Mercedes C-Klasse: Auf der Suche nach Veränderungen

Die neue Mercedes C-Klasse. Foto: Daimler
Die Mercedes wurde überarbeitet. Optisch sieht man kaum Unterschiede, die Neuerungen finden sich unter der Karosserie. © Daimler

Die optischen Änderungen der ab Juli erhältlichen Mercedes C-Klasse sind nur für das geübte Auge erkennbar. Umfangreicher sind hingegen die Neuerungen in Sachen Komfort-, Infotainment- und Sicherheitstechnik.

Das hat höhere Preise zur Folge. Für den C 200 mit Heckantrieb verlangt Mercedes jetzt 40.000 Euro für die Limousine und 42.000 für das T-Modell. Mit Allrad werden je 2.000 Euro mehr fällig. Der C 220d startet bei 42.000 respektive 44.000 Euro. Das alte Modell gab es in der C-200-Motorisierung ab rund 37.000 Euro.


Im Innenraum bietet Mercedes neue offenporige Holzdekors, einen neuen Multikontursitz mit Massagefunktion und modifizierte Bedienelemente. Standard für alle C-Klassen ist künftig ein Keyless-Go-System, bei dem der Signalgeber in der Tasche bleiben kann und der Motor per Knopfdruck gestartet wird. Die allerdings wichtigste Neuerung ist das digitale Kombiinstrument. In den Standardversionen bleibt es bei klassischen Analoganzeigen, doch kann der Kunde künftig optional den aus der S-Klasse bekannten, 12,3 Zoll großen Bildschirm bekommen, der unter anderem verschiedene Anzeigestile beherrscht.

Mercedes C-Klasse legt bei Assistenten nach

Auch bei den Assistenzsystemen hat Mercedes nachgerüstet. Dank einer verbesserten Kamera- und Radarsensorik konnte das Repertoire automatisierter Fahrkünste erweitert werden. Darüber hinaus reagiert der Kollisionsverhinderer besser auf Fußgänger und Fahrradfahrer. Außerdem ist ein Notfall-Assistent an Bord, der bei einem Ausfall des Fahrers das Fahrzeug eigenständig zum Stehen bringt. Schließlich kann der Abstandstempomat jetzt auch auf Grundlage der Navigationsdaten die Fahrzeuggeschwindigkeit an die Verkehrsführung anpassen.

Die optischen Maßnahmen beschränken sich auf eine neu gestaltete Frontschürze sowie modifizierte Leuchten vorn und hinten. Die Scheinwerfer sind erstmalig in der Multibeam-LED-Variante in Kombination mit Ultra-Range-Fernlicht bestellbar. Die Hightech-Leuchten mit 84 einzeln steuerbaren LEDs können ihr Licht dynamisch an die Verkehrssituation anpassen, was unter anderem das Fahren mit Dauerfernlicht erlaubt, das übrigens bis zu 650 Meter weit reicht.

Neue Vierzylinder-Motoren

Für den Antrieb sorgt unter anderem eine neue Generation Vierzylinder-Benziner (M 264). Zum Marktstart bietet Mercedes den 135 kW/184 PS starken 1,5-Liter-Otto im C 200 mit Heck- und Allradantrieb an. Später folgt eine 2,0-Liter-Variante. Neu ist im C 200 auch das 48-Volt-System mit riemengetriebenem Starter-Generator.

Die serienmäßige Elektrifizierung schafft die Voraussetzungen für spritsparende Zusatzfunktionen wie Segeln mit ausgeschaltetem Motor oder Rekuperationsoptionen. Darüber hinaus kann der EQ Boost genannte Generator den Verbrenner beim Beschleunigen mit zusätzlichen 10 kW/14 PS unterstützen und damit das Turboloch überbrücken. Den Kraftstoffverbrauch gibt Mercedes mit 6,1 bis 6,8 Litern an. Daneben ist im 220 d ein neuer Dieselmotor (OM 654) mit nun zwei Litern Hubraum und 143 kW/194 PS erhältlich, 18 kW/25 PS mehr als das Vorgängeraggregat hatte. (SP-X)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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