Fragen an den Autopapst im Juli 2013

Autopapst Andreas Kessler © Autogazette

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute der Fahrerin VW Polo.

Tanja Bunz fragt:

Hallo, ich habe einen VW Polo, Bj. 97 und der klappert. Nun habe ich gehört, dass dies die Hydrostössel sind und man die auswechseln sollte. Nun meine Frage: Wie wechselt man die Hydrostössel? Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen, Tanja Bunz

Autopapst Andreas Kessler fragt:

Hallo Tanja, man baut den Zylinderkopfdeckel ab, demontiert den Zahnriemen und die Nockenwelle und wechselt dann (nicht ohne die Ventile am Absturz in den Brennraum gehindert zu haben....) die Hydros gegen neue aus. Dann wird alles wieder genau anders herum zusammen gebaut. Die Ersatzteile sind nicht teuer, die Arbeit ist aber nur etwas für Profis (zumal die die dazu nötigen Spezialwerkzeuge haben!). Ein kompletter Wechsel in der Werkstatt dürfte etwa 500 Euro kosten.

Uta Messing fragt:

Hallo Herr Autopapst, meine Frage lautet:Ich fahre einen Ford Focus, Baujahr 2009,bei meinem Fahrzeug wurde festgestellt, dass das Motorsteuergerät kaputt sei. Das Modulwurde eingebaut, aber mein Ford Original-Radio funktioniert nicht mehr. Wer hat den Fehler verursacht? Meiner Meinung nach ist das der Fehler der Werkstatt? Danke für ihre Antwort im Voraus. LG., Frau Messing.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wahrscheinlich ist gar kein Defekt eingetreten, das Radio ist entweder nur nicht "angemeldet" (woher soll das neue Steuergerät sonst wissen, wie das Radio heißt??) oder der Code lag der Werkstatt nicht vor. Alles in allem eine Kleinigkeit, die man Ihnen ganz sicher in der Werkstatt kostenlos "nachliefert". Immerhin war das Steuergerät ja teuer, oder....? Herzliche Grüße vom Autopapst.

Sebastian Walsleben fragt:

Hallo, ich habe einen Nissan Micra 1,0 Automatik Bj. 93, seit Kurzem habe ich das Problem, dass mein Lenkrad bei langsamer und schneller Fahrt leicht wackelt. Es bewegt sich nach rechts und links, außerdem zieht er mächtig nach rechts. Die Reifen wurden schon neu gewuchtet und der rechte musste erneuert werden, da der Metallmantel im Inneren gerissen ist. Es fühlt sich an, als würde das Rad eiern. Ich weiß nicht mehr weiter und hoffe, dass Sie mir helfen können.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sebastian, kaufe Dir zwei neue Vorderreifen, lasse sie sorgfältig auswuchten und montieren und alle Probleme sind Vergangenheit. Warte damit nicht zu lange, der beschädigte Reifen kann jeden Moment "wegfliegen". Das ist nicht nur für dich, sondern auch für Deine Umwelt gefährlich. Viele Grüße vom Autopapst

F. Hauptmann fragt:

Sehr geehrter Herr Auto-Papst, ich fahre einen VW Touran 1,6 FSI AG 6 (6-Gang-Automatikgetriebe) 115 PS, 85kW, Baujahr 6.2006 Laufleistung: 74000 km. Bei einer Geschwindigkeit von 70 km/h, Gas weg und auslaufen lassen und nach (ca. 300-500 m) erneutem Gas geben, der Wagen ruckartig anzieht. Erwähnen möchte ich, dass der Übergang von Gang zu Gang gleitend ist. Muss evtl. der Modulationsdruck eingestellt werden? Was empfehlen Sie? Mit freundlichem Gruß, F. Hauptmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Hauptmann, leider ist das Getriebe in Ihrem Touran keine konventionelle Wandler-Automatik, sondern ein DSG (Direkt-Schalt-Getriebe). Damit fällt die Option „Einstellung“ leider flach. Und das DSG ist (leider!) in letzter Zeit etwas im Gerede.... Es gibt Stimmen, die die Grenzhaltbarkeit eines DSG bei etwa 70.000 km für erreicht halten. Ich hoffe nicht, daß sich bei Ihrem Touran so ein Getriebeschaden ankündigt. Sollte es jedoch der Fall sein, gibt es leider keine positivere Diagnose als: Neues (bzw. generalüberholtes) Getriebe!

