Fragen an den Autopapst im November 2012

Autopapst Andreas Kessler © Autogazette

Probleme mit dem Auto? Sie brauchen Reparatur-Tipps? Fragen Sie Autopapst Andreas Kessler, er hilft Ihnen weiter. Heute der Leserin eines Opel Agila.

Frage von Toska Holtz:

Hallo Herr Kessler, ich wende mich wegen eines dringenden Problems mit unserem Dienstwagen, einem Opel Agila, an Sie. Der Opel hat eine neue Kraftstoffpumpe bekommen. Er fuhr dann 200 km gut und ab dann nahm er kein Gas mehr an. Er hat nun eine neue Zündspule. Er geht an, aber nimmt kein Gas an. Was könnte das sein? Die Kraftstoffpumpe? Etwas im Tank, das die Leitung verschließt? Vielleicht haben Sie eine Idee? Das Problem ist, dass die Pumpe am Schkeuditzer Kreuz eingebaut wurde und der Opel nun wieder hier in Berlin in der Werkstatt steht. Die dortigen Mechaniker sind hilflos. PS: Wir als Hospiz benötigen den Opel ganz dringend!!! SOS:-) Vielen Dank und ganz viele Grüße aus dem Ricam Hospiz von Toska Holtz!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Holtz, denkbar ist in der Tat irgendein Fremdkörper (oder ganz viele kleine im Kraftstoff-Filter), die den Spritnachschub behindern. Haben Sie schon mit dem Gedanken gespielt, eine Zweitmeinung einzuholen? Wenn eine Werkstatt nicht weiter kommt, hilft sicher die andere.... Solche Probleme sollten nämlich lösbar sein! Wenn ein Auto kein Gas annimmt, stimmt entweder etwas mit der Spritzufuhr oder mit der Zündung nicht. Oder, in beiden Fällen, mit dem Steuergerät. Das wiederum kann nur durch eine Befragung des Fehlerspeichers gelöst werden. Leider muss ich mich bei sehr vielen Fragen immer wiederholen: Die moderne Elektronik lässt Ferndiagnosen einfach nicht zu..... Dem Autopapst tut das leid, er kann es aber nicht ändern!

Frage von Maurizio Peronaci:

Hallo Herr Kessler, wir haben einen Renault Espace 3 dCi, Bj.2002. Wir haben ein penetrantes unlösbares Problem. Während der Fahrt meldet sich der Computer mit einem Geräusch und einer Fehleranzeige. Das Auto hat dann keine Kraft mehr zu beschleunigen. Am Anfang ging das Auto während der Fahrt aus. Nach einem Neustart ging es dann wieder für kurze Zeit. Wir waren schon unzählige Male in der Reparatur, doch das Problem löst sich einfach nicht. Wir haben schon den Einspritzer gewechselt, den Dieselfilter und einen Sensor und einen Regulator usw... Komischerweise fährt nach jeder Reparatur das Auto erst mal gut, doch nach kurzer Zeit ist es dasselbe Problem. Momentan zeigt das Auto schon kurz nach dem Starten die Fehlermeldung. Was kann das sein? Bitte um Hilfe!!!!!LG Maurizio

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Maurizio, das hört sich nach einer Schlechtleistung der Werkstatt an! Wenn das Problem sauber diagnostiziert wird (z.B. durch die Befragung des Fehlerspeichers...), müsste eine entsprechend geschulte Fachkraft sehr schnell die richtige Therapie anwenden und das Problem beheben. Danach zahlen Sie die Rechnung und alles ist schön. Offenbar hat es hier mal wieder nur mit dem Bezahlen geklappt.... Gehen Sie mit den letzten Rechnungen in die Werkstatt zurück, verlangen Sie den Kundendienstleiter und bitte ihn in netter Form, seinen Teil des Geschäftes zu erledigen (Sie haben Ihren ja bereits bezahlt!). Das nennt man „Gewährleistung“, die Werkstatt muss und darf zunächst nachbessern. Wenn sie das nach 2 Versuchen nicht schafft, können Sie das Geschäft rückabwickeln, also ihr Geld zurück verlangen. Soweit die Theorie! Ich kann Ihnen leider ohne einen Fehlercode nicht mal annährend sagen, wo das Problem liegt. Halten Sie durch und scheuen Sie sich nicht, Ihren bereits bezahlten Anspruch mit Hilfe eines Anwaltes durchzusetzen!

