Vollkasko oder Teilkasko – das ist die Frage

Fahrzeug-Restwert abwägen

Die Vollkasko kann regional günstiger sein als eine Teilkasko
Schäden nach Hagel fallen unter die Teilkasko. Foto: GDV © Foto: GDV

Zum 30. November kann die Versicherung gekündigt und neu aufgestellt werden. Neben einem anderen Anbieter stellt sich auch die Frage nach dem Schutz des Fahrzeugs.

Lohnt sich für ein mehrere Jahre altes Auto noch eine Vollkaskoversicherung, oder reicht eine Teilkasko? Stehen Autofahrer vor dieser Frage, sollten sie den Restwert ihres Fahrzeugs und die jährlichen Mehrkosten für den Komplettschutz abwägen, rät das Vergleichsportal Verivox.


Denn abzüglich von einer Selbstbeteiligung sichert die Vollkasko Totalschäden bei selbst verschuldeten Unfällen ab. Wer beispielsweise nicht ausreichend finanziellen Spielraum hat, um in solch einem Fall ein neues Auto zu kaufen, für den bleibe die Vollkasko wichtig.

Regionale Unterschiede

Für Fahrer mit sehr hohem Schadenfreiheitsrabatt könnte eine Vollkaskopolice – je nach Wohnort und Auto – sogar günstiger in den Beiträgen sein als eine Teilkaskoversicherung, wie eine Beispielrechnung aufzeigt: Demnach zahlt ein 55-jähriger Modellkunde mit der höchsten Schadenfreiheitsklasse (SF 36) für einen sieben Jahre alten VW Jetta im Landkreis Rostock im Schnitt für eine Vollkaskoversicherung knapp 32 Euro weniger im Jahr als für eine Teilkasko.

Noch etwas mehr Ersparnis (rund 45 Euro) gab es für denselben Modellkunden, wenn er einen fünf Jahre alten Renault Megane im Landkreis Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) versicherte.

Eine Erklärung: Jedes Fahrzeug und jeder Ort werden für Teil- und Vollkasko in Risikoklassen eingestuft. So kann die Risikoklasse für die Teilkasko hoch sein, etwa wegen vieler Diebstähle in der Gegend. Ist die Risikoklasse für Vollkasko im Vergleich niedriger, könne der Komplettschutz dann eben günstiger sein, erläutert Verivox. (dpa)

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