Mehr Schutz für Kleinkinder im Innenraum

Die Innenraumüberwachung von Vayyar soll mehr Schutz für Kinder bringen. © Vayyar

Im Sommer hört man solche Meldungen immer wieder: Die Polizei musste ein Kleinkind aus dem Innenraum eines überhitzen Fahrzeugs befreien. Zukünftig kann das Auto selbst Hilfe holen.

Moderne Fahrzeuge nutzen Sensoren und Kameras, um den Fahrer zu entlasten und die Sicherheit zu verbessern. Mit Hilfe der von Sensoren und Kameras gelieferten Daten lassen sich aber nicht nur Kollisionen oder Parkrempler vermeiden, sondern heute schon im Innenraum zum Beispiel Müdigkeitssymptome des Fahrers erkennen.


Das israelische Unternehmen Vayyar setzt nun statt auf teure Kameratechnik auf Funkwellentechnologie, um den Innenraum eines Fahrzeugs zu überwachen. Sogenannte „4D Imaging-Sensoren“ erkennen mittels Radar zum Beispiel ein im Fahrzeug zurückgelassenes Kind und registrieren dabei, ob die Atmung regelmäßig und gleichmäßig erfolgt.

Sensoren erkennen Vielzahl von Parametern

Das funktioniert auch, wenn das Kind zugedeckt ist oder sich in einem Kindersitz befindet. Bemerken die Sensoren, dass die Atmung schneller geht und eine Gefahr für das Leben des Kindes bestehen könnte, warnt es den Fahrer. Reagiert dieser nicht, ist es denkbar, dass das Anfang 2020 serienreife System von sich aus einen Notruf an eine Rettungsstelle absetzt oder die Klimaanlage einschaltet und die Fenster herunterfährt.

Das Vayyar-System benötigt weniger Sensoren mit damit weniger Verkabelung als kameragestützte Systeme und generiert auch keine Bilder, die möglicherweise die Privatsphäre der Fahrzeuginsassen verletzen könnten. Ab 2022 werden Systeme, die Kinder im Fahrzeug erkennen, bei der Sicherheitsbewertung von EuroNCAP berücksichtigt. Entsprechend ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann die ersten Hersteller solche Systeme in ihren Autos anbieten und dadurch die Sicherheit der Kinder im Fahrzeug deutlich verbessern. (AG/SP-X)