen. Ich bin überglücklich über meinen ersten Sieg in der Formel E“, sagte Vandoorne nach dem Rennen am Donnerstagabend in Berlin. „Unsere erste Saison mit einem Doppelsieg abzuschließen ist einfach fantastisch, mehr hätten wir uns nicht wünschen können. Der zweite Platz in der Fahrerwertung ist ein schöner Bonus für mich. Wir wussten, dass wir eine gute Rennpace hatten, das haben wir bei den zurückliegenden Rennen hier bewiesen. Aber das Rennen von der Spitze zu gewinnen ist ein ganz besonderes Gefühl.“

Zufrieden zeigte sich auch Nyck de Vries. „„Das ist eine echte Erleichterung, mir ist bei der Zieldurchfahrt ein Stein vom Herzen gefallen. Ich war oft nah dran an einem Podestplatz, aber bisher hat es leider nie sollen sein. Umso schöner ist es, dass es mir jetzt am Ende dieses langen und anstrengenden Marathons endlich gelungen ist.“

DS-Piloten mit Aufholjagd

Die DS-Piloten Vergne und Da Costa zeigten beim Abschlussrennen eine Aufoljagd. Nachdem der Franzose Vergne das Rennen von der Startposition 21 aufnehmen musste, fuhr er am Ende als Siebter über die Ziellinie. Da Costa war als 19. ins Rennen gestartet und beendete es nach seiner Aufholjagd als Neunter.

So freuen sich Weltmeister: Antonio Felix da Costa (l.) und Jean-Eric Vergne (r.) mit dem Team von DS Techeetah. Foto: DS

„Wow, heute ist unser Tag. Wir haben die Meisterschaftspokale erhalten und damit die Saison beendet. Ich werde meinen Erfolg nie als selbstverständlich ansehen. Nun bin ich gespannt auf die nächste Saison, denn ich möchte dieses Gefühl noch einmal erleben dürfen. Es wird in der kommenden Saison ein harter Kampf, aber wir werden versuchen, unsere Erfolge zu wiederholen. Und falls das nicht klappen sollte, werden wir es erneut versuchen. „Wir haben ein Traumteam und ich bin so glücklich, diese Meisterschaft mit Ihnen allen gewonnen zu haben“.

BMW am Ende Fünfter vor Audi

Das Team von Audi Sport Abt Schaeffler beendete die Saison in der Teamwertung mit 114 Punkten hinter BMW (118) auf Platz sechs. Porsche wurde nach seinem Debütsaison Achter.

„Saison sechs ist damit Geschichte. Platz sechs in der Fahrerwertung, Platz sechs in der Teamwertung: Es ist klar, dass wir uns verbessern müssen , sagte Audi-Pilot Lucas di Grassi, der das Berlin-Rennen auf Platz sechs beendet. „Natürlich hatten wir höhere Erwartungen, aber das Team darf stolz darauf sein, was es zum Ende der Saison in diesen ‚Berlin Six‘ erreicht hat. Wir werden hart arbeiten, um nächstes Jahr wieder weiter vorne zu sein“, so Teamchef Allan McNish.

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