Kfz-Versicherungen richten sich nach Postleitzahlen

Statt Regionalklassen

Die Sprachbarriere ist bei der Unfallaufnahme nicht immer förderlich.
Kfz-Versicherungen ändern ihre Risikobewertungen © Allianz

Zahlreiche Kfz-Versicherungen ändern ihre Prämienberechnung. Durch die Umstellung soll eine genauere Berechnung des Versicherungsrisikos erfolgen.

Immer mehr Kfz-Versicherungen ändern die Grundlagen zur Prämienberechnung. Statt an der lange Zeit üblichen Regionalklassen-Einteilung des Branchenverbandes GDV orientieren sie sich bei der Ermittlung des Schadensrisikos laut dem Preisvergleichsportal "Transparo" nun an Postleitzahlen. Dadurch kann die Höhe des zu zahlenden Betrags sogar von der Hausnummer abhängen.

Unterschiedliche Risikogruppen in langen Straßen

Die Assekuranzen erhoffen sich von der Umstellung eine genauere Berechnung des Versicherungsrisikos. Der Wohnort des Versicherungsnehmers ist für die Ermittlung der Prämienhöhe wichtig, da je nach Region unter anderem die Straßenverhältnisse, die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge und die Unfallbilanz unterschiedlich ausfallen.

Bei sehr langen Straßen, die durch verschiedene Postleitzahlenbereiche führen, kann es nun dazu kommen, dass die Anwohner von der identischen Versicherung in unterschiedliche Risikogruppen einsortiert werden. Die Preisunterschiede können beträchtlich sein. Als Beispiel nennt "Transparo" Köln, wo ein Halter am Stadtrand 540 Euro für die Haftpflichtversicherung zahlt, wenige Kilometer weiter auf derselben Straße wohnender Kunde aber 620 Euro. (SP-X)