Lutz Beyer fragt:

Momentan ist das digitale Radio DAB plus eine Zusatzoption ohne dass der bisherige FM Radioempfang in Autos beeinträchtigt wird. Doch wie wird es in Zukunft weiter gehen? Sollte die Umstellung vom analogen auf das digitale Radio ebenso schnell gehen wie beim Fernsehen, würden in Kürze Millionen von Fahrzeugen - nicht nur Oldtimer - ohne Verkehrsfunk dastehen. Kann man abschätzen, welcher zeitliche Rahmen für die Umstellung bleibt und wie die Autoindustrie darauf reagieren wird? Vielen Dank für Ihre Bemühungen. Lutz Beyer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Beyer, machen Sie sich keine Sorgen! Im Augenblick soll die UKW-Abschaltung / Analogabschaltung im Radio im Jahr 2018 vollzogen werden. Das Konsortium DRD Digitalradio GmbH strebt diesen Termin für die UKW-Abschaltung an, um allen Beteiligten mehr Planungssicherheit zu geben. Wenn es dann tatsächlich so weit ist, wird es aber mit Sicherheit Zusatzgeräte geben, mit denen die heutigen (und selbst Oldie-Radios....) irgendwie adaptiert werden. Ich habe z.B. gerade für ein Blaupunkt Heidelberg aus den 80ern eine Adaptercassette (ohne Kabel!) gekauft, in die eine SD-Karte mit MP3-Songs kommt. Bester Klang! So etwas wird es sicher auch mit einem Digitalempfänger geben und dann entweder in die Aux-Buchse gesteckt oder im Cassettenfach seinen Dienst tun.... Warten Sie es ab! Es grüßt Der Autopapst

Fizko fragt:

Hallo Autopapst, wie wechsle ich bei einem Opel Omega 2,0 i, 116 PS eine Wasserpumpe??

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ganz einfach: Alte Pumpe ´raus, neue Pumpe ´rein, fertig! Die genaue Vorgehensweise kannst Du einer der einschlägigen Reparaturanleitungen entnehmen. Die gibt es gebraucht für etwa 10 Euro bei Online-Antiquariaten. Da ist der Wechsel sehr schön bebildert beschrieben, deswegen erspare ich mir hier die Schreiberei....

Monika Stamm fragt:

Hallo Autopapst, ich fahrer einen Chysler Le Baron. Das Auto bekommt an der Benzin-Pumpe keinen Strom. Was kann ich tun? Mit freundlichen Grüßen Monika.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Monika, wenn an der Pumpe kein Strom ankommt, ist in 9 von 10 Fällen das Kraftstoffpumpenrelais defekt. Ein Autoelektriker kann das Relais zunächst probeweise überbrücken (dann müsste die Pumpe wieder anlaufen....) und dann gegen ein Neuteil ersetzen. Das Relais gibt es übrigens auch im Zubehörhandel, Du mußt nicht unbedingt damit zu Fiat fahren (zu denen Chrysler jetzt gehört...). Viele Grüße vom Autopapst

Volker Hansen fragt:

Hallo! Ich habe einen Jaguar X 300, 3,2 Liter 6 Zyl., EZ 96. Der Wagen springt morgens sofort an und läuft gut. Wenn ich aber mit dem Getriebeschalthebel auf D oder auf R gehe um loszufahren, geht der Motor aus. Erst wenn ich den Motor ca. 2 Minuten im Stand laufen lasse, ist ein normales Anfahren ohne das der Motor abstirbt möglich. Wenn er warm ist, läuft er gut. Mit freundlichen Grüßen, Volker Hansen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ein Besuch bei einer Werkstatt mit Jaguar-kompatiblem Test-Equipment wird einen defekten Temperaturfühler oder ein klemmendes Abgasrückführungsventil ergeben, was im Kaltlauf für ein zu mageres Gemisch sorgt. Wenn die Ursache gefunden ist, reicht wahrscheinlich ein einfacher Austausch des defekten Teils und alles ist wieder im Lot... Ihr Autopapst.

