Mercedes E-Klasse: 14 Zentimeter machen den Unterschied

Langversion für China

Dieter Zetsche präsentiert die Mercedes E-Klasse als Langversion
Dieter Zetsche präsentiert die Mercedes E-Klasse als Langversion © dpa

China ist für den Autobauer Mercedes der wichtigste Markt. Entsprechend bieten die Schwaben die E-Klasse nun auch als Langversion. Aber nicht nur 14 Zentimeter mehr Länge sollen die Asiaten überzeugen.

Mercedes hat auf der Auto China in Peking die Langversion der neuen E-Klasse präsentiert. Sie misst in der Länge 14 Zentimeter mehr als das Schwestermodell aus Europa. Es ist genau der Unterschied, den die Kunden auf dem chinesischen Markt wollen. Sie wollen Platz, Platz und nochmals Platz – und das vor allem im Fond. Denn wer in China einen Mercedes fährt, der fährt nicht selbst, der lässt fahren.

Entsprechend kommt das Langenwachstum auch der Beinfreiheit entgegen: sie beträgt 13,4 Zentimeter mehr als es die Kunden in heimischen Gefilden von der E-Klasse kennen. So bringt es die Langversion der E-Klasse auf einen Radstand von 3079 Millimeter und eine Länge von 5063 Millimeter).

Zwei unterschiedliche Designs im Angebot

Die Langversion wird in zwei unterschiedlichen Designs angeboten: Die „Sedan“ genannte Variante trägt den klassisch-nüchternen Limousinen-Kühlergrill mit Mercedes-Stern auf der Motorhaube, der „Sport Sedan“ ist am sportlicheren Kühlergrill mit großem Stern in der Mitte erkennbar. Der Fondbereich ist den Anforderungen des chinesischen Käufers als Arbeits- und Ruheraum angepasst. So können die Passagiere Fahrzeug-Funktionen per App oder ein integriertes Display von den Rücksitzen aus steuern.

Das Heck der E-Klasse Daimler

Zudem bietet die Mittelarmlehne auf Wunsch Funktionen wie kabelloses Laden des Mobiltelefons oder einen temperierbaren Cupholder. Diverse Technik-Highlights aus der normalen E-Klasse sind natürlich auch für die Langversion erhältlich, zum Beispiel das Fahrerassistenzsystem Drive Pilot mit teilautonomen Fahrfunktionen oder die berührungsempfindlichen Flächen am Lenkrad, die eine Menüsteuerung per Daumenbewegung erlauben. Gebaut wird die Langversion der E-Klasse bei Beijing Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC) in Peking, BBAC ist ein Joint Venture zwischen Daimler und dem chinesischen Unternehmen BAIC.

Natürlich gehören zur Serienausstattung der Langversion auch die bekannten Fahrassistenzsysteme wie ein aktiver Brems-Assistent, der eine Kollisionsgefahr mit einem vorausfahrenden Fahrzeug erkennt und den Fahrer optisch und akustisch bei ausbleibender Fahrerreaktion bei Geschwindigkeiten bis 200 km/h warnt und autonom bremst. Dabei reagiert er auch bis ca. 60 km/h auch auf stehende Fahrzeuge und querende Fußgänger. Auch andere Hersteller bieten von verschiedenen Modellen Langversionen ausschließlich für den chinesischen Markt an, so zum Beispiel Audi mit dem A6 in der Langversion. (AG)