Auch Kia erhöht die Umweltprämie

Der Kia e-Soul wird mit zwei Batteriegrößen angeboten. © Kia

Bei immer mehr Herstellern endet die Geduld. Nach Renault, Nissan und Hyundai hat nun auch Kia seinen Anteil an der Umweltprämie aufgestockt.

Nachdem die Industrie und die Bundesregierung sich im November beim Autogipfel im Kanzleramt auf eine Erhöhung der Umweltprämie für Elektroautos um 50 Prozent auf 6000 Euro verständigt hatten, ist seither nichts geschehen.


Die für die beihilferechtliche Prüfung durch die EU notwendigen Unterlagen liegen der Kommission erst jetzt vor. Wie lange der Prüfprozess dauert, ist dabei nicht klar. Es kann Wochen, aber auch Monate dauern.

Strafzahlungen bei Verfehlen der Grenzwerte

Für die Hersteller ein nicht akzeptabler Umstand. Ihnen drohen bei Nicht-Einhaltung der strengen CO2-Grenzwerte der EU Strafzahlungen. Diese können sie nur mit einer Elektrifizierung ihrer Modelle erreichen. Deshalb treten immer mehr Hersteller in Vorleistung. Durch die Ungewissheit bei der Einführung der erhöhten Kaufprämie warten immer mehr Kunden mit einem Kauf ab.

Während Hyundai den Herstelleranteil auf 6000 Euro verdreifacht hat, zahlt Kia seinen Kunden 4000 Euro. Hinzu kommt noch der staatliche Umweltbonus in Höhe von 2000 Euro. Das Kia-Angebot kommt für alle ab dem 30. Januar geschlossenen Kaufverträge für noch nicht zugelassene Fahrzeuge vom e-Niro und e-Soul zum Tragen, sofern der erhöhte staatliche Anteil nicht rückwirkend gezahlt wird. Falls die Erhöhung des Umweltbonus doch nicht in Kraft tritt, endet die Kia-Aktion spätestens zum 30.6.2020. Kunden würden allerdings von dem geplanten offiziellen Modell stärker profitieren. Weil der Herstelleranteil bereits vor der Mehrwertversteuerung abgezogen wird, liegt der Preisvorteil bei 6.570 Euro.

Keine Infos beim BAFA

„Unsere reichweitenstarken, voll alltagstauglichen Elektromodelle stoßen auf sehr großes Interesse. Deshalb geben wir den Kunden das Signal: Jetzt starten, nicht mehr warten! Sollte der erhöhte staatliche Anteil nicht rückwirkend gezahlt werden, gleicht Kia die Differenz aus“, sagte Kia-Deutschlandchef Steffen Cost.

Wer derzeit bei dem für die Beantragung der Prämie zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sich über die Prämie erkunden will, bekommt folgenden Hinweis. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen dem BAFA keine Informationen vor, wann und wie die Richtlinie zur Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen geändert wird. Bitte sehen Sie von telefonischen Anfragen ab. Sobald entsprechende Informationen zur Verfügung gestellt werden können, werden sie auf dieser Seite veröffentlicht. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie Ihren Namen ein