Werner Storek fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich habe in meiner Fachwerkstatt in meinen Golf IV (Baujahr 1998) den ausgefallenen elektronischen Fensterheber hinter dem Fahrersitz am 14.2.2013 instandsetzen lassen. Er wurde vermutlich nur 2 mal bis heute benutzt - Fakt ist, seit dem 20. 6. versagt er wieder! Gibt es eine Garantie für Reparaturen dieser Art an Autos? Könnte es sich um eine defekte Sicherung handeln? Für eine Antwort wäre ich dankbar. Vielen Dank im Voraus!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Werner, wenn Sie die Reparaturrechnung noch haben, können Sie entspannt zu der Werkstatt, die repariert hat, fahren und einen Gewährleistungsfall anmelden. Wenn es nur eine Sicherung ist, geht es schnell, wenn der „neue“ Fensterheber schon wieder defekt ist, dauert es etwas länger. Jedenfalls muss die Werkstatt `ran....

Rainer Gersch fragt:

Sehr geehrter Herr Autopapst, ich habe einen 98er Mitsubishi Space Star 1,3 GLX, Schaltgetriebe, 103.000 km. Neuerdings habe ich folgendes Problem, wenn ich die Klima anschalte: alle 20-40 Sekunden ruckt der Wagen kurz, als ob man ganz kurz die Bremse treten würde. Meistens habe ich das Gefühl, dass es nur an der Hinterachse ist, manchmal aber auch vorne. Stört nicht stark, aber irgendwie würde mich interessieren, was es ist. Wenn ich die Klima wieder ausschalte, ist das Problem weg;-) Vielen, vielen Dank für Ihre Hilfe, Rainer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rainer, lasse mal einen Klima-Check machen. Möglicherweise ist zu wenig Kältemittel im System und der Kompressor „verschluckt“ sich deswegen ab und zu. Hoffentlich beginnt er deswegen nicht schon zu „fressen“, weil er zu wenig Schmiermittel (das im Kältemittel enthalten ist) hat!

Frank Bröger fragt:

Lieber Herr Kessler, seit kurzem besitzen wir einen Nissan Primera Kombi, Baujahr 2001, 1,8 Liter-Motor mit 114 PS und einer Laufleistung von 125000 km. Nun ist es so, dass das Auto beim Kaltstart stark qualmt (gräulich, leicht bläulicher Rauch). Nach dem Anfahren ist wieder sofort alles normal. Auch ein Ölwechsel samt Ölfilterwechsel bewirkte nicht die gewünschte Abhilfe. Das Auto wird kurzstreckenmäßig bewegt. Was könnte das sein? Im Voraus bedanke ich mich. Viele Grüße, Frank Bröger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe auf erlahmte Ventilabstreifringe im Zylinderkopf / an den Ventilführungen. Wenn der Ölverbrauch im normalen Rahmen liegt (etwa 0,5l / 1000 km), würde ich das als Schönheitsfehler auf sich beruhen lassen. Wenn der Ölverbrauch höher liegt, sollten die Ölabstreifringe erneuert werden. Leider kostet das gerne mal 500 Euro.

Frage von Frank Krell:

Besitze einen Honda Civic 1.8 Comfort, 140 PS, Benziner, Baujahr 2008, 42.000 km. Bin auch immer zufrieden bis zu dem Zeitpunkt, als er nicht mehr ansprang. In der Werkstatt wurde das Relais für die Benzinpumpenzufuhr gewechselt. Seit dieser Zeit zeigt mir das Multifunktions-Display falsche Werte an, zum Beispiel die Restkilometer-Anzeige bis zum nächsten Tanken zeigt 300 km weniger an, obwohl der Honda voll getankt ist. Was kann das sein? Mit freudlichen Grüßen im Voraus und machen sie weiter so.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frank, ein Schönheitsfehler! Ich vermute entweder ein Softwareproblem (Update des Kombiinstrumentes) oder einen Defekt an der Kabelverbindung zwischen Kombiinstrument und Geschwindigkeitsgeber am Getriebe. Fragen Sie Ihre Werkstatt bzw. fragen Sie eine andere (Honda!)-Werkstatt. Vielleicht will / kann die mehr zur Problemlösung beitragen....