Frage von W. Bitte:

Hallo, mein Mercedes-Benz C180 (0710/478) von 08/2001, Km-Stand: 75000, fährt zu Beginn ohne Probleme. Nach ca. 15-20 km hört man bei langsamer Geschwindigkeit (ca. 20 kmh) und scharfem Abbiegen ein deutliches Quietschen von vorn. Dabei ist auch ein leichtes Absinken der Vorderseite bemerkbar. Laut TÜV-Gutachten mit Stoßdämpfertest (im kalten Zustand) gibt es keine Beanstandung. Ich möchte trotzdem am liebsten die beiden Stoßdämpfer vorn auswechseln, trotz der hohen Kosten. Was können Sie als Ferndiagnose mir raten? Mit freundlichen Grüßen W. Bitte

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Bitte, es sind nicht die Stoßdämpfer, sondern eher die Gummielemente an der Vorderachse! In Frage kommen die Querlenkerbuchsen und die Stabilisatoraufnahmen. Lautes Quietschen deutet oft auf verschlissene Achstraggelenke hin, deren Austausch dann sehr kurzfristig erfolgen sollte. Viel Erfolg wünscht der Autopapst

Frage von Margit Stoll:

Hallo Herr Kessler, hier eine Frage von einer in Lettland lebenden Deutschen. Ich fahre z. Zt. einen Opel Omega Caravan, Bj. 2000, 2,5 Liter Diesel. Welches Öl ist da richtig für das Differenzial, mein Buch zum Auto ist leider nicht mehr da. Vielen Dank im Voraus für Ihre kompetente Antwort. Wünsche Ihnen eine Grippe freie Zeit und verbleibe mit freundlichen Grüßen Margit Stoll

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frau Stoll, Sie brauchen ein SAE 90-Hypoid-Öl für das Differential. Viele Grüße A.K.

N.N. fragt:

Hallo, Herr Keßler, was halten Sie von Wildwarngeräten (auf Basis von Ultraschall), ob und welches Gerät nützt? Ich habe zwar weder einen Pkw noch ein Motorrad, suche aber für Weihnachten ein gutes Geschenk für einen Pkw- und Motorradbesitzer - wäre da auch für einen Weihnachtstipp dankbar -, bezüglich eines Wildwarngeräte würde mich darüber hinaus interessieren, ob man das erwirbt und verschenkt oder ob derjenige das besser über seine Werkstatt erwerben lässt und anbauen lässt und ob das ohne Lackschäden zu verursachen und für den Straßenverkehr sicher angebracht werden kann (an der Stoßstange o. ä.). Mit freundlichen Grüßen, N.N.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo, sehr gute Idee, bereits jetzt mit der Weihnachtsgeschenkeplanung zu beginnen! Allerdings ist so ein "Wild-Warngeräusch-Set" meiner Meinung nach Humbug: Die Idee basiert auf der Annahme, dass die Wildwarngeräte nach richtiger (!!) Montage ultrahohe Töne erzeugen, die evtl. am Straßenrand stehendes Wild verjagt. Ob das funktioniert, kann ein Mensch zum einen nicht hören (weil er in dem Bereich "taub" ist....) und auch nicht überprüfen, weil er ja nicht weiß, ob Wild, das nicht über die Straße vor sein Auto rennt, vorher überhaupt am Straßenrand stand.... Also: Ich würde etwas anderes kaufen! Sehr gut als Geschenk eignen sich im Augenblick die kleinen Batterie-Erhaltungslader (gibt es im Winter öfter mal bei Aldi und Co.), Drehmomentschlüssel für das "richtige" Anziehen der Radmuttern, Felgenbäume für die Winter- / Sommerräder, Frostschutzprüfer (für Kühlwasser oder Scheibenwaschwasser), Sitzheizungsauflagen (die allerdings ewig verrutschen und mit viel Kabelei arbeiten, eher nicht für den Dauereinsatz!) und (warum eigentlich nicht??): Motoröl! Rechtzeitig im Zubehör gekauft, ist das nicht teuer und spart beim nächsten Ölwechsel viel Geld (hierzu muß man aber vorher ganz genau recherchieren: Welches Auto? Und was für Öl (Herstellerfreigabe beachten!)). Viel Spaß beim Shoppen wünscht Der Autopapst.

