Ladestation: Zuschuss ab Dienstag zu beantragen

Ein Elektroauto an der Ladestation. © dpa

Der Zuschuss für privat genutzte Ladestationen für Elektroautos kann ab Dienstag beantragt werden. Pro Ladepunkt gibt es eine Prämie von 900 Euro.

Beantragt werden kann der Zuschuss bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).


Allerdings muss «der für den Ladevorgang genutzte Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien» stammen. Das könne über die eigene Photovoltaik-Anlage oder über einen entsprechenden Stromliefervertrag geschehen.

Umstieg auf E-Autos fördern

«Ziel der Förderung ist es, Privatpersonen zu motivieren, auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzusteigen und hierfür eine ausreichende Ladeinfrastruktur im privaten Bereich zu schaffen», erklärte die KfW.

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Wohneigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger. Von der KfW gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses sowie den damit verbundenen notwendigen Nebenarbeiten. Zudem darf die Ladestation nur über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügen und die Ladestation intelligent und steuerbar sein.

200 Millionen Euro zur Verfügung

Die Bundesregierung hat 200 Millionen Euro für die Förderung privater Ladestationen vorgesehen. Die Nachfrage nach E-Autos ist wegen staatlicher Kaufprämien von bis zu 9000 Euro stark gestiegen. So wurden allein im Oktober bundesweit nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) mehr als 48.000 E-Autos neu zugelassen. Sie kamen damit auf einen Marktanteil von fast 18 Prozent. Beim zurückliegenden Autogipfel wurde gerade erst beschlossen, dass die eigentlich Ende 2021 auslaufende Erhöhung der Kaufprämie bis 2025 verlängert wird.

Bundesweit gibt es derzeit etwas mehr als 33.000 öffentiche Ladepunkte, wie der Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilte. Experten fordern einenraschen Ausbau der Ladeinfrastruktur. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) forderte zuletzt auch einen Ladegipfel. Nach einer aktuellen Studie der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur liegt der Bedarf an öffentlichen Ladepunkte im Jahr zwischen 440.000 und 843.000. Die Studie geht davon aus, dass der Bestand an E-Fahrzeugen bis zu den Jahren 2025 beziehungsweise 2030 deutlich stärker ansteigen als heute angenommen. Danach könnten bis 2030 bis zu 14,8 Millionen batterieelektrische E-Fahrzeuge und Plug-In-Hybride n Deutschland zugelassen sein. (mit dpa)

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