Frage von W. Gennich:

Mein Mercedes W 124 230 E, Baujahr 90, läuft beim Starten nicht richtig hoch und fällt im Leerlauf unter 500 Umdrehungen und geht dann aus. Neustart - gleiches Problem. Es blieb auch die Drehzahl beim Hochschalten öfter hängen. Was kann sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Mein Favorit: Das Stauscheibenpotentiometer im Oberteil der KE-Jetronic. Dieses Teil ist einzeln bei Boschdiensten erhältlich, bei Mercedes nur zusammen mit dem ganzen Stauklappengehäuse (teuer!). Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Friedrich Röschard:

Wie baue ich das Lenkradschloss bei meinem Mercedes C 202, Baujahr 1995, Diesel ohne Zerstörung aus? Der Schlüssel dreht sich nicht. Zentralverriegelung ist in Ordnung. Das Lenkradschloss ist verriegelt und der Schlüssel dreht sich nicht. Vielen Dank für Beantwortung. F. Röschard

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn sich der Schlüssel im Zündschloss nicht mehr drehen lässt, wird die Sache kompliziert und teuer: Das Auto muss in eine Werkstatt transportiert werden, in der das Zündschloss dann mit "schwerem Gerät" entfernt wird! Daher ist es immer besser, mit Geduld (!) und Fingerspitzengefühl (wackeln, drehen, ruckeln, drehen, wackeln, ruckeln, etc....) den Schließzylinder wenigstens in Stellung "1" zu drehen. Dann kann mit einem spitzen Dorn (z.B. einer Fahrradspeiche) in das am Umfang des Schließzylinders liegende Loch gepiekt und damit die Herausziehsperre entriegelt werden. Der Schließzylinder lässt sich dann leicht herausziehen. Soweit die Theorie, in der Praxis hat dieses Verfahren leider alle möglichen Komplikationen. Leider geht es nur so...

Frage von Dietmar Stölzel:

Hallo Herr Kessler, in meiner VW-Werkstatt wird beim Motorölwechsel meist 0,3 - 0,4l zu viel Öl eingefüllt. Meine Frage: Schadet das dem Motor?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Dietmar, zu viel Öl ist nicht gut für den Motor! Entweder schlägt die Kurbelwelle dann das Öl schaumig, was den Öldruck zusammenbrechen lässt oder das "zu viel" wird über die Kurbelgehäuseentlüftung in den Ansaugtrakt geblasen und sorgt dort für Verschmutzungen / Verklebungen mit daraus resultierenden Motorlaufstörungen. Ob die Werkstatt übrigens tatsächlich zu viel Öl eingefüllt hat oder nur auf der Rechnung zu viel liquidiert, zeigt der Ölmessstab: Wenn der Ölstand nach dem Ölwechsel zwischen "Min" und "Max" liegt, ist alles o.k. Wenn das nicht der Fall ist, würde ich der Werkstatt auf die Füße treten. Und wenn der Ölstand stimmt, aber mehr Öl berechnet als eingefüllt wurde, auch. Das grenzt dann nämlich an Betrug....

