Mercedes stattet Citaro mit Brennstoffzelle aus

Ab 2022

Weltpremiere des Mercedes eCitaro in Mainz. © Mertens

Die Brennstoffzelle gilt als Zukunftstechnologie. Entsprechend will Mercedes seinen den Citaro mit dieser Technologie anbieten.

Bis es indes so weit ist. wird es indes noch etwas dauern. Es wird voraussichtlich 2022 werden, bevor dieser Technologie im eCitaro zum Einsatz kommt. Derzeit fristet die die Brennstoffzelle nur ein Schattendasein: Bis auf den Toyota Mirai, den Hyundai Nexo kommt die Technologie nur noch im Mercedes GLC F-Cell zu Einsatz. Bei den Schwaben wird das Fahrzeug aber nicht frei verkauft, es geht nur an ausgewählte Kunden.


Doch immer mehr Hersteller haben angekündigt, der Technologie mehr aufmerksam zu widmen. Dazu gehört auch der Brennstoffzellenpionier Mercedes, weshalb man nun auch ab 2022 den ÖPNV-Bus eCitaro damit ausstattetn will An der Entwicklung beteiligt sich das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) mit 3,3 Millionen Euro.

Technische Details nicht bekannt

Technische Details werden allerdings noch nicht genannt. Die Brennstoffzelle soll im Fall des eCitaro zusätzlich zur großen Traktionsbatterie installiert werden, um so das Reichweitenpotenzial zu steigern. Bislang kann ein eCitaro mit einer 292-kWh-Batterie zwischen 170 und 280 Kilometer weit mit einer Ladung fahren.

Mit einer Brennstoffzelle als Range-Extender soll sich der eCitaro laut Mercedes für jedes Einsatzszenario eignen. Ein ähnliches Konzept verfolgt Renault bei seinen bereits in wenigen Monaten verfügbaren Kleintransporter-Modellen Kangoo Z.E. und Master Z.E. Im Fall des Master Z.E. Hydrogen sorgt eine Brennstoffzelle für ein Reichweitenplus von 120 auf 350 Kilometer.

Teil einer Dekarbonisierungskampagne

Der eCitaro mit Brennstoffzelle ist Teil einer groß angelegten Dekarbonisierungsstrategie von Daimlers Nutzfahrzeugesparte. Auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin hat Daimlers Lkw-Vorstand Martin Daum Ende Oktober angekündigt, bis 2039 in Europa, Nordamerika und Japan nurmehr ausschließlich lokal emissionsfrei fahrende Lkw und Busse anbieten zu wollen.

Zur Erreichung dieses Ziels wird auch der Brennstoffzelle eine wichtige Rolle zukommen. Als einen neuen Vorboten dieser wasserstoffgetriebenen Nutzfahrzeugzukunft hat die Konzerntochter Fuso jüngst auf der Tokyo Motor Show den 7,5-Tonner „Vision F-Cell“ vorgestellt. Dieser soll wie der eCitaro dank einer Kombination von Batterie und Brennstoffzelle 300 Kilometer Reichweite bieten. (AG/SP-X)