Frage von Muckel Röhl:

Ich fahre einen BMW 320i Automatik, Baujahr 1989. Der Wagen springt meist nur an, wenn ich gleichzeitig Gas gebe. wenn es wie jetzt kälter und feuchter wird, muss ich vier bis fünf Mal starten und ordentlich Gas geben. Dann quält er sich den ersten Kilometer. Außerdem ist die Drehzahl im Leerlauf unruhig, der Zeiger schlägt aus, als ob ich Gas gebe. Was kann das sein? Vielen Dank für eine Diagnose im Voraus. MfG Petra Röhl

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frau Röhl, könnte es sein, dass Ihr BMW schon länger nicht mehr unter den heilenden Händen eines Profis war? Die Schilderung hört sich für mich verdammt nach einem ordentlichen Wartungsstau an! Als Therapie empfehle ich die Erneuerung der Zündkerzen, der Zündkabel, der Verteilerkappe nebst Verteilerfinger sowie einen Check der Unterdruckanlage. Nur wenn sämtliche Komponenten einwandfrei dicht, isoliert und funktionsfähig sind, läuft der 6-Ender so samtig, wie es sich für einen BMW-Motor gehört. Und nach 23 Jahren dürfen gerne auch mal ein paar neue Teile unter die Haube kommen, oder?? Es grüßt Der Autopapst

Frage von G. Einenkel:

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Sohn hat sich einen BMW 325 TD, Bj. 1993, gekauft. Dabei ist ein großes Problem aufgetreten. Dieses Auto springt einfach nicht an. Wird das Auto angeschleppt, fährt es einwandfrei und klingt auch vom Motor her ruhig und gleichmäßig. Kurze Stopps mit Ausschalten des Motors nimmt es problemlos. Aber steht das Auto länger und kühlt komplett ab, springt es wieder nicht mehr an. Woran kann das liegen?? Werkstätten und der ÖMTC haben keine Fehler finden können. Eine Antwort noch vor nächstem Samstag würde mich und meinen Sohn sehr glücklich machen. Mit freundlichen Grüßen G. Einenkel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Einenkel, es gibt beim 325 TD zwei Standardprobleme, die zu den beschriebenen Symptomen führen können: 1. Die Schläuche zwischen den Einspritzdüsen (Leckölleitungen). Wenn die rissig/porös sind, läuft der Sprit nach längerer Standzeit zurück in den Tank, weil sie "Luft ziehen". Bis die Vorförderpumpe dann wieder Sprit bis zur Einspritzpumpe gefördert hat, dauert es ewig! 2. Noch schwieriger wird es, wenn dieses Problem länger anhält: Dadurch geht nämlich die besagte Vorförderpumpe (im Tank) kaputt. Dann muss sich die Einspritzpumpe den Sprit selber aus dem Tank holen, was (fast) nicht funktioniert Diese beiden Standardlösungen sind sehr häufig, aber nicht immer des Rätsels Lösung. Weitere Ursachen können diese sein: Glühanlage / Glühkerzen defekt, Tank fast leer (Tank-Pumpe zieht Luft), Verschlissener Motor / nach hoher Laufleistung keine oder zu wenig Kompression, nach hoher Laufleistung gelängte Steuerkette mit daraus resultierender Verschiebung der Steuer- und Einspritzzeiten. Unter dem Strich kann so ein alter 325 TD richtig teuer werden! Die BMW-Diesel aus dieser Zeit waren gelinde gesagt Murx und lohnen eine Instandsetzung heute nicht mehr. Wenn keine schnelle Lösung möglich ist: Verkaufen!! Es grüßt Der Autopapst