Frage von Roland Säpple:

Hallo Autopapst, ich habe bei meinem Mercedes C 200, 120 PS, Baujahr 98, den Luftmassenmesser gewechselt, weil er nur noch 120 km/h lief. Der Fehler ist behoben. Doch er ruckelt beim Hochschalten vom ersten in den zweiten Gang. Wo könnte noch ein Fehler liegen? P.S.: Ich habe ein mechanisches Schaltgetriebe

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Roland, woher stammt der LMM? Ein Originalteil oder etwas „billiges“ aus dem Netz? Die Nachbau-LMMs haben manchmal Werte, die außerhalb der Toleranz des Herstellers / Zulieferers liegen und sorgen dadurch für Erscheinungen wie bei Dir.... Ungünstigstenfalls bedeutet das: Nochmal einen neuer LMM, diesmal aber von Bosch oder der Marke mit dem Stern! Es grüßt der Autopapst

Frage von Ken Schönberg:

Hallo Herr Kessler, meine Mercedes A-Klasse (W168, A140, Automatik, Baujahr 2004, 75.000 Kilometer) muckt plötzlich an allen Ecken und Enden rum. Inspektionen sind regelmäßig, die letzte im vorigen Jahr. Zuerst fingen die Hintertüren an zu spinnen. Die Knöpfe fahren beim Verschließen zwar ein, aber lassen sich von außen trotzdem öffnen. Dann, der Wagen war nie besonders agil, reagiert der Motor nur noch mit ein paar Sekunden Bedenkzeit aufs Gaspedal, besonders beim Anfahren. Bei zu ruckhaftem Gasgeben schaltet die Schaltanzeige im Cockpit auf F und der Wagen fährt nicht schneller als 30 oder 40 km/h. Nach dem Abstellen ist das F weg und er fährt er wieder mit o.g. Einschränkung. Jetzt ist auch noch ein Tuckern oder Klopfen dazugekommen. Vielleicht haben sie ja eine Idee. Gruß und vielen Dank im Voraus Ken Schönberg

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Ken, die A-Klasse hat offenbar zwei Probleme: Einmal wahrscheinlich einen Bruch im Kabelbaum der Zentralverriegelung (könnte zwischen der B-Säule und den hinteren Türen liegen, oder am Heckklappenscharnier....) und einen Elektronikfehler am Getriebe-Steuergerät. Ob das nur Steckerkorrosion ist oder ein Update fällig ist, weiß leider nur die Stern-Diagnose. Ältere A-Klassen können sich sehr schnell zu bodenlosen Fässern entwickeln; Du solltest nach der Lösung des Getriebeproblems sehr schnell über einen Fahrzeugwechsel nachdenken (schon mal an einen W123 mit H-Kennzeichen nachgedacht? Der hat keine Steuergeräte....) Es grüßt Der Autopapst

Frage von Dirk Taubenheim:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich habe Probleme mit meinem Mitsubishi Colt EXE 1,3 L 75 PS, Baujahr 91, Laufleistung ca. 185.000 Km. Beim Anfahren stört mich ein Ruckeln, ab einer gewissen Drehzahl nimmt dieser Effekt zwar ab, doch er tritt sowohl im kalten als auch im Betriebszustand auf. Darüber hinaus gibt es Drehzahlschwankungen im Leerlauf, die mit zunehmender Betriebsdauer abnehmen. Wenn ich während der Drehzahlschwankungen das Abblendlicht ausschalte, geht die Drehzahl etwas höher. Kann das an schwachem Zündstrom liegen? Zündkerzen habe ich noch nicht angeschaut. Oder kann es sein, das die Zündspule altersschwach wird? Für jeden Tipp wäre ich sehr dankbar! Mit freundlichem Gruß Dirk Taubenheim

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Dirk, ein Check der Zündanlage (Kerzen, Kabel, Spule) kann nie schaden. Ich denke allerdings nicht, dass die Zündanlage ursächlich für die genannten 3 (!!) Probleme ist. Das Ruckeln (was immer damit gemeint sein könnte....) beim Anfahren ist wahrscheinlich dem hohen Alter des Autos geschuldet: Die Gelenke der Antriebswellen könnten verschlissen sein und beim Drehen „haken“, was sich als Ruckeln / Schütteln bemerkbar macht. Abhilfe schafft eine Erneuerung der Antriebswellengelenke, seltener auch eine Erneuerung der Fettpackung. Drehzahlschwankungen sind bei einem alten Auto bis zu einem bestimmten Niveau normal, nach Ihrer Beschreibung tippe ich auf ein verschmutztes / teilweise verschlissenes Leerlaufregelventil. Eine Reinigung könnte Besserung bringen, dann wird auch die veränderte Leistungsanforderung an die Lichtmaschine (Ausschalten des Fahrlichtes!) schneller ausgeregelt. Ob all das noch wirtschaftlich in Relation zum Restwert des Fahrzeuges ist, müssen Sie selbst entscheiden. Es grüßt Der Autopapst

