Weiter Streit um Pkw-Maut-Pläne

Laut ADAC ein Minusgeschäft

Weiter Streit um Pkw-Maut-Pläne
Der ACE sieht Finanzrisiken auf den Bund durch die Pkw-Maut. © dpa

Die Grünen und der ADAC stemmen sich weiter gegen eine Einführung der geplanten Pkw-Maut. Für beide Parteien wären Erhöhungen an anderer Stelle sinnvoller.

Der ADAC und die Grünen machen weiter Front gegen die Pläne zur Einführung einer Pkw-Maut. Die Maut sei verkehrspolitisch nicht sinnvoll und bringe unter dem Strich keine Mehreinnahmen, bekräftigte ADAC-Präsident Peter Meyer in der "Welt". Nach Abzug der Verwaltungskosten wäre die Maut sogar ein Minusgeschäft. Wenn schon die Autofahrer einen Beitrag zur Reparatur von Straßen und Brücken leisten sollten, dann wäre eine Erhöhung der Mineralölsteuer die gerechteste Lösung.

Grüne: Seehofer-Maut nicht rechtskonform

Auch die Grünen wiederholten ihre Kritik: "Die Seehofer-Maut lässt sich rechtskonform nicht umsetzen, sie ist ungerecht und unökologisch, da sie alle Autofahrer gleichermaßen belastet", bekräftigte der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir bei "Spiegel online" mit Blick auf die Initiative von CSU-Chef Horst Seehofer und des neuen Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt.

"Wir fordern stattdessen, im Sinne des Verursacherprinzips, die längst überfällige Weiterentwicklung der Lkw-Maut hin zu einer Logistik-Abgabe und eine Ausweitung auf Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sowie auf Bundesstraßen", sagte der Grünen-Politiker.

Die CSU erteilte dem ADAC-Vorschlag für eine Erhöhung der Mineralölsteuer eine Absage. "Mit der CSU wird es keine Erhöhung der Mineralölsteuer geben", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU, Max Straubinger, der "Welt". (dpa)

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