McLarens dritte Klasse

Premiere in New York

Das McLaren 570S Coupé ist das neue Basismodell der Briten.
Das McLaren 570S Coupé ist das neue Basismodell der Briten. © McLaren

McLaren eröffnet eine neue Klasse. Der Supersportwagen-Hersteller bringt mit dem 570S Coupé so etwas wie ein Einstiegsmodell – falls man das bei 570 PS sagen kann.

McLaren unterteilt sein Sportwagenangebot in drei Klassen: Oben rangiert in der Ultimate Series der Hybrid-Supersportler P1, darunter befindet sich die Super Series, dessen höchste Ausbaustufe der erst kürzlich auf dem Genfer Autosalon enthüllte 675 LT bildet. Nun erweitern die Briten ihr Angebot mit der Sport Series nach unten und zeigen mit dem 570S Coupé das erste Modell auf der New Yorker Auto Show (3. bis 12. April).

McLaren 570S Coupé in 3,2 Sekunden auf 100

Wie bei den anderen Supersportwagen der Marke steht die Zahl in der Modellbezeichnung für die Leistung; in diesem Fall kommt der weiterentwickelte 3,8-Liter-V8-Motor also auf 419 kW/570 PS. Die Kraft wird durch ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe übertragen und durch den Heckantrieb auf die Straße gebracht. Zügeln lässt er sich durch die ab Werk eingebauten Karbon-Keramik-Bremsscheiben.

Das 1313 Kilogramm schwere McLaren 570S Coupé sprintet in 3,2 Sekunden auf Tempo 100, die 200-km/h-Grenze ist nach 9,8 Sekunden erreicht. Erst bei 328 km/h kommt er an seine Grenzen. Durch das geringe Eigengewicht soll der Sportler sich laut Hersteller durchschnittlich mit 11,1 Liter auf 100 Kilometer begnügen.

McLaren 570S Coupé voll straßentauglich

Optisch orientiert sich das erste Mitglied der Sport Series an seinen Brüdern wie dem P1. Auch der 570S hat große Lufteinlässe unterhalb der LED-Frontscheinwerfer, sowie seitliche Lufteinlässe, die in Carbon gehalten sind und sich über die gesamte Türlänge ziehen. Das Heck des 4,53 Meter langen Sportlers prägen runde Rückleuchten. Wie auch beim P1 ist Blick in den Motorraum unverstellt.

Damit sich das 570S Coupé auf jedem Asphalt wohl fühlt, erhält die Sport Series ein neuentwickeltes Federungssystem, das sowohl für die Straße als auch für die Rennstrecke konzipiert ist. Es kann in den Modi „Normal", „Sport" und „Track" eingestellt werden. Mehr Alltagstauglichkeit soll unter anderem auch durch den 150 Liter fassenden vorderen Gepäckraum entstehen. Im Innenraum befindet sich ein 7 Zoll großer Touchscreen auf der schwebend wirkenden Mittelkonsole. Für das Interieur bietet McLaren verschiedene Alcantara-, Leder- und Kohlefaser-Pakete an.

Preise für das neue Basismodell nennt der britische Autobauer noch nicht, allerdings dürften - auch im Vergleich mit Wettbewerbern - 140.000 Euro eine realistische Größenordnung sein. (SP-X)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.