Frage von Ken Schönberg:

Hallo Herr Kessler, meine Mercedes A-Klasse (W168, A140, Automatik) muckt plötzlich an allen Ecken und Ende rum. Dabei ist sie erst Baujahr 2004, nur 75.000 km gelaufen, Inspektionen regelmäßig, zuletzt voriges Jahr. Zu erst fingen die Hintertüren an zu spinnen. Die Knöpfe fahren beim Verschließen zwar ein, aber die Türen lassen sich von außen trotzdem öffnen. Zwar war der Wagen war nie besonders agil, nun aber reagiert der Motor nur noch nach ein paar Sekunden "Bedenkzeit" auf das Gaspedal, besonders beim Anfahren. Bei zu ruckhaftem Gasgeben schaltet die Schaltanzeige im Cockpit auf F und der Wagen fährt nicht schneller als 30 oder 40 km/h. Nach dem Abstellen, ist das F weg und er fährt er wieder mit den genannten Einschränkungen. Jetzt ist auch noch ein Tuckern oder Klopfen dazugekommen. Vielleicht haben Sie ja ne Idee. Gruß und Vielen Dank im Voraus. Ken Schönberg

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
 
Lieber Ken, die A-Klasse hat offenbar zwei Probleme: Einmal wahrscheinlich einen Bruch im Kabelbaum der Zentralverriegelung (könnte zwischen der B-Säule und den hinteren Türen liegen, oder am Heckklappenscharnier) und einen Elektronikfehler am Getriebe-Steuergerät. Ob das nur Steckerkorrosion ist oder ein Update fällig ist, weiß leider nur die Stern-Diagnose. Ältere A-Klassen können sich sehr schnell zu bodenlosen Fässern entwickeln; Du solltest nach der Lösung des Getriebeproblems sehr schnell über einen Fahrzeugwechsel nachdenken (schon mal an einen W123 mit H-Kennzeichen nachgedacht? Der hat keine Steuergeräte ... Es grüßt Der Autopapst

Frage von Stefan Pristing:

Hallo Autopapst, bei meinem Mini One, Baujahr 9/2009, 75 PS Benziner ist die Motorwarnleuchte an, Start-Stopp funktioniert nicht. Der Motor läuft leicht unrund. Checkkontrol CC ID 031. Haben Sie eine Lösung für das Problem? Vielen Dank. Stefan Prsting

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Stefan, leider nur eine Standardantwort: Auslesen, diagnostizieren, reparieren! Es ist leider so: Durch die umfassende Elektronisierung ist ohne Diagnosewerkzeuge nicht einmal annährend an die Ursache der Störung heranzukommen. Und wenn ein Fehlercode angezeigt wird, muss dieser noch richtig interpretiert werden.... Ohne Fachleute und Spezialequipment ist da also nichts zu machen, auch für den Autopapst nicht!

Frage von Frank Altmann:

Der linke Seitenblinker meines Fiat Panda 169 schwitzt ständig innen! Habe schon alles ausgetauscht! Aber der Blinker ist immer noch feucht innen Was kann ich tun???

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Frank, versuch mal, ein kleines (!) Luftloch in das Blinkergehäuse zu bohren. Das Schwitzwasser entsteht durch Dampfdiffusion. Wenn es keinen ausreichenden Austausch zwischen der Luft im Innern des Seitenblinkers mit der Außenluft gibt, schlägt sich Kondenswasser an der Innenseite nieder. Normalerweise ist dafür irgendeine Belüftung vorgesehen, die an Deinem Panda vielleicht verdeck/verklebt/verschlossen ist. Alles klar? Grüße aus der Grube vom Autopapst