Frage von Jens Bonk:

Guten Tag, meine Frau fährt einen Ford Scorpio 2,0 DOHC, Baujahr 1994. Das Fahrzeug läuft tadellos, er hat jedoch hin und wieder hauptsächlich beim Anfahren Zündaussetzer gleichzeitig auf allen vier Zylindern. Geht dann für ca. 0,5 Sekunden aus und läuft sofort weiter, als wenn nichts wär. Mal verstärkt und mal gar nicht. Kraftstoffdruckregler, Zündkabel, Verteilerkappe, Verteilerläufer, Zündspule, Potentiometer, sind neu. Woran kann es noch liegen? Dann noch ein Problem mit einem Sierra meiner Tochter, gleiche Maschine. Nimmt im warmen Zustand beim Beschleunigen kaum Gas an für ca. 3 Sekunden und zieht dann voll durch bis Drehzahlbegrenzer. Ich bedanke mich für Ihre Antwort. MfG Jens Bonk

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jens, beim Scorpio tippe ich auf den Kupplungsschalter! Der sitzt am Kupplungspedal und regelt den Leerlauf, wenn auf die Kupplung getreten bzw. wenn die Kupplung wieder "kommen gelassen" wird. Wenn der zwar ab- aber nicht wieder einschaltet, könnte es zu dem beschriebenen Phänomen kommen. Beim Sierra würde ich mal die Temperaturfühler überprüfen bzw. auswechseln. Die alten Fords haben zwar schon eine Art Fehlerspeicher, den kann heute aber kaum noch jemand auslesen (am ehesten die Universaltester von Bosch und Gutmann...). Ohne Tester wird das aber schnell zum "Teileweitwurf" bzw. Try-and-Error....

Frage von Sandra Giampietro:

Hallo, ich habe einen Renault Espace IV 2.2 dCi, Bj. 2003. Wenn die Temperaturen unter +2 bis in die Minusgraden gehen, springt er zwar an, geht aber direkt wieder aus. Vorgestern brauchte ich neun Anläufe, bis er anblieb. Wenn ich dann eine Kurzstrecke fahre und ihn abstelle, springt er nach kurzer Zeit aber wieder ganz normal an. Die Batterie ist neu. Ich hoffe sie können mir einen Rat geben. Mit freundlichen Grüßen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sandra, auf zum Orakel! Das steht in der Autowerkstatt und heißt Diagnosecomputer. Ohne eine Befragung des Fehlerspeichers lässt sich leider nicht genau sagen, welcher Temperaturfühler defekt ist. Ich tippe auf den Motortemperaturfühler....

Frage von Marcus Schönau:

Ich fahre einen VW Golf 2 Cl, Baujahr 1986, Motorkennung MH mit 1,3l mit nachgerüstetem G-Kat. An meiner Pulldowndose (Startphase 1) und der Unterdruckdose (Startphase2) liegt kein Unterdruck an. Die Dosen habe ich getestet, sie funktionieren tadellos, sie machen auch einen ziemlich neuwertigen Eindruck. Die Schläuche sind ebenfalls neu und dem zu Folge dicht. Der einzige poröse Schlauch, den ich ausfindig machen konnte, ist der von der Kurbelwellenentlüftung, der unter dem Ölabscheider sitzt. Bei diesem weiß ich nicht, ob er eventuell auch für den Unterdruck zuständig ist. 
Dadurch, dass die Unterdruckdosen nicht angesprochen werden, ist natürlich meine Starterklappe zu weit geschlossen genauso auch die Drosselklappe im Vergaser von der zweiten Startphase. Ich weiß, dass unter dem Vergaser sich Unterdruck aufbaut, deswegen hab ich schon den Vergaserflansch erneuert, jedoch hat es keinen Unterschied gemacht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Marcus, da ist irgendein Schlauch nicht angeschlossen oder falsch gesteckt. Sobald der Motor läuft, saugt er Luft an, wodurch im Ansaugtrakt ein Unterdruck entsteht. Unterdruck ist also vorhanden. Wo der Fehler sitzt, zeigt ein Unterdrucksystem-Schaubild. Diese "Verrohrung" der Unterdrucksteuerung ist im „Jetzt helfe ich mir selbst“ ziemlich perfekt dargestellt. Da ein Bild ja mehr als 1000 Worte sagt, höre ich jetzt hier auf....

