Deutscher Automarkt erholt sich langsam

Neuwagenkauf im Autohaus. © dpa

Der Automarkt in Deutschland hat sich nach dem Absturz der Vormonate erholt. Im Juli wurden bundesweit 314.938 Pkw neu zugelassen.

Das entspricht nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) im Vergleich zum Vorjahresmonat nur noch einem Rückgang von 5,4 Prozent. Nach den ersten sieben Monaten des Jahres wurden 1,52 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, ein Minus von 30,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum.


Doch der Rückgang bei den Neuzulassungen hat sich damit deutlich verlangsamt. „Dies ist der bislang geringste Rückgang im laufenden Jahr“, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit Blick auf die Juli-Zahlen mit. Noch im Juni waren die Zahlen um rund ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen.

Markt bleibt unter Druck

Die Bundesregierung versucht, den Konsum mit einem umfassenden Konjunkturpaket wieder anzukurbeln. Höhere Kaufprämien für Elektroautos und eine geringere Mehrwertsteuer sollen die Anschaffung eines Neuwagens für Verbraucher attraktiver machen und der Branche aus ihrer Absatzkrise helfen. Die Maßnahmen sind im Juli in Kraft getreten.

Trotz der leichten Erholung steht der Markt dem VDA zufolge weiter „unter enormem Druck“. Die angestaute Nachfrage, die sich nun zeige, könne die Flaute der vergangenen Monate nur teilweise ausgleichen. Wie aus den Zahlen des KBA hervorgeht, stiegen im Juli die Zahl der privaten Zulassungen um über sieben Prozent auf 41 Prozent an. Der Gewerbeanteil beläuft sich auf rund 59 Prozent, ein Rückgang von 12,5 Prozent.

Bei den deutschen Marken zeigten sich zweistellige Zuwächse bei Mini mit +35,7 Prozent, gefolgt von BMW (+17,4 Prozent) und Mercedes (+10,7 Prozent). Für Porsche (+2,4 Prozent) wies die Statistik eine einstellige Steigerung aus. Die Pkw-Neuzulassungen der Marken Smart (-51,6 Prozent), Opel (-45,2 Prozent), Ford (-22,5 Prozent), Audi (-20,8 Prozent) und VW (-3,3Prozent%) lagen zum Teil deutlich hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Bei den Importeuren war Skoda mit einem Neuzulassungsanteil von 7 Prozent (+8,3 Prozent) die anteilsstärkste Importmarke. (mit dpa)

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