Mercedes im Juni mit Absatzrückgang

Minus 3,7 Prozent

Der Mercedes-Benz GLC 300 d 4MATIC. © Daimler

Der Autobauer Mercedes musste im Juni einen Absatzrückgang hinnehmen. Dennoch bleiben die Schwaben nach dem ersten Halbjahr führender Premiumhersteller.

Im Vormonat ging die weltweiten Auslieferungen mit 196.230 Fahrzeugen um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Im ersten Halbjahr des Jahres wurden 1.134.729 Millionen Fahrzeuge mit dem Stern an Kunden ausgeliefert, ein Rückgang von 4,6 Prozent. Wie Mercedes mitteilte, hätte sich der Modellwechsel im volumenstärksten Segment der SUVs negativ auf den Absatz ausgewirkt.


„Mercedes-Benz steht nach einem herausfordernden ersten Halbjahr weiterhin an der Spitze des Premiumsegments. Vor allem die große Beliebtheit der neuen Kompaktmodelle freut uns“, sagte Vertriebschefin Britta Seeger. Für das dritte Quartal erwartet Seeger Absatzimpulse durch die neuen SUvs. So kommen Juli mit dem GLC und dem GLC Coupé zwei neue Geländewagen auf den Markt. Der Mercedes GLC gehört dabei zu den bei den Kunden beliebtesten SUVs.

Europa und Deutschland mit Einbußen

Von Januar bis Juni konnte Mercedes in Europa 457.595 Fahrzeuge verkaufen, ein Minus von vier Prozent. Einbußen von 2,7 Prozent gab es mit 147.351 Einheiten im gleichen Zeitraum auch auf dem Heimatmarkt Deutschland.

Nur leichte Zuwächse konnte Mercedes auf dem so wichtigen Einzelmarkt China erzielen. Hier lieferte die Marke im Vormonat mit 57.018 Fahrzeuge nur 0,1 Prozent mehr aus als im Vorjahresmonat. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden in China 344.657 Einheiten in Kundenhand übergeben, ein Plus von 1,3 Prozent. In den USA wurden im vergangenen Monat 26.196 Pkw verkauft, damit liegt man auf Vorjahresniveau. Seit Jahresbeginn liegt der Absatz dort bei 147.396 Fahrzeugen (- 7,2 Prozent).

SUV-Absatz mit zweistelligem Rückgang

Mit Blick auf die Segmente lieferte Mercedes bei den SUVs im ersten Halbjahr rund 367.000 Einheiten der Modelle GLA, GLC, GLC Coupé, GLE, GLE Coupé, GLS und der G-Klasse aus, ein Absatzrückgang von 13,3 Prozent. Die Mercedes-Tochter Smart konnte im ersten Halbjahr 60.318 Fahrzeuge an Kunden übergeben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Rückgang von 8,1 Prozent. Im Juni lag das Minus mit 10.231 Fahrzeugen sogar bei 22,5 Prozent.

Erzrivale BMW hatte seine Zahlen bereits am Mittwoch vorgelegt und im Gegensatz zu Daimler vor allem dank eines starken Absatzes in China im Juni mehr Fahrzeuge seiner Stammmarke verkauft. Die VW-Tochter Audi profitierte ebenfalls besonders von guten Verkaufszahlen in China.

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.