Frage von Opel Zafira-Fahrer Mustafa:

Hallo Kessler, fahre einen Opel Zafira Diesel mit dem Motor Y20DTH, Baujahr 11/2001. Das Auto hat das Problem um diese Jahreszeit, dass es nicht auf die richtige Betriebstemperatur kommt bei einer Fahrt von 10-15km, bzw. wenn es auf Betriebstemperatur ist und die Heizung auf ist. Auf Stufe 3 neigt sich die Temperaturanzeige langsam in den Keller. Ich habe schon jetzt das 3. Mal das Thermostat gewechselt, wo es nach kurzerer Fahrt auf Betriebstemperatur kommt und auch hält im Heizungsbetrieb. Aber nach einigen Monaten passiert immer wieder schleichend der hauptsächliche Fehler. Was kann die Ursache sein? Soll ich nochmal einen Thermostatwechsel machen?? Mit freundlichen Grüßen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Mustafa, ich würde noch ein neues Thermostat kaufen und vor dem Einbau das Kühlsystem reinigen. Wahrscheinlich ist so viel Kalk im System, dass sich Ablagerungen ins Thermostat mogeln und es regelmäßig kaputt machen. Reinigen kann man z.B. mit Zitronensäure aus dem Drogeriemarkt, das Entkalken funktioniert etwa so, wie bei der Kaffeemaschine zuhause. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Matthias Bott fragt:

Sehr geehrter Herr Keßler, habe vor ein paar Monaten einen Artikel darüber gelesen, dass Dieselmotoren eher verschleißen als Benzinmotoren und umweltschädlicher sind. Ist das richtig und ein Benziner vorzuziehen? Für eine baldige Antwort danke ich Ihnen im Voraus. Freundliche Grüße von Matthias Bott


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Bott, ganz so einfach ist das leider nicht! In der Tat erreichen Diesel heute nicht mehr extrem viel höhere Laufleistungen als Benziner, weil die Benziner inzwischen auch zum Langläufer mutiert sind! Grundsätzlich sind moderne Motoren aus Kosten- und Konsumgründen ziemlich „auf Kante“ konstruiert und halten oft nur exakt so lange, wie der Konstrukteur es bei der Konstruktion berechnet hat. Immerhin sollen Sie sich ja regelmäßig ein neues Auto kaufen..... Als Normalautofahrer würde ich mir heute immer einen Benziner kaufen. Die Mehrkosten des Dieselantriebes lassen sich fast nicht mehr „hereinfahren“, weil die Wartungskosten beim Diesel höher sind und fast keine Unterschiede mehr an der Tankstelle bestehen. Einzig der Verbrauchsvorteil spricht noch zugunsten des Dieselmotors.

Frage von Torsten Schal:

Kann man einen Zuheizer für den BMW E39 von Webasto auf seine Funktionsfähigkeit prüfen ohne BMW ausgeliefert zu sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Selbstverständlich! Die Wartung von Standheizungen (dazu zählt auch das Auslesen des Standheizungs-Fehlerspeichers) übernehmen seit Jahren Bosch-Dienste.

Frage von Andre Köppen:

Hallo Herr Autopapst, ich fahre einen VW Touran 2.0 TDI, 140PS, 16V (Fahrzeugtyp 1T, Variante BKDAC), Bj. 2005 mit 165.000 Kilometern und habe folgendes Problem: das Fahrzeug springt im kalten Zustand sofort an und im warmen muss der Anlasser ewig drehen, damit das Fahrzeug anspringt. Ich hoffe Sie können mir helfen! Freundliche Grüße AK

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Höchstwahrscheinlich gehört Ihr Auto zu der Serie, bei der der Anlasser die Mindeststartdrehzahl nicht erreicht. Deshalb gibt die Elektronik die Einspritzung nicht frei. Entweder lassen Sie einen neuen Anlasser einbauen (der hoffentlich etwas schneller dreht...) oder Sie lassen sich bei VW ein Update aufspielen, in dem die Mindestdrehzahl etwas niedriger ist. Fragen Sie mal nach....

