«Mercedes.me» bündelt Mobilitätsdienste

Daimler legt zweistellig zu

«Mercedes.me» bündelt Mobilitätsdienste
Daimler-Chef Dieter Zetsche © dpa

Mercedes baut sein Angebot als Mobilitätsdienstleister weiter aus. Während diese Dienste in den kommenden Jahren kräftige Gewinne einbringen sollen, konnte das Unternehmen schon auf einen starken Februar zurückblicken.

Der Autohersteller Daimler hat nach einem starken Jahresauftakt weiter zulegen können. Der Absatz sei im Februar zweistellig gestiegen, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche vor Beginn des Autosalons in Genf. Konkrete Zahlen will der Konzern erst im Laufe der Woche vorlegen. Derzeit könne Daimler nicht so viele Autos bauen, wie nachgefragt würden, sagte Zetsche. Im Januar hatten die Schwaben auch dank eines Schubs in China 15,4 Prozent mehr Autos absetzen können als im Vorjahresmonat.

Neue Plattform «Mercedes.me»

Daimler erhofft sich in diesem Jahr unter anderem vom Start der neuen C-Klasse einen Absatzschub. Die werde in Genf mit Apples neuer Software-Plattform CarPlay vorgestellt, sagte Mercedes-Vertriebschef Ola Källenius. Die Apple-Software soll einem Sprecher zufolge noch in diesem Jahr in Daimlers Autos verbaut werden, ab kommenden Jahr arbeitet der Autohersteller auch mit Googles Android. Daimler bemüht sich wie andere Hersteller mehr und mehr, digitale Inhalte ins Auto zu bringen und so seine Kunden zu binden.

Der Autohersteller bündelt deshalb künftig seine Dienste unter der Plattform «Mercedes.me». Darunter sollen Mobilitätsdienste wie Carsharing-Angebote oder die Taxi-App, «mytaxi», aber auch Reparaturdienste, Apps, mit deren Hilfe beispielsweise das Auto vorgeheizt werden kann, und Finanzdienstleistungen, zusammengefasst werden. Die Investitionen in dem Bereich seien «substanziell», sagte Daimler-Chef Zetsche, ohne konkreter zu werden. Auch ein Umsatzziel wollte Zetsche nicht nennen.

Allein Mobilitätsdienstleistungen wie «Car2Go» sollen früheren Aussagen zufolge bis 2020 mehr als 800 Millionen Euro Umsatz abwerfen, bei einer Umsatzrendite von zehn Prozent. Daimler ist nicht der einzige, der in das Geschäft mit Diensten rund um das Auto drängt. Bosch-KfZ-Geschäftsführer Wolf-Henning Scheider sagte kürzlich, er sehe in Diensten rund um das vernetzte Auto ein «Milliardengeschäft in den nächsten sechs bis acht Jahren». (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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