Frage von Gehre:

Ich fahre einen Fiat Stilo mit lockerem Anschluss. Was kann ich tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Mensch Gehre, was für eine Frage! Natürlich wieder fest ziehen, den Anschluss... (Hoffentlich habe ich die Frage richtig verstanden....!)

Frage von Robert Ceglarek:

Hallo, es geht um meinen Ford Windstar, Bj. 1997. Immer, wenn ich an die Ampel heranfahre und anfange, etwas stärker zu bremsen, schwankt die Drehzahl extrem. Wenn das Auto zum Stehen kommt, geht er aus. Dasselbe passiert, wenn ich beim Anfahren an der Kreuzung wieder kurz bremsen muss. Woran könnte das liegen und was kann ich tun? Vielen Dank!! Freundliche Grüße von Robert Ceglarek

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte am Bremskraftverstärker liegen, der dem Motor zu viel Unterdruck absaugt. Oft ist in diesen Fällen das in der Unterdruckleitung verbaute Rückschlagventil defekt. Der Wechsel ist Minutensache.... (Testen kann man das, indem man versuchsweise den Unterdruckschlauch zum Bremskraftverstärker abklemmt. Achtung! Danach ist das Bremspedal steinhart und man braucht dreimal so viel Bremskraft wie sonst. Also nur auf freier Fläche ausprobieren!!)

Volker Kehlstein fragt:

Sehr geehrter Herr „Autopapst“, bei meinem Mazda3, BK 1,6 Liter,Diesel, DPF, Bj.: 2007, 70.000 km ist folgender Fehler vorhanden: Motor geht bei voller Fahrt plötzlich aus ( Bord PC zeigt 0,0 aktueller Verbrauch), lässt sich aber danach wieder starten, nachdem ich die Zündung aus- und gleich wieder eingeschalten habe. Standgas geht, ich bin sogar im Standgas ca. 10 km in die Werkstatt gefahren, aber beim Gas geben geht er wieder aus. Nach einer Weile geht's dann wieder für paar Kilometer. Mal für 3-10, mal für mehr als 100 km. Werkstatt (freie) sagt, Problem ist der im Railrohr sitzende Kraftstoffdrucksensor. Mazda-Werkstatt sagt, den Sensor gibt's nicht, Teil unbekannt. Hätten Sie hier eine Idee, was man machen könnte, kennen Sie evtl. diesen Sensor, oder sogar das Problem selbst an anderen Mazdas? Der Kollege der freien Werkstatt hat mir doch gezeigt, wo der Sensor steckt, wieso kennen die bei Mazda das Teil nicht? Ich bin z.Zt. ein bisschen ratlos. Bin für jede Hilfe dankbar, denn seit ca. 2 Wochen ist mein Auto nun in der Werkstatt, ich bin aber auf das Auto angewiesen, aus beruflichen Gründen. Ich will es nicht übermäßig dramatisieren, aber Sie sind echt meine letzte Hoffnung, die Werkstätten scheinen überfordert. Mit freundlichen Grüßen, Volker Kehlstein.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Volker, der Motor im Mazda stammt aus der Ford-PSA-Kooperation. Ich würde mal bei Peugeot fragen, ob die den Sensor kennen und im Regal haben. Oder Sie nehmen den http://www.daparto.de/Kraftstoffdrucksensor/Mazda/1-565-365 und versuchen Ihr Glück.... Häufig gibt es aber auch Phantomfehler, weil z.B. die Batterie nicht mehr richtig fit ist. Vielleicht löst ein Batterie-Check das Rätsel! Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Baume:

Bei meinem Citroen C5, Baujahr 2001, funktioniert die Heizung nicht mehr richtig. Die Temperatur lässt sich von Zeit zu Zeit auf der Fahrerseite nichtmehr steuern. Was kann ich tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Abhilfe schafft ein neuer Mischklappenmotor mit längerer Welle. Es gibt einen entsprechenden Reparatur-Satz, der bei Citroen incl. Einbau ca. 700 Euro kostet. Ganz nett, was? Gruß vom Autopapst

Frage von Nikolaus Brade:

Hallo Herr Keßler, mein Citroen C5 Kombi (Baujahr 2008, 136 FAP Diesel, 132.000 km) macht mir Kummer. Plötzlich dreht der Motor hoch, bei zügigem Beschleunigen, 3. oder 4. Gang zwischen 2000 und 3000 Umdrehungen, ohne dass die Geschwindigkeit zunimmt. Schleifende Kupplung? Aber: als ich den Wagen vor etwas über einem Jahr gebraucht kaufte, hatte er das gleiche Problem, und das Citroen Autohaus hat das repariert, bevor ich den Wagen gekauft habe. Damals bestätigte man mir, dass es sich um eine schleifende Kupplung handeln würde, allerdings ist mir später aufgefallen, dass ich gar keinen Werkstattbericht etc. zwecks Garantie bekam, ich also auch nicht nachvollziehen kann, was damals eigentlich gemacht wurde.
Was kann ich tun, ist das wirklich die Kupplung?
Viele Grüße, Nikolaus Brade.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Nikolaus,
für mich hört sich das eher nach einem defekten 2-Massen-Schwungrad an. Wenn die Citroen-Werkstatt das Problem vor dem Kauf behoben hat, hat sie entweder das falsche repariert (was offenbar der Fall ist....) oder gar nichts gemacht (was ich nicht glaube....).
Leider ist jetzt (nach etwas mehr als einem Jahr) keine Gewährleistung mehr zu beanspruchen. Kulanz wird sicherlich auch nicht mehr gewährt, weil das Auto nach der wahrscheinlichen Meinung des Herstellers / Importeurs "zu alt" ist.
Unter dem Strich benötigt das Auto ein neues 2-Massen-Schwungrad; die Reparatur wirst Du wohl selbst bezahlen müssen.
Ärgerlich in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass dieses Problem bei den PSA-Autos sehr häufig war / ist und der Werkstatt eigentlich bekannt gewesen sein müsste. Ein bisschen riecht das nach "Abwiegeln" und wegdrücken...

Viel Erfolg bei der Lösung des Problems wünscht

Der Autopapst

Frage von Thomas Wallmeier:

Hallo, mein Mercedes-Benz W124 mit Motor M111 hat eine Macke, an der auch schon verschiedene Werkstattbesuche bei Mercedes nichts geändert haben: Wenn ich an eine Kreuzung fahre und Gas wegnehmen muss, sackt die Drehzahl so weit runter, dass er manchmal ausgeht, er "knickt ein". Woran könnte das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eine typische Fehlerquelle für rätselhafte Macken des M111-Motors ist sein hitzeempfindlicher Motorkabelbaum. Der altert und bekommt dann innere Kurzschlüsse. Als Ersatzteil ist er gegen gutes Geld bei der Marke mit dem Stern aber noch erhältlich.....


Frage von Ulrich Schwarzer:

Ich fahre einen Mazda 6, Bj. 2003. Bei Nutzung der Klimaanlage werde ich auch bei ausgeschalteter Umluftfunktion nach kurzer Zeit sehr müde. In meinem anderen Auto, einem Subaru Impreza, tritt diese Ermüdung nicht auf.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn die Müdigkeit bei geöffnetem Fenster verfliegt, ist der Schalter der Umluftklappe entweder defekt, falsch geschaltet oder es liegt eine Fehlbedienung vor. Das Studium der Bedienungsanleitung löst letzteres, ein Autoelektriker kann ersteres klären. Ich hatte mal einen Ford Fusion, bei dem die irrtümlich geschlossene Umluftklappe (der Schalter funktionierte genau entgegengesetzt wie in der Bedienungsanleitung beschrieben) für tropfsteinhöhlenähnliche Bedingungen im Autoinnern sorgte....